Püggen

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Püggen
Gemeinde Kuhfelde
Koordinaten: 52° 44′ 2″ N, 11° 3′ 35″ O
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 6,27 km²
Einwohner: 51 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 8 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 29416
Vorwahl: 039035
Püggen (Sachsen-Anhalt)
Püggen
Püggen
Lage von Püggen in Sachsen-Anhalt

Püggen ist ein Ortsteil der Gemeinde Kuhfelde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Püggen liegt direkt an der Bundesstraße 248 zwischen Salzwedel und Wolfsburg, rund 15 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Salzwedel. Östlich liegt der etwa 33 Meter hohe Teufelsberg. Ist Osten fließt der Grenzgraben Püggen über die Hartau in die Jeetze. Die in der Nähe liegende Bahnstrecke Oebisfelde–Salzwedel ist stillgelegt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1309 wird Hynricus de Puͤckene in Salzwedel erwähnt.[3]

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Puͤtken aufgeführt.[4] Die von dem Knesebeck hatten hier Einnahmen und Rechte, die zum Teil weiterverlehnt waren. Seit 1425 bzw. 1426 war das Dorf im Pfandbesitz der von der Schulenburg später wurde es zwischen den von dem Knesebeck zu Tylsen und den von der Schulenburg geteilt.

Die Großsteingräber bei Püggen wurden im 19. Jahrhundert zerstört.

Die Wüstung Übbesitz liegt etwa ein Kilometer nordwestlich von Püggen am Wege von Groß Bierstedt nach Hohenlangenbeck, südöstlich am Heidberg an einem Ort, wo viele Wege zusammenlaufen. Die Flurbezeichnung „die Hofstellen“ bezeichnet Grundstücke, die die Rundlingsanlage der alten wendischen Siedlung nachweisen. Ein Gebiet im Nordwesten der Gemarkung von Püggen wird jetzt noch „Mark Upsitz“ genannt.[5]

Im Jahre 1955 wurde eine erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Morgenrot“, gegründet.[6]

Bis zum 30. Juni 2009 war Püggen mit 50 Einwohnern (31. Dezember 2007) die kleinste Gemeinde in Sachsen-Anhalt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Püggen aus dem Landkreis Salzwedel in den Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam die Gemeinde zum Altmarkkreis Salzwedel.[7] Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Kuhfelde (am 2. Dezember 2008), Siedenlangenbeck (am 8. Dezember 2008), Valfitz (am 10. Dezember 2008) und Püggen (am 2. Dezember 2008), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde namens Kuhfelde vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.[8][9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 076
1774 118
1789 196
1798 122
1801 121
1818 078
Jahr Einwohner
1840 159
1864 163
1871 174
1885 175
1895 153
1892 158
Jahr Einwohner
1900 139
1905 156
1910 146
1925 173
1939 167
1946 240
Jahr Einwohner
1964 144
1971 115
1981 081
1993 069
2006 047
2007 050
Jahr Einwohner
2015 53
2018 51

Quellen:[6][10][1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Püggen gehörte zur Pfarrei Rohrberg[11] und gehört seit 2003 zum Kirchspiel Rohrberg und heute zum Pfarrbereich Rohrberg[12] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte Bürgermeisterin Püggens war Gudrun Ahlfeld.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Dorfkirche Püggen ist ein kleiner rechteckiger spätgotischer Feldsteinbau mit einem Westgiebel aus Backstein, der im späten 19. Jahrhundert angefügt wurde.[13] Die Kirche ist eine Filialkirche der Kirche in Rohrberg.[14]
  • Der Friedhof liegt im Westen des Dorfes.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren. (= Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, 17). Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-631-54808-0, S. 380.
  4. Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 406 (uni-potsdam.de).
  5. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2264.
  6. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1721–1724.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 359.
  8. Gebietsänderungsvertrag. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Valfitz und Püggen zum 01.07.2009. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt für den Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2. Salzwedel 18. Februar 2009, S. 28–30 (archiviert auf archive.org (Memento vom 14. November 2012 im Internet Archive) [PDF; abgerufen am 13. Mai 2019]). (PDF; 397 kB)
  9. StBA: Gebietsänderungen vom 2. Januar bis 31. Dezember 2009
  10. Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, DNB 578458357, S. 154.
  11. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 25 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 3. März 2018]).
  12. Pfarrbereich Rohrberg. Abgerufen am 3. März 2018.
  13. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 378.
  14. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Series Pastorum. Band 10. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 576.