Nikolaus von Oldenburg

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Erbgroßherzog Nikolaus, etwa 1910

Nikolaus Friedrich Wilhelm von Oldenburg (* 10. August 1897 in Oldenburg; † 3. April 1970 in Rastede) war bis 1918 der letzte Erbgroßherzog des Großherzogtums Oldenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des Großherzogs Friedrich August von Oldenburg und dessen zweiter Gemahlin Elisabeth, geborene Herzogin zu Mecklenburg. Er diente im Oldenburgischen Dragoner-Regiment Nr. 19.[1] Mit der Abdankung seines Vaters als Großherzog am 11. November 1918 im Zuge der Novemberrevolution verlor Nikolaus seinen Status als Thronerbe. Vom Tod seines Vaters am 24. Februar 1931 bis zu seinem Tode war Nikolaus Oberhaupt des Hauses Oldenburg.

Nikolaus heiratete am 26. Oktober 1921 in Arolsen Helene (1899–1948), eine Tochter von Friedrich Fürst zu Waldeck und Pyrmont. Nach deren Tod im Jahre 1948 ehelichte er in zweiter Ehe am 20. September 1950 Anne-Marie von Schutzbar gen. Milchling, geschiedene Gräfin Bernstorff (1903–1991). Seiner ersten Ehe entstammten sechs Söhne und drei Töchter, darunter der älteste Sohn, Anton Günther (1923–2014), und Eilika Fürstin zu Leiningen (1928–2016) sowie das Zwillingsbrüderpaar Huno und Johann (* 1940). Die zweite Ehe blieb kinderlos. Eine Enkelin ist die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch.

Nikolaus von Oldenburg war Mitglied der NSDAP und der SA. Als SA-Standartenführer kommandierte er die SA-Reiterstandarte 14. Daneben war er Major der Reserve im Heer.

Am 2. Juni 1941 schrieb er an Heinrich Himmler in einem Brief: „Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich kurz wissen lassen würden, ob grundsätzlich die Möglichkeit des Ankaufs größerer Güter im Osten nach Kriegsende für mich gegeben sein wird“.[2]

Nikolaus von Oldenburg verstarb am 3. April 1970 in Rastede im Alter von 72 Jahren und wurde im Mausoleum seiner Familie auf dem Gertrudenfriedhof (Oldenburg) beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nikolaus Erbgroßherzog von Oldenburg im Munzinger-Archiv, abgerufen am in: Internationales Biographisches Archiv 23/1970 vom 25. Mai 1970 (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Alexander vom Hofe: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, Vierprinzen S.L., Madrid 2006, ISBN 84-609-8523-7, S. 80 (PDF)
  • Christian Ludwig von Mecklenburg: Erzählungen aus meinem Leben. 3. Auflage. Stock und Stein, Schwerin 1998.
  • Stephan Malinowski: Vom König zum Führer. Deutscher Adel und Nationalsozialismus. Fischer Taschenbuch Verlag, 2010, S. 431, 497.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander vom Hofe: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, Vierprinzen S.L., Madrid 2006, S. 80.
  2. http://www.taz.de/Das-Haus-Oldenburg-und-die-Nazis/!5359430/