Nephritis

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Die Nephritis (altgriechisch nephros = Niere; -itis = Entzündung; ἠ νεφριτις e nephritis = Nierenentzündung)[1] ist ein Sammelbegriff für die akuten oder chronischen entzündlichen Erkrankungen der Niere mit einem Rückgang der glomerulären Filtration. Diese Nierenkrankheiten sind oft doppelseitig und sehr schmerzhaft.[2] Heute wird zwischen der akuten tubulointerstitiellen Nephritis und den chronischen tubulointerstitiellen Nierenkrankheiten[3] unterschieden.[4][5]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darunter fallen folgende Nierenerkrankungen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph H. Major: Notes on the history of nephritis. In: Bulletin of the History of Medicine 23, 1949, S. 453–460.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ludwig August Kraus: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon, 3. Auflage, Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 657.
  2. Wilhelm Nonnenbruch: Die doppelseitigen Nierenkrankheiten, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1949.
  3. Das MSD Manual, 6. Auflage, Urban & Fischer, München, Jena 2000, ISBN 3-437-21750-X, S. 2280–2282.
  4. Gerd Harald Herold: Innere Medizin 2019, Eigenverlag, Köln 2018, ISBN 978-3-9814660-8-9, S. 624 f.
  5. Schon in der ersten Auflage von Otto Dornblüths Wörterbuch der klinischen Kunstausdrücke wurde 1894 auf Seite 86 zwischen der chronischen parenchymatösen und der chronischen interstitiellen Nephritis in Abgrenzung zur akuten Nephritis unterschieden. Die Begriffe Nephrose und Nephropathie fehlen noch. Die Nephrosen werden erstmals 1916 in der 6. Auflage erwähnt. Die Nephropathie wird erstmals 1919 in der 8. Auflage auf Seite 227 als Synonym für die Nephrosen "mit Entartung der Epithelien, ohne Entzündung" genannt. In der 9. Auflage wird ebenfalls noch 1919 der "Münchener Kliniker" Friedrich (von) Müller als Urheber (1905) des Begriffs Nephrose genannt.
  6. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage, de Gruyter, Berlin, Boston 2017, ISBN 978-3-11-049497-6, S. 1270.
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