Neubruchhausen

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52.839178.84513Koordinaten: 52° 50′ 21″ N, 8° 50′ 42″ O

Neubruchhausen
Stadt Bassum
Wappen von Neubruchhausen
Einwohner: 1193[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27211
Vorwahl: 04248
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Lage von Neubruchhausen in Bassum

Bild von Neubruchhausen

Neubruchhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bassum im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) und hat aktuell 1193 Einwohner[1]. Der Ort feierte bereits 2009 sein 750-jähriges Bestehen. Neubruchhausen war ein Flecken.

Geographie[Bearbeiten]

Neubruchhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bassum und ca. acht Kilometer östlich vom Kern der Stadt Bassum entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Benachbarte Ortsteile der Stadt Bassum sind die westlich von Neubruchhausen gelegenen Ortsteile Bramstedt, Eschenhausen und Hallstedt. Von der nördlich gelegenen Stadt Syke sind deren Ortsteile Henstedt und Jardinghausen angrenzend; von der östlich gelegenen Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen deren Ortsteil Ochtmannien, sowie von der südlich gelegenen Samtgemeinde Schwaförden die Ortsteile Menninghausen und Bensen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grafen von Neubruchhausen stammen von den Grafen von Oldenburg ab, deren zweite Linie die Grafen von Altenbruchhausen (heute Bruchhausen) bildeten.[1] Im Jahre 1259 wird der erste Graf von Neubruchhausen urkundlich erwähnt. Durch einen Verkauf fiel die Grafschaft Neubruchhausen 1384 an die Grafen von Hoya.

Im Jahre 1858 brannte ein Teil des Ortes südlich der Hache „Martfelder Ende“ ab.

Am 1. März 1974 wurde der Flecken Neubruchhausen neben zahlreichen weiteren heutigen Ortsteilen in die Stadt Bassum eingegliedert.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold (Gelb) eine aufrechte silbern (weiß) bewehrte naturfarbene Bärentatze auf einem halb mit zwei grünen Eichenzweigen, daran je zwei naturfarbene Eicheln, umkränzten Schild.“ Die Hauptsatzung gibt folgende heraldisch nicht korrekte Beschreibung: „Das Wappen des Fleckens Neubruchhausen zeigt: Eine Bärenklaue auf einem halb mit Eichenlaub umkränzten Schild.“

Die Bärentatze entstammt dem Wappen der Grafen von Hoya, die Eichenzweige symbolisieren die großen örtlichen Waldgebiete.

Politik[Bearbeiten]

In Bassum werden die Interesse der Ortschaften von Ortsvorstehern vertreten. Seit der Kommunalwahl 2011 ist Rolf Lahmeyer Ortsvorsteher von Neubruchhausen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Hinweisschild zur 25-jährigen Freundschaft zu Marolles 1997
  • 1782 Johann Dannemann
  • 1818 Johann Bolte

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1972 besteht zwischen dem TSV Neubruchhausen und dem S.C. Marolles aus Marolles-les-Braults eine enge Partnerschaft. Eine offizielle Gemeindepartnerschaft resultierte hieraus jedoch nicht, denn Marolles unterhält seit 1973 eine offizielle Partnerschaft zu Eberhahn.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Die Kinder aus Neubruchhausen und Umgebung können ortsnah zunächst den Städtischen Kindergarten, anschließend die Grundschule in Neubruchhausen besuchen.

Stromversorgung[Bearbeiten]

Der Ort feierte im Jahr 2008 ein Lichterfest, da 100 Jahre zuvor - im Jahre 1908 - der erste Strom produziert und in das örtliche Versorgungsnetz eingespeist wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Zwei Landesstraßen, die L 332 und die L 356, durchschneiden Neubruchhausen. Sie führen direkt in die Nachbarorte Heiligenfelde, Bassum, und Sudwalde.

Der nächstgelegene Bahnhof ist der in westlicher Richtung an der Strecke Bremen–Osnabrück gelegene Bahnhof Bassum.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Neubruchhausen beherbergt insgesamt 37 Baudenkmale.

siehe Liste der Baudenkmale in Bassum

Kirche[Bearbeiten]

Ein Gedenkstein erinnert an eine aus dem 17. Jahrhundert stammende Kapelle, welche 1970 abgerissen wurde. An ihre Stelle trat die neue Dreifaltigkeitskirche, die 1972 eingeweiht wurde. Sie fand ihren Platz an der historischen Stätte der Vorgängerkirche zwischen Hauptstraße und Sudwalder Straße, direkt an der Hache gelegen.

Alte Oberförsterei[Bearbeiten]

Alte Oberförsterei

Aus dem Jahr 1780/81 stammt die im Fachwerkstil erbaute Alte Oberförsterei, die nahe (östlich) an der L 356 nach Sudwalde liegt. Die Oberförsterei hat orts- und waldgeschichtliche Bedeutung: Sie war Wirkungsstätte vieler Generationen von Forstbeamten. Der bedeutendste Forstmeister war Dr. h.c. Friedrich-August Chr. Erdmann. Heute werden Räume dieses Gebäudes vermietet. Außerdem dient es dem dörflichen Gemeindeleben und für Veranstaltungen.

Scheunenviertel[Bearbeiten]

Restaurierte Scheune im Scheunenviertel

Das sogenannte Scheunenviertel liegt südlich der Nienburger Straße. Es besteht gegenwärtig aus einer Ansammlung von acht Feldscheunen und ist einzigartig in Niedersachsen.

Wassermühle[Bearbeiten]

Wassermühle Neubruchhausen

Erstmals erwähnt wird die Mühle mit Wasserkraft im Jahre 1609. Der heutige Fachwerkteil stammt aus dem Jahre 1730 und das stuckverzierte Wohngebäude u.a. ca. aus dem 19. Jahrhundert. Das Wasser des Baches Hache wurde in dem ca. 4000 m² großen Mühlenteich gestaut. 1974 wurde der Betrieb eingestellt.

Natur[Bearbeiten]

Das Umfeld der Oberförsterei eignet sich zum Spazieren gehen. Ein Fußgängerweg führt durch den Auwald an der Hache, ein Naturschutzgebiet, in dem die Frühblüher Buschwindröschen, Scharbockskraut und das Milzkraut im April blühen. Allerdings trennt eine Verbindungsstraße (die L 356), über die auch Kinder der Grundschule Neubruchhausen gehen müssen, den Wald von dem alten Gemäuer.

Nördlich von Neubruchhausen liegt das 180 ha große Naturschutzgebiet Hachetal und südlich das 78 ha große Naturschutzgebiet Freidorfer Hachetal.

Vereine[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der örtliche Sportverein ist der TSV Neubruchhausen. Die Schachsparte des TSV trägt ihre Spiele in der Alten Oberförsterei aus.

Allgemein[Bearbeiten]

  • Heimatverein Neubruchhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Neubruchhausen
  • Gemischter Chor von 1919
  • Förderverein Grundschule Neubruchhausen
  • Reichsbund Neubruchhausen
  • Maschinengemeinschaft Freidorf
  • Hachetoler Plattsnuten
  • Schützenverein Neubruchhausen
  • DRK Ortsverein Neubruchhausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sigrun Reimer: Die Kirchen- und Schulgeschichte des Fleckens Neubruchhausen. (Hrsg.: Ev.-luth. Kirchengemeinde Sudwalde-Neubruchhausen), Neubruchhausen 1985/87, 56 S. m. zahlr. Abb.
  • Joachim Kroll: TSV Neubruchhausen e.V. 1912. Die Geschichte eines Sportvereins. Chronik und Bildband. (Hrsg.: TSV Neubruchhausen von 1912 e.V.), Bassum-Neubruchhausen 1987, 128 S. m. zahlr. Abb.
  • Neubruchhausen. In: Helmut Behrens, Walter Brackland u. Harald Focke: Bassum in den Fünfzigern. Bassum 1990, 107 S. m. zahlr. Abb.
  • Heinrich Gade: Historisch-geographisch-statistische Beschreibung der Grafschaften Hoya und Diepholz. Nienburg 1901
  • Königlich Großbritannisch-Hannoverscher Staats-Kalender auf das Jahr 1818. Lauenburg 1818
  • Königlich Großbritannisch und Chur-Fürstl. Braunschweig-Lüneburgischer Staatskalender auf das Jahr 1782. 1782

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Allgemeine Ortsinformationen auf der Homepage von Bassum-Neubruchhausen
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neubruchhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien