Olaf Kühl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Olaf Kühl, Frankfurter Buchmesse 2013

Olaf Kühl (* 1955 in Sanderbusch) ist ein deutscher Slawist, Übersetzer und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühl studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin. Seit 1996 arbeitet er als Russlandreferent des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Er übersetzt literarische Werke aus dem Polnischen und dem Russischen und wurde 2005 für sein polnisch-deutsches Übersetzungswerk mit dem Karl-Dedecius-Preis geehrt. 2011 legte er seinen Debütroman Tote Tiere vor. Für seinen zweiten Roman Der wahre Sohn wurde er 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert, 2016 wurde seine Übersetzung des Romans Drach von Szczepan Twardoch zusammen mit dem Werk selbst mit dem Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis ausgezeichnet.

„Olaf Kühl hat Großartiges geleistet. Er hat den oberschlesischen Dialekt gewissermaßen synthetisiert, indem er ihn in das uns ... nähere und hierzulande verständlichere Niederschlesisch transportierte. Jedes Wort musste recherchiert, jeder Satz auf den authentischen Klang geprüft werden. „Drach“ stellt Übersetzer darüber hinaus vor multiple Herausforderungen:  eine verknappte, zuweilen karstige, von Staccato durchsetzte Diktion, Handlungssequenzen, die sich atemlos in einem Absatz zwischen Jahrzehnten und Jahrhunderten hin- und her bewegen, Sätze, gespickt mit Details aus dem Bergbau, der Waffen- und der Automobilkunde, denn die Helden, das sei ganz wertfrei angemerkt, sind überwiegend Männer. Entstanden ist eine vielschichtige Textlandschaft, in der die Geschichte Oberschlesiens in einem unverwechselbaren Sound widerhallt.“

Weitere Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]