Oberösterreich Tourismus

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Oberösterreich Tourismus (Landestourismusorganisation)
Zweck: Förderung des Tourismus und der Freizeitwirtschaft in Oberösterreich
Vorsitz: Andreas Winkelhofer (Geschäftsführer)
Gründungsdatum: 1990
Mitgliederzahl: ca. 28.000 Beitragszahler, 104 Tourismusverbände, 214 Gemeinden
Sitz: Linz
Website: www.oberoesterreich.at, www.oberoesterreich-tourismus.at

Oberösterreich Tourismus ist die öffentlich-rechtliche Institution, die als Dienstleistungsorganisation für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft im Bundesland Oberösterreich tätig ist (Landestourismusorganisation, LTO). Sie koordiniert das Tourismusmarketing und unterstützt touristische Verbände und Organisationen in Oberösterreich. In ihr sind rechtlich die Tourismusverbände des Landes zusammengeschlossen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rechtlichen Grundlagen sind im Oö Tourismus-Gesetz von 1990 geregelt.[1] Organisiert ist der Oberösterreich Tourismus als Verein, ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts[2] und untersteht dem Amt der Oberösterreichischen Landesregierung.

In der Landestourismusorganisation sind die Tourismusverbände des Landes zusammengeschlossen,[2] sie hat 28.000 Beitragszahler, 104 Tourismusverbände und 214 Tourismusgemeinden.[3]

Die Geschäftsführung hat zurzeit (2016) Andreas Winkelhofer inne.

Generalversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Generalversammlung gibt die Leitlinien für den Oberösterreich Tourismus vor. Sie bestimmt den Geschäftsführer auf vier Jahre und genehmigt das Landestourismuskonzept (Kursbuch Tourismus Oberösterreich).(1) Die Generalversammlung besteht aus dem für Tourismus zuständigen Landesrat für die Landesregierung, Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien, Vertretern aus dem Kreis der beitragspflichtigen Mitglieder der Tourismusverbände und dem Vorsitzenden des Landes-Tourismusrates.

Landes-Tourismusrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wesentlichen Aufgaben des Tourismusrates zählen die Erstellung des Landestourismuskonzeptes, die Genehmigung des Jahresberichtes und die Überwachung der Gebarung. Der Landes-Tourismusrat setzt sich zusammen aus von den regionalen Tourismuskonferenzen gewählten Vertretern, einem Vertreter des Tourismusverbandes Linz, einem Vertreter des Tourismusverbandes Wels, Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien, der Wirtschaftskammer Oberösterreich, der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Oberösterreich, der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich und Vertretern der Landesregierung.

Operative Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenstand des Unternehmens ist:

„Die allgemeine Förderung des Tourismus und der Freizeitwirtschaft in Oberösterreich, insbesondere des Tourismusmarketing, der Tourismusentwicklung, der Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter in den Tourismusorganisationen und sonstiger dem Tourismus und der Freizeitwirtschaft dienender Maßnahmen.“

Der Oberösterreich Tourismus ist eine reine Dienstleistungsorganisation für die Tourismuswirtschaft. Die Aufgaben der Organisation sind:

  • Entwicklung, Durchführung und Anregung geeigneter Marketingmaßnahmen für das Tourismusland Oberösterreich
  • Beratung der Tourismusverbände auf Basis der aus der Marktforschung erkennbaren Tourismusentwicklung
  • Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter in den Tourismusverbänden
  • Interessentenbeitragsstelle

Wichtige Partner sind die fünf Markendestinationen Donau Oberösterreich, Linz, Mühlviertel, Pyhrn-Priel und Salzkammergut sowie die Tourismusverbände des Landes.[4] Der Verein betreibt zusammen mit der Johannes Kepler Universität die Akademie für Tourismus-Management, die zum Studium MBA Tourismusmanagement hinführt.[5] Außerdem führt er „Oberösterreich“ als touristische Marke.[6]

Tochterfirmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Unternehmen sind:

  • Oberösterreich Tourismus GmbH - Entwicklung und Vermarktung touristischer Dienstleistungen [7]
  • OÖ. Touristik GmbH – Führung eines Incoming-Reisebüros [8]
  • TTG Tourismus Technologie GmbH – Entwicklung, Betrieb und Vertrieb von Informations-, Kommunikations- und Vertriebssystemen sowie Erwerbung und Vergabe von Lizenzen, OÖ Tourismus Informationen, Tourismus Technologie Kompetenz-Zentrum[9]

Interessentenbeitragsstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OsterreichÖsterreich  Interessentenbeitragsstelle
Österreichische Behörde
Staatliche Ebene Land
Stellung der Behörde nachgeordnete Dienststelle
Aufsicht Oö. Landesregierung
Gründung 1990
Hauptsitz Linz
Behörden­leitung Walter Baumgartner

Die Interessentenbeitragsstelle[3] ist eine beim Land Oberösterreich eingerichtete Beitragsbehörde. Sie ist eine der Oö. Landesregierung unmittelbar nachgeordnete Behörde, und bildet hinsichtlich ihrer Geschäftsgebarung nach außen eine selbstständige Behörde.[10]

Sie hebt die Tourismusbeiträge der Tourismusverbände (Einzelgemeinden und Tourismusregionen) ein, wie sie gesetzlich geregelt sind. Die Beträge entsprechen einer Kurtaxe/Ortstaxe für das Land, und finanzieren die Arbeit auf Landesebene. Die Interessentenbeiträge liegen jährlich bei etwa 8 Millionen Euro.[3]

Der Behördenleiter wird von der Landesregierung bestellt, die Mitarbeiter und Sacherfordernisse werden von der Landes-Tourismusorganisation bereitgestellt. Sie ist im Haus der Oberösterreich Tourismus in Linz angesiedelt.

Tourismusstrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberösterreich wurde das Kursbuch Tourismus Oberösterreich 2011 bis 2016(1) als Strategie zur touristischen Weiterentwicklung und Vermarktung Oberösterreichs im Sinne einer Marke als Tourismusdestination erarbeitet. Es ist die erste österreichische Landestourismusstrategie, die gemeinsam von Land, Wirtschaftskammer und Landes-Tourismusorganisation erarbeitet, getragen und umgesetzt wird.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziele der Tourismusstrategie sind unter anderem:

  • Steigerung des relativen Wertschöpfungsanteils des Sektors am oberösterreichischen Bruttoregionalprodukt von derzeit rund 14,5 Prozent
  • Steigerung der Anzahl der Beschäftigten im Tourismus
  • Verbesserung der betrieblichen Struktur durch Erhöhung der durchschnittlichen Bettenanzahl je Betrieb
  • Steigerung der Gästeankünfte
  • Schaffung schlagkräftiger, effizienter Organisationsstrukturen
  • Positionierung des Tourismus als attraktiver Arbeitgeber, vor allem im ländlichen Raum
  • Professionalisierung und Know-how-Aufbau im Gesamtsystem durch koordinierte Aus- und Weiterbildung sowie Wissensmanagement
  • Integration der Prinzipien Nachhaltigkeit, Erhalt von Natur und Umwelt, E-Mobilität und Barrierefreiheit in die touristische (Produkt-)Entwicklung

Innovationsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstück des Kursbuches sind Innovationsfelder, die zum einen marketingstrategische Grundsätze und zum anderen Ansätze zur Professionalisierung der Tourismuswirtschaft beinhalten. Die oberösterreichische Markenstrategie differenziert künftig zwischen Marken-Destinationen und Regionsnamen. Dazu wurde 2011 ein Prozess zur Identifizierung und Qualifizierung von Marken-Destinationen initiiert und wird 2012 ein Markenvertiefungsprozess mit den Destinationen Salzkammergut, Linz und Donau stattfinden. Zudem werden die bisherigen Tourismusthemen zu den Motivbündeln Bewegung & Naturerlebnis, Gesundheit & Wellness, Ausflug, Geschäftstourismus, Kultur & Städte und Sonderinitiativen verknüpft. Diese Repräsentieren die typischen Stärkefelder des Landes (Bergregionen, Nationalpark und Seengebiet, Thermen und Heilbäder, Linz und die alten Kleinstädte, und ähnliches).

Der Heimatmarkt Österreich und internationale Nahmärkte (Deutschland, Tschechien) stehen für Oberösterreich im Fokus der Marktbearbeitung. Im Zuge der Internationalisierungsstrategie werden Spot-Märkte nur in Kooperation mit Partnern (z.B. Österreich Werbung, Incoming-Reisebüros) und durch Bündelung der Marketingbudgets bearbeitet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abschnitt 2. Landes-Tourismusorganisation §§ 22–27 Oö. Tourismus-Gesetz 1990, StF: LGBl.Nr. 81/1989, i.d.g.F (ris.bka)
  2. a b gem. § 22 ff. Oö. Tourismus-Gesetz 1990 i.d.g.F
  3. a b c [1], oberoesterreich-tourismus.at
  4. [2], Karte, Stand 2016 (pdf, oberoesterreich-tourismus.at; 217 kB)
  5. [3], oberoesterreich-tourismus.at
  6. so betreibt er die Webseite www.oberoesterreich.at; vergl. dazu
    [4], oberoesterreich-tourismus.at;
    Lit. Kursbuch Tourismus Oberösterreich 2011 bis 2016, Abschnitt 4.1. Markenstrategie, S. 37 ff – zur „Marke Oberösterreich“.
  7. [5]
  8. Webseite der OÖ. Touristik
    Firma OÖ. Touristik GmbH. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  9. Webseite der TTG Tourismus Technologie
    Firma TTG Tourismus Technologie GmbH. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  10. Lit. Tourismus – Organisation Oberösterreich, S. 34 ff;
    § 27 Interessentenbeitragsstelle, Oö. Tourismus-Gesetz 1990, i.d.g.F

Koordinaten: 48° 19′ 18″ N, 14° 17′ 31″ O