Naajaat

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Naajaat (junge Möwen)
Naujât
Naajaat (2007)
Naajaat (2007)
Kommune Avannaata Kommunia
Distrikt Upernavik
Geographische Lage 73° 9′ 0″ N, 55° 49′ 0″ WKoordinaten: 73° 9′ 0″ N, 55° 49′ 0″ W
Naajaat (Grönland)
Naajaat
Höhe m
Einwohner 54
(1. Januar 2017)
Zeitzone UTC-3

Naajaat [naːˈjaːtˢʰ] (nach alter Rechtschreibung Naujât) ist eine grönländische Siedlung im Distrikt Upernavik in der Avannaata Kommunia.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naajaat liegt auf der Insel Naajat in einer kleinen Inselgruppe, die zudem noch aus den größeren Inseln Kangilleq und Sanningasorsuaq besteht. Der nächste Ort ist Innaarsuit, das neun Kilometer nordwestlich liegt. Bis zum Distrikthauptort Upernavik sind es 41 km nach Süden.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Großteil der Bewohner lebt vom Fischfang. Die Gegend ist reich an Schwarzem Heilbutt, aber die Fischer müssen ihren Fang in Innaarsuit verkaufen, da es in Naajaat keine Fischfabrik gibt. Der Tourismus dient als weitere Einnahmequelle.[2]

Infrastruktur und Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naajaat hat wenig Infrastruktur. Es gibt keinen Hafen und die Fischerboote liegen direkt am Ufer. Ein Heliport ist auch nicht vorhanden und innerhalb des Ortes gibt es keine Wege, sodass alle Häuser frei stehen. Der Verkehr in die Umgebung erfolgt per Hundeschlitten und Schneemobil.

Nukissiorfiit versorgt die Bewohner über eine Dieselkraftwerk mit Strom. TELE Greenland bindet sie telekommunikativ an. Der Müll aus Naajaat wird deponiert, aber eine Verbrennungsanlage existiert nicht.[2]

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niisip Atuarfia wurde 1972 errichtet und unterrichtet etwa ein halbes Dutzend Schüler. Das Schulgebäude fungiert auch als Kirche und Versammlungsgebäude. Naajaat hat zudem eine Bibliothek. Es gibt keinen Laden in Naajaat und die Güterversorgung läuft über Innaarsuit.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naajaat gehört zu den kleineren Orten der Region. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich zwischen Ende der 1970er Jahre und Mitte der 2000er Jahre, aber ist seitdem wieder um ein Drittel gesunken.[3]

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naajaat (2007)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naajaat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte mit allen offiziellen Ortsnamen bestätigt vom Oqaasileriffik, bereitgestellt von Asiaq
  2. a b c Naajaat bei qaasuitsup-kp.cowi.webhouse.dk
  3. Einwohnerzahl Naajaat1977–2018 bei bank.stat.gl