Upernavik

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Upernavik  (Wo man den Frühling/Sommer verbringt)

Upernavik (Alte Rechtschreibung)
Upernavik am Abend
Upernavik am Abend
Kommune Avannaata Kommunia
Geographische Lage 72° 47′ 2″ N, 56° 9′ 2″ WKoordinaten: 72° 47′ 2″ N, 56° 9′ 2″ W
Upernavik  (Grönland)
Upernavik 
Einwohner 1.055 (1. Januar 2017)
Gründung 1772
Zeitzone UTC-3
Website www.upernavik.gl/

Upernavik [ˌupɛɴaˈvik] ist ein Ort im Nordwesten Grönlands südlich der Melville-Bucht (Qimusseriarsuaq) mit 1140 Einwohnern (Stand 2015).[1] Upernavik wurde 1772 gegründet.

Upernavik bedeutet auf Deutsch „Wo man den Frühling/Sommer verbringt“, was auf die guten Jagdbedingungen hinweist. Mit dem Treibeis gelangen Eisbären hierher. Andere Jagdbeute sind Robben, Wale und Dickschnabellummen, deren größte Kolonien im Distrikt liegen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Upernavik um 1900

Der Ort Upernavik liegt auf der 2,42 km² großen gleichnamigen Insel, eine der vielen kleineren Inseln des Upernavik-Archipels südlich des Upernavik-Eisfjordes, in den die größten Eisberge der Nordhalbkugel kalben. Unmittelbar im Süden des Ortes ragt der über 1000 Meter hohe Sandersons Hope auf der Insel Qaersorssuaq auf.

Das ganze Gebiet ist für seine riesigen Vogelfelsen bekannt. Auf der Insel Upernaviks nisten einige Dickschnabellummen, Papageitaucher und Gryllteisten. Die größten Vogelfelsen liegen an den Hängen des Sandersons Hope (Apparsuit), am Kap Sheckleton (Ebenfalls Apparsuit, Appa ist das grönländische Wort für Dickschnabellumme), auf Horse Head (u. a. nisten hier Krabbentaucher), Aorsuaq (Papageitaucher, Lummen, Tordalken) und andere. Andere Vögel der Region sind Eiderente, Prachteiderente, Eistaucher, Kormoran, Kolkrabe und Dreizehenmöwe. Die Tierwelt besteht ansonsten aus Belugas, Narwalen, Walrossen, Robben, Moschusochsen (Svartenhuken), Rentieren (Svartenhuken), Polarfüchsen, Schneehasen, und ab und zu gelangen Eisbären mit dem Treibeis hierher.

In Upernavik findet sich mit dem Upernavik-Museum, das nördlichste Freilichtmuseum der Welt.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungen in der Gemeinde Upernavik

Bis zum 1. Januar 2009 war Upernavik eine eigene Kommune, die dann in der Großkommune Avannaata Kommunia aufging. Neben der Stadt, in der 1140 Einwohner lebten, bestand die Gemeinde Upernavik aus den 10 kleineren Ansiedlungen (Einwohnerzahlen Stand 2015):

  • Upernavik Kujalleq (Süd-Upernavik): 186 Einwohner, 81 km südlich Upernaviks.
  • Kangersuatsiaq (Prøven): 166 Einwohner, 56 km südlich Upernaviks.
  • Aappilattoq: 176 Einwohner, 23 km östlich Upernaviks.
  • Tussaaq: 0 Einwohner, 33 km nördlich Upernaviks.
  • Naajaat: 48 Einwohner, 45 km nördlich Upernaviks.
  • Innaarsuit: 155 Einwohner, 55 km nördlich Upernaviks.
  • Tasiusaq: 236 Einwohner, 71 km nördlich Upernaviks.
  • Nutaarmiut: 25 Einwohner, 91 km nördlich Upernaviks.
  • Nuussuaq: 202 Einwohner, 200 km nördlich Upernaviks.
  • Kullorsuaq: 457 Einwohner, 300 km nördlich Upernaviks.

Die Kommune Upernavik erstreckte sich über eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 450 Kilometer und eine Fläche von rund 200.000 km². Sie hat zwar ein Wappen, verwendet aber keine eigene Fahne.[2]

Blick über Upernavik
Klimadiagramm von Upernavik

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau drei silberne Seelöwen um eine silberne gezähnte Scheibe in Uhrzeigerrichtung.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Städtepartnerschaft besteht zur dänischen Stadt Odense.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Upernavik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistics Greenland (Hrsg.): Greenland in Figures 2015. 2015, ISBN 978-87-998113-0-4, ISSN 1602-5709, S. 9 (stat.gl [abgerufen am 19. September 2015]).
  2. Jan Oskar Engene: Kommuneflagg i Grønland. In: Nordisk flaggkontakt, 2005, Nr. 41, S. 45.