Niedermotzing

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Niedermotzing
Gemeinde Aholfing
Koordinaten: 48° 55′ 32″ N, 12° 30′ 8″ O
Höhe: 322 m ü. NHN
Einwohner: 233 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Niedermotzing (Bayern)
Niedermotzing

Lage von Niedermotzing in Bayern

Die Pfarrkirche St. Bartholomäus
Die Pfarrkirche St. Bartholomäus

Niedermotzing ist ein Ortsteil der Gemeinde Aholfing im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Bis 1975 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf Niedermotzing liegt an der Donau etwa zwei Kilometer südöstlich von Aholfing. Von dem etwas nördlicher gelegenen Obermotzing wird es durch die Alte Laber getrennt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühen Motzing-Nennungen vom 9. bis zum 12. Jahrhundert beziehen sich vermutlich bereits auf Niedermotzing. Aufgrund einer Regelung im Jahr 1503 zwischen dem Regensburger Bischof Ruprecht und dem bayerischen Herzog Albrecht IV. hatte das Hochstift Regensburg über die bischöfliche Herrschaft Wörth in Niedermotzing die einzige Hochgerichtsenklave im Landgericht Straubing. Verwaltungsmäßig war es Teil der Obmannschaft Obmannschaft Dürnhart.

Diese Regelung bestand bis zur allgemeinen Neuordnung Anfang des 19. Jahrhunderts. 1808 kam Niedermotzing zum Steuerdistrikt Aholfing. Nach dem Kataster aus diesem Jahr hatte es dreißig Anwesen. Als „Untermotzing“ wurde die ehemalige hochstiftliche Gerichtsenklave 1811 dem Landgericht Straubing unterstellt. Im Zuge der Gemeindebildung kam Niedermotzing 1821 zur Gemeinde Aholfing. Damals gab es auch eine Schule in Niedermotzing.

1831 wurde der Ortsteil Niedermotzing eine selbstständige Gemeinde. 1946 wechselte aus der Gemeinde Atting die Einöde Landstorf zur Gemeinde Niedermotzing.[2] 1975 wurde die Gemeinde Niedermotzing im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Aholfing eingemeindet. 1987 hatte Niedermotzing 233 Einwohner.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Bartholomäus. Sie wurde 1722 erbaut; die Sakristei und der Turm sind spätgotisch.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Niedermotzing
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Ober-/Niedermotzing
  • Schützenverein "Jagabluat" Motzing
  • SKC Motzing (Kegelverein)
  • SV Motzing. Er wurde 1946 gegründet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niedermotzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 232 (Digitalisat).
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 70–71, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnoten 1 und 4).