Otto Schmidt (General, 1845)

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Otto Schmidt (* 16. April 1845 in Kassel; † 5. Februar 1903 in Eldingen) war königlich preußischer Generalleutnant und zuletzt Kommandeur der 65. Infanterie-Brigade.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der Oberstleutnant N.N. Schmidt und dessen Ehefrau Wilhelmine von Loßberg, eine Tochter des Ministers Friedrich Wilhelm von Loßberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er erhielt seine Schulbildung auf dem Gymnasium in Kassel und dann im kurhessischen Kadettenkorps. Nach seinem Abschluss kam er am 31. Mai 1864 als Fähnrich in das 3. Infanterieregiment. Von dort wurde er am 11. September 1864 als Leutnant in das 1. Infanterieregiment versetzt. Mit dem Regiment nahm er am Deutschen Krieg gegen Preußen teil. Nach dem verlorenen Krieg wurde das Kurfürstentum von Preußen annektiert. Die kurhessische Armee wurde aufgelöst. Schmidt wechselte am 30. Oktober 1866 in die Preußische Armee und kam in das 81. Infanterieregiment. Von 1. Juni 1867 bis zum 1. Februar 1871 war er Bataillonsadjutant im Regiment

Während des Deutsch-Französischen Krieges nahm an den Belagerungen von Metz, Diedenhofen und Mezieres teil. Ferner kämpfte er in Noisseville und den Gefechten bei Chieulles, Peltre und Bellevue. In dieser Zeit wurde er am 28. Oktober 1870 zum Premier-Lieutenant befördert.

Nach dem Krieg war er vom 21. Januar 1872 bis zum 30. September 1876 Regimentsadjutant und am 21. November 1876 zum überzähligen Hauptmann befördert, am 10. Februar 1877 erhielt er dann eine Kompanie. Von 11. Dezember 1879 bis 16. Juni 1887 war er Adjutant beim Generalkommando des XI. Armeekorps. In dieser Zeit wurde er unter Belassung seiner Stellung am 18. April 1882 in das 72. Infanterieregiment versetzt. Sein Patent wurde am 15. Februar 1885 auf den 21. November 1875 vordatiert; am 20. Februar 1886 wurde er dann zum überzähligen Major ernannt. Als solcher kam er am 16. Juli 1887 als Bataillonskommandeur in das 1. Schlesische Grenadierregiment. Von dort wurde er dann am 18. April 1891 als etatmäßiger Stabsoffizier in das 116. Infanterieregiment versetzt. Im Mai wurde er dort zum Oberstleutnant befördert und am 14. Mai 1894 als Oberst und Kommandeur in das 29. Infanterieregiment versetzt. Anschließend kam er am 17. Juni 1897 mit der Führung der 65. Infanterie-Brigade beauftragt und dazu a la suite des Regiments gestellt. Dort stieg er am 20. Juni 1897 zum Generalmajor auf und wurde als Brigadekommandeur bestätigt. Am 16. Juni 1900 erhielt er den erbetenen Abschied und mit dem Charakter als Generalleutnant ausgezeichnet.

Er lebte danach in Frankfurt am Main und starb am 5. Februar 1903 in Eldingen bei Celle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]