Stepan Bandera

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Stepan Bandera (ca. 1934)
Unterschrift von Stepan Bandera

Stepan Andrijowytsch Bandera (ukrainisch Степан Андрійович Бандера, wiss. Transliteration Stepan Andrijovyč Bandera; * 1. Januar 1909 in Staryj Uhryniw, Galizien, Österreich-Ungarn; † 15. Oktober 1959 in München) war ein nationalistischer ukrainischer Politiker (OUN) und Partisanenführer (UPA). 1934 wurde Bandera in Polen wegen der Ermordung des polnischen Innenministers Bronisław Pieracki verurteilt, kam jedoch nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges frei. Er arbeitete mit der deutschen Wehrmacht zusammen und seine Milizen übernahmen nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Lemberg teilweise die Polizeigewalt. Sie bereiteten unter anderem Verhaftungen und Massenerschießungen vor. Nachdem andere Mitglieder der OUN einen unabhängigen Staat ausgerufen hatten, inhaftierte die Gestapo Bandera 1941 im KZ Sachsenhausen als Ehrenhäftling mit besseren Haftbedingungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh Bandera zurück nach Deutschland und wurde in der Sowjetunion in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Er wurde 1959 in München von einem KGB-Agenten ermordet.

Die Beurteilung von Bandera ist in der Ukraine sehr umstritten. Im Osten des Landes, aber auch in Polen, Russland und Israel gilt er überwiegend als NS-Kollaborateur und Kriegsverbrecher. Im Westen der Ukraine wird er hingegen von vielen Ukrainern als Nationalheld verehrt.[1] Von einigen Historikern wie Per Anders Rudling und Grzegorz Rossoliński-Liebe wird er als Faschist bezeichnet.[2][3]

Stepan Bandera als Jugendlicher (1923)
Ukrainische Briefmarke zum 100. Geburtstag (2009)

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stepan Bandera wurde 1909 in Staryj Uhryniw geboren, das damals als Uhrynów stary zum österreichischen Bezirk Kałusz in Galizien gehörte. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns fiel das Gebiet an Polen. Beide Eltern stammten aus christlichen Familien, sein Vater Andrij war Priester der ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Seine Geschwister waren: Marta-Marija (1907–1982), Oleksandr (1911–1942), Wolodymyra Bandera-Dawydjuk (1913–2001), Wassyl (1915–1942), Oksana (1917–2008) und Bohdan (1919–1944). Der junge Bandera besuchte die Schule in Stryj. 1922 starb seine Mutter an Tuberkulose.

Ukrainischer Nationalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulabschluss studierte Bandera ab 1928 am Polytechnikum Lemberg (Lwiw), an dem zur damaligen Zeit Ukrainern nur wenige Veranstaltungen offenstanden.[4] Er schloss sich der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) an, die von Andrij Melnyk geleitet wurde. In der Hierarchie der OUN stieg Bandera schnell auf und gehörte bereits Anfang der 1930er Jahre zu deren Führungskader.

Im Jahre 1934 wurde Bandera in Polen zum Tode verurteilt, weil man ihm eine Beteiligung an der Ermordung des polnischen Innenministers Bronisław Pieracki vorwarf. Diese Strafe wurde jedoch in lebenslange Haft umgewandelt. Im September 1939, nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und der Besetzung Ostpolens durch die Sowjetunion, kam er wieder frei. Die Gründe für seine Freilassung sind unklar.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Freilassung begab sich Bandera in das von Deutschland besetzte Krakau, wo er unter dem Decknamen Konsul II mit dem Nachrichtendienst der Wehrmacht zusammenarbeitete, der sich davon ein Zusammenwirken mit der OUN erhoffte.[5] Im „Generalgouvernement“ wurden so vor Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion unter deutscher Aufsicht Kampfverbände wie das Bataillon Nachtigall aus den Reihen der OUN gebildet.

Aufgrund von Differenzen zwischen Bandera und Andrij Melnyk kam es 1940 zur Spaltung der OUN. Während Melnyk fortan die konservative OUN-M unterstand, leitete Bandera die revolutionäre und radikal antisemitische OUN-B (das B steht für banderiwzi, also „Banderisten“ oder „Bandera-Leute“). Sie sprach sich für eine sofortige Unabhängigkeit der Ukraine aus und bekämpfte die Melnyk-Anhänger blutig.[6]

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Lwiw (Lemberg) proklamierte Banderas Stellvertreter Jaroslaw Stezko am 30. Juni 1941 eine unabhängige Regierung der Westukraine. Durch OUN-B aufgestellte Milizen übernahmen teilweise die Polizeigewalt und waren maßgeblich an Pogromen gegen die jüdische Zivilbevölkerung beteiligt, die durch einen wenige Tage zuvor von Einheiten des sowjetischen NKWD an etwa 4000 ukrainischen Häftlingen begangenen Massenmord angeheizt wurden. Die Miliz bereitete durch Verhaftungen die Massenerschießung von 3000 Juden durch die Einsatzgruppe C der deutschen Sicherheitspolizei am 5. Juli 1941 vor.[7] Bandera selbst hat sich an dem Tag laut Erkenntnissen ukrainischer Historiker allerdings nicht in Lemberg, sondern in Krakau aufgehalten; ob er in dem Pogrom involviert war, ist bis zur Gegenwart umstritten.[8]

Da ein unabhängiger ukrainischer Staat nicht den Vorstellungen der Nationalsozialisten entsprach, wurde Bandera im Juli 1941 verhaftet und im sogenannten Zellenbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen untergebracht, in dem unter anderem auch der ehemalige österreichische Kanzler Kurt Schuschnigg festgehalten wurde. Während zwei von Banderas Brüdern, Oleksandr und Wassyl, im KZ Auschwitz unter ungeklärten Umständen ums Leben kamen,[9] angeblich von polnischen Mithäftlingen erschlagen,[10] genoss Bandera selbst in Sachsenhausen einen Sonderstatus als so genannter Ehrenhäftling. So bewohnte er eine größere möblierte Zelle mit getrenntem Schlaf- und Wohnbereich, Bildern an den Wänden und Teppich auf dem Boden.[2]

Nach Grzegorz Rossoliński-Liebe war Bandera ein „überzeugter Faschist“.[3] Er weist Bandera für die während seiner Abwesenheit 1943/44 verübten Massaker in Wolhynien und Ostgalizien eine zumindest „moralische Verantwortung“ zu. „Vor dem Krieg machte er (Bandera) kein Geheimnis daraus, dass ‚nicht nur Hunderte, sondern Tausende Menschenleben geopfert werden müssen‘, damit die OUN ihre Ziele realisieren und ein ukrainischer Staat entstehen könne. Die Massengewalt beziehungsweise die ‚Säuberung‘ der Ukraine von Juden, Polen, Russen und anderen ‚Feinden‘ der Organisation war ein zentraler Bestandteil seiner Ziele.“[3]

Am 25. September 1944 wurde Bandera aus der Haft entlassen. Er sollte ein ukrainisches Nationalkomitee gründen und an der Seite der Nationalsozialisten Aktionen des ukrainischen Widerstandes gegen die Rote Armee lenken, doch kam es wegen des raschen sowjetischen Vormarsches nicht mehr dazu.[2] Im Dezember 1944 lehnte Bandera die von den Nationalsozialisten angebotene Zusammenarbeit ab.[11] Die UPA löste sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in rivalisierende Gruppen auf, die bis zum Ende der 1950er Jahre aktiv waren.[12]

Exil und Ermordung durch den KGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab auf dem Waldfriedhof in München im April 2022

Im Herbst 1946 flüchtete Bandera über Österreich nach München,[12] wo er sich unter dem Namen Stefan Popel[13] jahrelang vor dem sowjetischen Geheimdienst versteckte, da er in der Sowjetunion wegen seiner antisowjetischen Aktionen in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war. 1946 gründete er die Auslandsstelle der OUN, eine weitere Abspaltung, da er sich weigerte, das Bekenntnis zu Rede- und Gedankenfreiheit sowie Minderheitenrechten mitzutragen, das die OUN-B im Sommer 1943 abgegeben hatte.[14]

1947 wurde Bandera im Exil Vorsitzender der OUN und blieb dies bis zu seinem Tod.[15] Der KGB-Agent Bogdan Staschinski ermordete ihn am 15. Oktober 1959 im Eingang seines Wohnhauses in der Kreittmayrstraße 7[12] mit einer pistolenähnlichen Waffe, die Blausäuregas versprühte. Bandera wurde lebend aufgefunden, starb aber wenig später; seine Leiche wurde von dem Münchner Rechtsmediziner Wolfgang Spann obduziert. Am 20. Oktober wurde er auf dem Münchener Waldfriedhof bestattet.[16] Als Auftraggeber des Mordes wurde der KGB identifiziert.[17] Der Täter stellte sich[18] und wurde am 19. Oktober 1962 zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt.[19] Bandera war nicht der einzige ukrainische Exil-Nationalist, der vom KGB getötet wurde: Jewhen Konowalez wurde 1938 in Rotterdam mit einer Sprengfalle und Lew Rebet 1957 ebenfalls von Bogdan Staschinski in München getötet.

Banderas Frau Jaroslawa, mit der er seit Juni 1940 verheiratet war, und ihre drei Kinder Natalia (1941–1985), Andrei (1944–1984) sowie Lesya (1947–2011) wanderten nach Toronto (Kanada) aus.[20]

Nachwirkung und Personenkult[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt Banderas am Rathaus Kiew während des Euromaidan am 14. Januar 2014
Stepan-Bandera-Statue in Ternopil, 1. Januar 2017

Vor allem im Westen der Ukraine wird Bandera heute von breiteren Bevölkerungsschichten als Nationalheld verehrt;[21] dort gibt es seit 2014 auch Hunderte nach ihm benannte Straßen, viele lebensgroße Statuen und Büsten, einige monumentale Denkmäler sowie mehrere Museen zu seinen Ehren.[22] Die insbesondere in der Westukraine politisch erfolgreiche nationalistische Allukrainische Vereinigung „Swoboda“ sowie die rechtsextreme Organisation Prawyj Sektor berufen sich ebenfalls auf Bandera. Die Anhänger des Fußballvereins Karpaty Lwiw zeigen bei Heimspielen ihres Vereins regelmäßig große Transparente mit seinem Konterfei.[23] Umfragedaten zeigen, dass die Bandera-Verehrung ausschließlich auf den Westen begrenzt ist. Im Zentrum und im Südosten des Landes ist die Zustimmung zu Bandera mit wenigen Ausnahmen sehr niedrig.[24] In der Ostukraine, aber auch in Polen, Russland und Israel gilt Bandera hingegen überwiegend als Verbrecher und NS-Kollaborateur. Der schwedisch-US-amerikanische Historiker Per Anders Rudling bezeichnet Bandera als Faschisten.[2]

Anhänger von Karpaty Lwiw halten ein Transparent mit der Aufschrift „Bandera – unser Held“ (2010)

Im Januar 2010 verlieh der damalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko Bandera postum den Ehrentitel Held der Ukraine.[25] Die damalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko von der Vaterlandspartei sprach Juschtschenko in dieser Angelegenheit ihre Unterstützung aus.[26] Die polnische und russische Regierung sowie einige andere Institutionen protestierten gegen diese Ehrung.[27] Das Europäische Parlament äußerte die Hoffnung, dass der neue Präsident der Ukraine diesen Präsidialerlass revidiere. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum verurteilte die Ehrung und wies darauf hin, dass Bandera Mitschuld am Tod von Tausenden Juden trage.[28] Im März 2010 kündigte der neue Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, an, dass Juschtschenkos Erlass außer Kraft gesetzt werde.[29] Im Januar 2011 wurden gerichtliche Entscheidungen, den Titel wieder abzuerkennen, schließlich rechtskräftig.[30] Die Pressestelle des Blok Juliji Tymoschenko kritisierte die Gerichtsentscheidung als politisch. Die Aberkennung sei zudem ein Bruch von Wahlversprechen Janukowytschs.[31]

Grabstein nach dem Farbanschlag und Reinigung (2022)

Banderas Grab in München wurde in der Nacht auf den 17. August 2014 – während des Kriegs in der Ukraine – von Unbekannten verwüstet.[32] Von russischer Seite wird seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine der Bandera-Kult staatlicher ukrainischer Stellen dazu genutzt, die durch die Revolution 2014 an die Macht gekommenen demokratischen Parteien und Politiker pauschal als „Faschisten“ zu verunglimpfen.[33] Auch im Juli 2022, also nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022, ist der Grabstein von Unbekannten beschmiert worden.[34]

Durch einen Beschluss des Stadtparlaments vom Juli 2016 wurde der Kiewer „Moskauer Prospekt“ in „Stepan-Bandera-Prospekt“ (Проспект Степана Бандери) umbenannt.[35]

Die erste umfassende und wissenschaftliche Biographie Banderas und damit einhergehend die erste eingehende Studie des um ihn entstandenen Kults erschien 2014, geschrieben von Grzegorz Rossoliński-Liebe.[36] 2017 legte Lutz C. Kleveman eine Darstellung zum Thema vor, der zur Rolle Banderas eine bislang nicht erfolgte, notwendige Auseinandersetzung mit der eigenen Kollaborations-, Faschismus- und Antisemitismus-Geschichte in der Ukraine anmahnt. Die von Bandera ausgerufene unabhängige Ukraine war mitnichten im Sinne Hitlers, doch benutzte er die ukrainischen Nationalisten und ließ aus Banderas Milizen eine ukrainische Hilfspolizei gründen. Kollaboration spielt auch im Zusammenhang mit sowjetischen Kriegsgefangenen eine große Rolle. Wie in Deutschland wurde auch in Lemberg (Lwiw) ihr Schicksal lange verschwiegen. In der Zitadelle über der Stadt, in der sich jetzt ein Luxushotel befindet, starben über 140.000 sowjetische Kriegsgefangene, weil die deutschen Besatzer sie verhungern ließen.[37] Unter dem 2019 ins Amt gewählten Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist der Versuch eines Wandels in der Geschichtspolitik festzustellen; sie hat sich jedoch nicht völlig verändert, da der neue Kulturminister politisch ähnlich denkt wie sein Vorgänger. Dies bedeutet auch, dass die nach Bandera und Schuchewytsch benannten Straßen in Kiew ihren Namen behalten. Die Heroisierung der OUN spielt in der offiziellen Erinnerung eine weniger große Rolle; stattdessen werden Persönlichkeiten in den Vordergrund gerückt, mit denen sich alle Ukrainer unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit und politischer Ausrichtung identifizieren können.[35]

Film, Fotografie, Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franziska Bruder: „Den ukrainischen Staat erkämpfen oder sterben!“ Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1928-1948. Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-33-8.
  • David R. Marples: Stepan Bandera: In search of Ukraine for Ukrainians. In: Rebecca Haynes, Martyn Rady (Hrsg.): In the shadow of Hitler: Personalities of the right in Central and Eastern Europe. I. B. Tauris, London u. a. 2011, ISBN 978-1-84511-697-2, S. 227–244.
  • Grzegorz Rossoliński-Liebe: Stepan Bandera. The Life and Afterlife of a Ukrainian Nationalist. Fascism, Genocide, and Cult. ibidem, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8382-0604-2.
  • Kai Struve: Stepan Bandera: Geschichte, Erinnerung und Propaganda. In: Ukraine-Analysen. Nr. 270, 22. Juni 2022, S. 10–14, doi:10.31205/UA.270.03.
  • Ruslan Wiktorowitsch Tschastij (Руслан Викторовыч Частий): Степан Бандера: мифы, легенды, действительность (= Время и судьбы). Folio, Charkiw 2007, ISBN 966-03-3656-X. 2. Auflage: 2015, ISBN 966-0-35782-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stepan Bandera – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Natalie Kettinger: Hadern: Umstrittener Ukrainer auf dem Waldfriedhof. In: abendzeitung-muenchen.de. 9. März 2014, abgerufen am 14. April 2022.
  2. a b c d Johannes Edelhoff, John Goetz, Johannes Jolmes, Jan Liebold, Andrej Reisin: Hitlers Helfer: Wie Nationalisten die Ukraine weiter spalten. In: Panorama. 8. Mai 2014, abgerufen am 14. April 2022.
  3. a b c Grzegorz Rossoliński-Liebe: Verflochtene Geschichten: Stepan Bandera, der ukrainische Nationalismus und der transnationale Faschismus. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. 13. Oktober 2017, abgerufen am 14. April 2022.
  4. Danylo Chaykovsky: Stepan Bandera, his Life and Struggle. In: exlibris.org.ua. Abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  5. Der Nürnberger Prozeß, Hauptverhandlung, Sechsundfünfzigster Tag. Montag, 11. Februar 1946, Nachmittagssitzung. 11. Februar 1946, abgerufen am 11. Juli 2018 (deutsch): „..., hatte ich mit den im Dienste der deutschen Abwehr stehenden ukrainischen Nationalisten Fühlung und mit Angehörigen anderer national-faschistischer Gruppen Verbindung aufgenommen. Ich hatte unter anderem persönlich den Anführern der ukrainischen Nationalisten – Melnyk (Deckname, ›Konsul I‹) und Bandera – die Weisung gegeben, ...
  6. Frank Golczewski: Orhanizacija Ukraїnśkych Nacionalistiv (Ukraine). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. De Gruyter Saur, Berlin 2012, ISBN 978-3-598-24078-2, S. 469.
  7. Hannes Heer: Blutige Ouvertüre. In: Die Zeit. Nr. 26, 21. Juni 2001, archiviert vom Original am 19. Mai 2016; abgerufen am 14. April 2022.
    Kai Struve: Deutsche Herrschaft, ukrainischer Nationalismus, antijüdische Gewalt. Der Sommer 1941 in der Westukraine. De Gruyter, Berlin 2015, ISBN 3-11-035998-7, S. 259–265, 353, 431.
  8. Ruslan Wiktorowitsch Tschastij (Руслан Викторовыч Частий): Степан Бандера: мифы, легенды, действительность (= Время и судьбы). Folio, Charkiw 2007, ISBN 966-03-3656-X, S. 382.
  9. Andreas Umland: Analyse: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit. In: bpb.de. 9. Oktober 2012, abgerufen am 14. April 2022.
  10. Ukraine: Gesegnetes Schwert. In: Der Spiegel. Nr. 47, 1994 (online).
  11. Volodymyr Masliychuk: Die Symbolisierung der ukrainischen Vergangenheit: Stepan Bandera und die UPA. In: boell.de. 9. Dezember 2014, abgerufen am 27. Februar 2017.
  12. a b c Bandera: Immer Angst. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1959 (online).
  13. Stepan Bandera: Historical Memorial Museum. In: karpaty.info. Abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  14. Frank Golczewski: Orhanizacija Ukraїnśkych Nacionalistiv (Ukraine). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. De Gruyter Saur, Berlin 2012, S. 470 f.
  15. Wolodymyr Yaniw: Bandera, Stepan. In: Encyclopedia of Ukraine. 2004, abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  16. Grab von Stepan Bandera auf dem Münchner Waldfriedhof (Grabfeld 43, Lage)
  17. Nazarii Gutsul, Sebastian Müller: Ukrainische Displaced Persons in Deutschland: Selbsthilfe als Mittel im Kampf um die Anerkennung als eigene Nationalität. In: bpb.de. 30. Juni 2014, abgerufen am 14. April 2022.
  18. Bart ab. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1961 (online).
  19. Ernst Reuß: Mord? Totschlag? Oder was? Bizarres aus Deutschlands Strafgerichten. S. 23 ff.
  20. Graham Phillips: Who Is Ukraine’s Stepan Bandera? In: Russia Insider. 1. Mai 2015, abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  21. Martin Sander: Bandera-Kult – Die problematische Seite des ukrainischen Nationalismus. (mp3-Aduio; 7,4 MB; 8:05 Minuten) In: Deutschlandradio-Kultur-Sendung „Hintergrund Kultur“. 13. April 2022, abgerufen am 13. April 2022.
  22. Ulrich Krökel: Ukraine: Junger Nationalismus in der EM-Stadt Lemberg. In: Zeit Online. 30. Mai 2012, abgerufen am 13. April 2022.
    André Liebich, Oksana Myshlovska: Analyse: Stepan Banderas Nachleben wird gefeiert. In: bpb.de. 5. November 2014, abgerufen am 13. April 2022.
  23. Про модульне шоу та пішу ходу у вишиванках. In: fckarpaty.lviv.ua. 16. März 2011, archiviert vom Original am 2. Mai 2014; abgerufen am 13. April 2022 (ukrainisch, Fanseite des FK Karpaty Lwiw).
    Уболівальники тримають портрет Степана Бандери. In: unian.ua. 13. März 2011, abgerufen am 13. April 2022 (ukrainisch).
  24. Serhii Plokhy: Die Frontlinie. Warum die Ukraine zum Schauplatz eines neuen Ost-West-Konflikts wurde. Rowohlt, Hamburg 2022, ISBN 978-3-498-00339-5, S. 386–391 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – englisch: The Frontline. Essays on Ukraine’s Past and Present. Cambridge (MA) 2021.).
  25. Президент присвоїв Степанові Бандері звання Герой України. In: president.gov.ua. 22. Januar 2010, archiviert vom Original am 29. April 2010; abgerufen am 13. April 2022 (ukrainisch).
  26. Timoshenko supports Yushchenko on Bandera. In: Stimme Russlands. 30. Januar 2010, archiviert vom Original am 14. März 2014; abgerufen am 17. März 2014 (englisch).
    Tymoshenko: Historic truth should be guideline in Bandera issue. In: Kyiv Post. 30. Januar 2010, abgerufen am 21. März 2014 (englisch).
    Тимошенко о Бандере, двух историях, черной пропаганде и мудрости. In: vlasti.net. 31. Januar 2010, abgerufen am 21. März 2014 (russisch).
  27. Kaczynski verurteilt Juschtschenkos Glorifizierung des Nazi-Kollaborateurs Bandera. In: RIA Novosti. 5. Februar 2010, archiviert vom Original am 7. Februar 2010; abgerufen am 13. April 2022.
  28. Levi Salomon, Isabella Hobe, Hannes Tulatz: Nazikollaborateur als neuer Held der Ukraine. In: jg-berlin.org. 1. April 2010, abgerufen am 23. August 2016.
  29. Ukrainischer Präsident verspricht Juschtschenkos Präsidentenerlässe über Heldenorden für Bandera und Schuchewytsch außer Kraft zu setzen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nrcu.gov.ua. Ehemals im Original; abgerufen am 13. April 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nrcu.gov.ua (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  30. Clifford J. Levy: ‘Hero of Ukraine’ Prize to Wartime Partisan Leader Is Revoked. In: The New York Times. 12. Januar 2011, archiviert vom Original am 30. Juni 2013; abgerufen am 21. März 2014 (englisch).
  31. Court declares invalid decree conferring Hero of Ukraine title to Bandera. In: MIGnews. 13. Januar 2011, archiviert vom Original am 20. November 2011; abgerufen am 13. April 2022 (englisch).
  32. Friedhof in München: Grab von ukrainischem Nationalisten Bandera verwüstet. In: Spiegel Online. 17. August 2014, abgerufen am 13. April 2022.
  33. Andreas Umland: The Ukrainian Government’s Memory Institute Against the West. In: IndraStra Global. 3(3), 2017, S. 1–7, abgerufen am 13. April 2022 (englisch, veröffentlicht auf SSOAR.info).
  34. Waldfriedhof – Grab von Stepan Bandera geschändet. In: Süddeutsche Zeitung, 24. Juli 2022 (sueddeutsche.de.
  35. a b Denis Trubetskoy: Neue Helden braucht das Land. In: Jüdische Allgemeine. 13. Februar 2020, abgerufen am 4. Juli 2022.
  36. Vgl.: Grzegorz Rossoliński-Liebe: Stepan Bandera. The Life and Afterlife of a Ukrainian Nationalist. Fascism, Genocide, and Cult. ibidem. Stuttgart 2014
  37. Lutz C. Kleveman: Lemberg: Die vergessene Mitte Europas. Aufbau Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-351-03668-3, S. 96 ff., S. 172 ff.
  38. Mikhail Palinchak: Bandera. In: Mikhail Palinchak photography. Abgerufen am 14. April 2022 (englisch).
  39. Bandera – Mythen der Wirklichkeit #4. In: gorki.de. Abgerufen am 14. April 2022.