Orafol

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ORAFOL

Rechtsform GmbH
Gründung 1808
Sitz Oranienburg, Deutschland Deutschland
Leitung Holger Loclair, Klaus Schmidbaur[1]
Mitarbeiterzahl 1000 (2018)
Website www.orafol.com

Orafol (Eigenschreibweise: ORAFOL) ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Stammsitz im brandenburgischen Oranienburg. Hauptgeschäftsfelder sind grafische Produkte, selbstklebende reflektierende Folien und Industrieklebebänder. Neben dem Stammsitz existieren Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in Nordamerika (USA, Kanada), in der Türkei, in Südafrika, in Asien (Japan, China, Taiwan, Indien) und in Australien.

Aktuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stammsitz in Oranienburg firmiert als ORAFOL EUROPE GmbH. An ihm sind ungefähr 940 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt arbeiten weitere rund 950 Mitarbeiter an ausländischen Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in Istanbul (ORAFOL Turkey AS), in Black Creek, USA (ORAFOL Americas Inc.), in Avon, USA (ORAFOL Americas Inc.), in West Henrietta, USA (ORAFOL Precision Technology Solution), in Oakville (ORAFOL Kanada Inc.), in Tokio (ORAFOL Japan Inc.), in Xiamen, (ORAFOL Reflective Solutions China Inc.), in Taipeh (ORAFOL Reflective Solutions Taiwan Inc.), in Johannesburg, Südafrika (ORAFOL Safety Systems LTD), in Brisbane (ORAFOL Australia LTD) und in New Delhi (ORAFOL India PVT LTD).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer des heutigen Unternehmens war die 1808 in der damals preußischen Hauptstadt Berlin gegründete Wibelitz-Farbenwerkstatt. Diese war, zu diesem Zeitpunkt, Alleinhersteller von Poststempelfarben für das gesamte Königreich Preußen. Im Jahre 1919 verlegte das Unternehmen seinen Sitz nach Oranienburg, in die heutige Krebststraße. 1957 wurde das Unternehmen erst teilverstaatlicht und in Hanalin KG umbenannt. Aber schon 1972 erfolgte die vollständige Übernahme durch den Staat als VEB Spezialfarben Oranienburg. Schon zu dieser Zeit stellte das Unternehmen selbstklebende Reflexfolien für Verkehrsschilder unter der Markenbezeichnung MIKROLUX und andere Produkte unter ORACAL her. Nach der politischen Wende in der DDR ändert das Unternehmen, noch vor der Privatisierung seinen Namen in ORAFOL Klebetechnik. Im Jahre 1991 erfolgte dann durch die Treuhandanstalt die Privatisierung. Ab 1995 entstand der Firmensitz in der heutigen Orafolstraße in Oranienburg. Der alte Standort wurde aufgegeben. Nach dem Zusammenschluss der ORAFOL Klebetechnik GmbH mit der Transatlantic H. Bernhardt GmbH im Jahre 2005 firmiert das Unternehmen als ORAFOL EUROPE GmbH. Seit der Inbetriebnahme des ersten Produktionsgebäudes wuchs der Stammsitz stetig weiter, so dass hier 2016 um die 800 Mitarbeiter beschäftigt waren. Durch eine weitere Erweiterung hat sich die Zahl der Mitarbeiter am Standort bis 2018 auf 1000 erhöht.[2] Im Januar 2022 kündigte Orafol an 150 Millionen Euro in die Erweiterung des Stammsitzes in Oranienburg zu investieren. Bis 2024 sollen zwei neue Produktionshallen mit je 15.000 m² errichtet werden. Das Unternehmen wird seit 1987 durch Holger Loclair geführt, der aber schon seit 1977 dem Unternehmen angehört.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. Friedhelm Brennecke: Orafol baut Standort weiter aus. In: Märkische Onlinezeitung. 13. April 2015 (moz.de).
  3. 25 Millionen Euro für neues Verwaltungsgebäude – Orafol baut Hauptquartier in Oranienburg aus. In: Märkische Allgemeine Zeitung. 7. Januar 2016, abgerufen am 20. November 2016.