Upernavik

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Upernavik  (Wo man den Frühling/
Sommer verbringt)


Upernavik (Alte Rechtschreibung)
Blick über Upernavik
Blick über Upernavik
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 72° 47′ 2″ N, 56° 9′ 2″ WKoordinaten: 72° 47′ 2″ N, 56° 9′ 2″ W
Upernavik  (Grönland)
Upernavik 
Einwohner 1.055 (1. Januar 2017)
Gründung 1772
Zeitzone UTC-3
Website www.upernavik.gl/
Gemeinde / Provinz (bis 2008)

Upernavik / Kitaa

Wappen Upernavik s (inoffiziell)
Lage von Upernavik  auf Grönland
Fläche 186.300 km²

Upernavik [uˈpɜɴːavik] ist ein Ort im Nordwesten Grönlands südlich der Melville-Bucht (Qimusseriarsuaq) mit 1055 Einwohnern (Stand 2017).[1] Upernavik wurde 1772 gegründet.

Upernavik bedeutet auf Deutsch „Wo man den Frühling/Sommer verbringt“, was auf die guten Jagdbedingungen hinweist. Mit dem Treibeis gelangen Eisbären hierher. Andere Jagdbeute sind Robben, Wale und Dickschnabellummen, deren größte Kolonien im Distrikt liegen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Upernavik um 1900
Upernavik am Abend

Der Ort Upernavik liegt auf der 2,42 km² großen gleichnamigen Insel, eine der vielen kleineren Inseln des Upernavik-Archipels südlich des Upernavik-Eisfjordes, in den die größten Eisberge der Nordhalbkugel kalben. Unmittelbar im Süden des Ortes ragt der über 1000 Meter hohe Sandersons Hope auf der Insel Qaersorssuaq auf.

Das ganze Gebiet ist für seine riesigen Vogelfelsen bekannt. Auf der Insel Upernaviks nisten einige Dickschnabellummen, Papageitaucher und Gryllteisten. Die größten Vogelfelsen liegen an den Hängen des Sandersons Hope (Apparsuit), am Kap Sheckleton (Ebenfalls Apparsuit, Appa ist das grönländische Wort für Dickschnabellumme), auf Horse Head (u. a. nisten hier Krabbentaucher), Aorsuaq (Papageitaucher, Lummen, Tordalken) und andere. Andere Vögel der Region sind Eiderente, Prachteiderente, Eistaucher, Kormoran, Kolkrabe und Dreizehenmöwe. Die Tierwelt besteht ansonsten aus Belugas, Narwalen, Walrossen, Robben, Moschusochsen (Svartenhuken), Rentieren (Svartenhuken), Polarfüchsen, Schneehasen, und ab und zu gelangen Eisbären mit dem Treibeis hierher.

In Upernavik findet sich mit dem Upernavik-Museum, das nördlichste Freilichtmuseum der Welt.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungen in der ehemaligen Gemeinde Upernavik

Bis zum 1. Januar 2009 war Upernavik eine eigene Kommune, die dann in der Großkommune Avannaata Kommunia aufging. Neben der Stadt, in der 1055 Einwohner leben, bestand die Gemeinde Upernavik aus den folgenden zehn kleineren Ansiedlungen (Einwohnerzahlen Stand 2017):

  • Upernavik Kujalleq (Süd-Upernavik): 195 Einwohner, 81 km südlich Upernaviks.
  • Kangersuatsiaq (Prøven): 157 Einwohner, 56 km südlich Upernaviks.
  • Aappilattoq: 163 Einwohner, 23 km östlich Upernaviks.
  • Tussaaq: 0 Einwohner, 33 km nördlich Upernaviks.
  • Naajaat: 54 Einwohner, 45 km nördlich Upernaviks.
  • Innaarsuit: 166 Einwohner, 55 km nördlich Upernaviks.
  • Tasiusaq: 267 Einwohner, 71 km nördlich Upernaviks.
  • Nutaarmiut: 38 Einwohner, 91 km nördlich Upernaviks.
  • Nuussuaq: 189 Einwohner, 200 km nördlich Upernaviks.
  • Kullorsuaq: 459 Einwohner, 300 km nördlich Upernaviks.

Die Kommune Upernavik erstreckte sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 450 Kilometer und eine Fläche von rund 200.000 km². Sie hat zwar ein Wappen, verwendet aber keine eigene Fahne.[2]

Klimadiagramm von Upernavik

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau drei silberne Seelöwen um eine silberne gezähnte Scheibe in Uhrzeigerrichtung.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Städtepartnerschaft besteht zur dänischen Stadt Odense.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Einwohnerzahl von etwa 850 im Jahr 1977 auf über 1200 Einwohner im Jahr 2002 anstieg und bis etwa 2013 konstant blieb, ist sie seitdem rückläufig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Upernavik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen 2017 bei der grönländischen Statistikbehörde
  2. Jan Oskar Engene: Kommuneflagg i Grønland. In: Nordisk flaggkontakt, 2005, Nr. 41, S. 45.