Szczepan Twardoch

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Szczepan Twardoch (2012)

Szczepan Twardoch (geboren 23. Dezember 1979 in Pilchowice) ist ein polnischer Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Twardochs Vorfahren sind seit 350 Jahren in Oberschlesien nachweisbar.[1] Er selbst kam in Żernica, einem Ortsteil der Gemeinde Pilchowice im Westen der heutigen Woiwodschaft Schlesien zur Welt und studierte nach dem Abitur Soziologie sowie Philosophie an der Schlesischen Universität in Katowice. Twardoch hat mehrere Romane veröffentlicht und erzielte mit Morfina 2012 den Durchbruch bei den polnischen Lesern. 2012 erhielt er den Literaturpreis „Paszport Polityki“[2], 2013 den „Nike“-Publikumspreis und 2015 den Kościelski-Preis. 2016 wurden sein Roman Drach und dessen Übersetzung durch Olaf Kühl mit dem Literatur- und Übersetzerpreis „Brücke Berlin“ ausgezeichnet. 2019 erhielt Szczepan Twardoch den Samuel-Bogumil-Linde-Preis.

Für den im Warschau der Zwischenkriegsjahre handelnden Roman Der Boxer holte er sich bei seinen Recherchen Hilfe bei der Jiddisch-Expertin Ewa Geller.[1][3]

Twardoch zählt sich zur Minderheit der (polnischen) Schlesier und pflegt in seiner Familie die schlesische Sprache.[1] Der Roman Drach soll 2018 auch in schlesischer Übersetzung erscheinen, obwohl die Schriftsprache noch wenig normiert ist.[1]

Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Pilchowice.[4] Laut der taz ist er "der bekannteste zeitgenössische Schriftsteller seines Landes".[5] Seine Popularität in Polen verdankt er auch der Tatsache, dass er das Gesicht einer Mercedes-Benz-Werbekampagne war.[6]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Królestwo. Krakau: Wydawnictwo Literackie, 2018
  • Król. Krakau: Wydawnictwo Literackie 2017.
  • Lepiej byś tam umarł. Gespräch mit Mamed Khalidov. W.A.B., 2017
  • Wieloryby i ćmy. Krakau: Wydawnictwo Literackie 2015.
  • Drach. Krakau: Wydawnictwo Literackie 2014.
  • Morfina. Krakau: Wydawnictwo Literackie, 2012.
  • Tak jest dobrze. Warschau: Powergraph, 2011.
  • Wieczny Grunwald, powieść zza końca czasów. Warschau: Narodowe Centrum Kultury, 2010.
  • Epifania wikarego Trzaski. Breslau: Wydawnictwo Dolnośląskie, 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Szczepan Twardoch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Richard Kämmerlings: „Gewalt ist nichts Exotisches“, Interview, in: Die Literarische Welt, 3. Februar 2018, S. 27
  2. Die Sprache in mir, Neue Zürcher Zeitung, 2. Juni 2014, S. 31
  3. Ewa Geller: Warschauer Jiddisch. Tübingen : Niemeyer, 2001 ISBN 3-484-23146-7
  4. taz, 17./18. Februar 2018, S. 12.
  5. taz, 17./18. Februar 2018, S. 12.
  6. taz, 17./18. Februar 2018, S. 12.