Neuekrug (Diesdorf)

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Neuekrug
Flecken Diesdorf
Koordinaten: 52° 46′ 28″ N, 10° 48′ 0″ O
Höhe: 76 m ü. NHN
Fläche: 17,97 km²
Einwohner: 17 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 03902
Neuekrug (Sachsen-Anhalt)
Neuekrug

Lage von Neuekrug in Sachsen-Anhalt

Neuekrug ist ein Ortsteil des Fleckens Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Straßendorf Neuekrug liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich von Diesdorf und 25 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Salzwedel. Im Osten des Dorfes entspringt die Dumme, die ab Dähre den Namen Salzwedeler Dumme führt. Im Westen entspringt die Ise.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Dorf wurde erstmals 1745 als Neue Krug erwähnt, ein Krug mit einer Windmühle, der zu Reddigau gehörte. Im Jahre 1833 wurde ein Vorwerk mit Mühle, in den Jahren 1871 und 1885 eine Kolonie Neuekrug (Wohnplatz von Reddigau) genannt. Im Jahr 1931 ist die „Kolonie Neue Krug“[3] dann ein Wohnplatz von Höddelsen.

Die Windmühle stand südlich des Dorfes[4] auf einem etwa 90 Meter hohen namenlosen Berg.

Im Jahre 1955 wurde die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III die LPG „Neues Leben“ gegründet.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 schlossen sich die Gemeinden Höddelsen und Reddigau aus dem Landkreis Salzwedel zu einer neuen Gemeinde Neuekrug zusammen, die am 25. Juli 1952 in den Kreis Salzwedel umgegliedert wurde. Am 1. Juli 1994 kam sie zum Altmarkkreis Salzwedel.[6]

Bis Ende 2009 war die Gemeinde Neuekrug mit ihren Ortsteilen Höddelsen, Neuekrug und Reddigau (mit den Ortslagen Reddigau-Ort und Reddigau-West) Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf.

Der Gemeinderat der Gemeinde Neuekrug beschloss, um einer drohenden Zwangszuordnung zuvorzukommen, am 13. Mai 2009 einen Gebietsänderungsvertrag, sodass die Gemeinde gegen ihren eigentlichen Willen in den Flecken Diesdorf eingemeindet wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[7][8]

Mit der Eingemeindung der Gemeinde Neuekrug in die Gemeinde Flecken Diesdorf am 1. Januar 2010 kamen die Ortsteile Höddelsen, Neuekrug und Reddigau zu Diesdorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnplatz Neuekrug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1774 04
1789 08
1801 12
1798 12
Jahr Einwohner
1818 04
1871 60
1885 74

Gemeinde Neuekrug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1964 400
1971 324
1981 227
Jahr Einwohner
1993 183
2006 192
2008 185

Ortsteil Neuekrug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2015 20
2018 17

Quellen:[5][1] und andere

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter Bürgermeister war Udo Riechmann.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Neuekrug gehören zur Kirchengemeinde Diesdorf, die zur Pfarrei Diesdorf gehörte[9] und die jetzt zum Pfarrbereich Diesdorf[10] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gehört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen VIII – Provinz Sachsen, Band VIII. 1931, S. 84, Nr. 68.
  4. Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil II/IV: Blatt 238: Uelzen. Preußisches Statistisches Landesamt, 1906, abgerufen am 25. Februar 2018.
  5. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1543–1544.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 359, 361.
  7. Amtsblatt des Landkreises Nr. 7 (Sonderamtsblatt 2)/2009 Seite 205–207 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  8. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  9. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 97 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  10. Pfarrbereich Diesdorf. Abgerufen am 25. Februar 2018.