Pädagogische Hochschule Bern

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Pädagogische Hochschule Bern
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Gründung 1. September 2005
Trägerschaft staatlich: Kanton Bern
Ort Bern
Rektor Martin Schäfer
Studenten 2'478 (Stand 2015)[1]
Mitarbeiter 1'106 (Stand 2015)[2]
Website http://www.phbern.ch

Die Pädagogische Hochschule Bern (PHBern; engl.: Bern University of Teacher Education) ist die Ausbildungsstätte für Lehrer im Schweizer Kanton Bern. Sie ist seit dem 1. September 2005 operativ tätig und entstand durch die Zusammenlegung verschiedener Institutionen der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Neben Aus- und Weiterbildung betreibt die PHBern Forschung und Entwicklung sowie Medienbildung und bietet Dienstleistungen an. Mit rund 2'500 Studierenden[1] (Stand 2015) ist die PHBern die drittgrösste Pädagogische Hochschule der Schweiz.

Ausbildung an der PHBern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PHBern bildet Lehrpersonen für alle Stufen der Volksschule sowie für die Sekundarstufe II aus. Zudem bildet sie Heilpädagogen aus. Die Diplome der PHBern sind EDK-anerkannt und damit schweizweit gültig.

Die Bibliothek der Universität Bern und der PHBern im Hochschulzentrum von Roll, Fabrikstrasse 8

Gemeinsam mit der Universität Bern bietet die PHBern zudem den Joint Master Studiengang Fachdidaktik Sport an.[3]

Folgende Studiengänge bietet die PHBern an:

  • Bachelorstudiengang Vorschulstufe und Primarstufe
  • Masterstudiengang S1 (Sekundarstufe I)
  • Masterstudiengang S1+ (Sekundarstufe I mit Erweiterung in Heilpädagogik)
  • Fachdiplom Sekundarstufe I
  • Lehrdiplom Heilpädagogik
  • Lehrdiplom Sekundarstufe II
  • Joint Master Fachdidaktik Sport (in Zusammenarbeit mit der Universität Bern)

Je nach Studiengang gelten unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Die PHBern führt eigene Vorbereitungskurse bzw. Aufnahmeprüfungen durch, um Personen ohne gymnasiale Maturität an ein Studium heranzuführen.[4]

Forschung an der PHBern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den zentralen Aufgaben der PHBern gehören auch Forschung, Entwicklung und Evaluation. Ziel ist die Verknüpfung von Forschung, Lehre und Schulpraxis. Die Ergebnisse der Forschungs-, Entwicklungs- und Evaluationsprojekte unterstützen die Schul- und Unterrichtspraxis und helfen mit, die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zu verbessern. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte finden an allen Instituten statt und werden vom Institut für Forschung, Entwicklung und Evaluation koordiniert.[5]

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden mit Geldern der PHBern oder über Drittmittel finanziert. Zudem führt die PHBern Auftragsforschung und Evaluationen für Dritte durch. Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit sowie der Berufspraxis durch verschiedene Veranstaltungsformate[6] und durch die Publikationsreihe Beiträge für die Praxis[7] zugänglich gemacht.

Aufbau und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pädagogische Hochschule Bern wird finanziell vom Kanton Bern getragen, ist strategisch und operativ jedoch eigenständig. Der Kanton gibt Umfang und Form des Angebots vor. Zum Grundauftrag der PHBern gehören neben der Ausbildung von Lehrpersonen die Bereiche „Forschung und Entwicklung“, „Weiterbildung“ sowie der Bereich „Medienbildung“.

Strategisches Führungsorgan der PHBern ist der Schulrat.[8] Der Rektor ist für die Umsetzung der Strategie sowie für den operativen Betrieb der PHBern verantwortlich. Unterstützt wird er dabei vom Rektorat.

Die PHBern besteht aus den folgenden Instituten:

  • Institut Vorschulstufe und Primarstufe
  • Institut Sekundarstufe I
  • Institut Sekundarstufe II
  • Institut für Heilpädagogik
  • Institut für Weiterbildung und Medienbildung
  • Institut für Forschung, Entwicklung und Evaluation

Der PHBern angegliedert ist zudem das private Institut für Vorschulstufe und Primarstufe NMS.

Studierenden- und Mitarbeitendenzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2015 waren 2'478 Studierende an der PHBern eingeschrieben, davon 758 (31 %) Männer.[1] Ende 2015 teilten sich 1'106 Mitarbeiter 433 Vollzeitstellen.[2]

Im Studienjahr 2015/2016 wurden 825 Lehrdiplome verliehen. Zudem wurden 35‘946 Weiterbildungsteilnehmende gezählt.[9]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mediothek der PHBern am Helvetiaplatz 2

Die PHBern ist auf drei Standorte in der Stadt Bern verteilt.

Auf dem Areal des Hochschulzentrums vonRoll im Länggassquartier befinden sich alle Institute der Lehrerbildung sowie das Institut für Forschung, Entwicklung und Evaluation.

Am Helvetiaplatz befindet sich die Mediothek der PHBern. An der Weltistrasse 40 am Ostring finden die Weiterbildungen der PHBern statt.

Jubiläumsjahr 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 beging die PHBern ihr zehnjähriges Jubiläum. In einer Reihe von Anlässen gab sie ihren Anspruchsgruppen und der Öffentlichkeit Einblick in ihre Tätigkeiten.

Im Februar 2015 wurde erstmals der neue Schulpreis ‚EDUARD‘ verliehen (Kompositum aus ‚Education‘ und ‚Award‘). Er zeichnete drei Schulprojekte aus dem Kanton Bern aus, die sich mit dem Thema Austausch befassten. Der Schulpreis soll alle zwei Jahre verliehen werden.[10]
Am sogenannten ‚Erlebnistag‘ im Mai 2015 besuchten über tausend Kinder und Jugendliche die Standorte der PHBern.[11]
Am 4. November 2015 – dem 10. Jahrestag der Eröffnung – wurde „Berns längste Studentenschnitte“[12] verteilt.

Vision und Strategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vision der PHBern lautet folgendermassen:

Die PHBern ist eine national führende, eigenständige Hochschule. Sie leistet zu schulischen und bildungspolitischen Themen wegweisende, wissenschaftlich fundierte Beiträge. Ihre praxisorientierten Angebote und ihr Handeln haben Vorbildcharakter.[13]

Die PHBern setzt sich jeweils für vier Jahre strategische Ziele. In der aktuell laufenden Periode beschäftigt sich die PHBern unter anderem mit der Kompetenzorientierung nach Lehrplan 21. Die PHBern listet in der Strategie 2014-2017 folgende sechs Ziele auf:[13]

  • Die Aus- und Weiterbildung erfolgt hochschuladäquat und kompetenzorientiert.
  • Die PHBern positioniert sich als wichtige Partnerin für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht.
  • Lehrpersonen, Mitglieder von Schulleitungen und Behörden sowie Angehörige der Hochschullandschaft nehmen die PHBern als eine Hochschule wahr, die sowohl zukunftsgerichtete wie auch praxisrelevante thematische und methodische Schwerpunkte in Lehre und Forschung setzt.
  • Die PHBern verfügt über eine Finanzierungsbasis, die sicherstellt, dass sie auch künftig ein qualitativ hochstehendes und umfassendes Angebot zur Verfügung stellen kann.
  • Die PHBern ist eine Arbeitgeberin mit einem umsichtigen Personalmanagement.
  • Mit ihrem hochschultypspezifischen Angebot trägt die PHBern zur Stärkung des Bildungsstandorts Bern bei.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Studierendenzahlen 2015
  2. a b Mitarbeitendenzahlen Tätigkeitsbericht 2015/2016
  3. Webseite Studiengang Fachdidaktik Sport
  4. Der Vorbereitungskurs auf der Webseite der PHBern
  5. Webseite Forschung und Evaluation PHBern
  6. Veranstaltungen im Bereich Forschung und Entwicklung
  7. Webseite Beiträge für die Praxis
  8. Der Schulrat auf der Webseite der PHBern
  9. Weiterbildungsteilnehmende 2015/2016
  10. Schulpreis EDUARD auf der Webseite der PHBern
  11. Berner Zeitung vom 6. Mai 2015
  12. Berner Zeitung vom 4. November 2015
  13. a b Strategie und Vision der PHBern