Paepcke (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen
Schloss Lütgenhof

Paepcke, auch Paepke ist der Name eines ursprünglich mecklenburgischen Briefadels-Geschlechts.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Adelsgeschlecht geht zurück auf eine bürgerliche, in Mecklenburg und Vorpommern wirkende Akademikerfamilie Papke/Päpke, zu der auch der Greifswalder Bürgermeister Johann Carl Gottfried Paepke gehört. Einzelne Glieder erwarben seit dem 18. Jahrhundert Landbesitz in Mecklenburg, mit dem sie landtagsfähig wurden.

Kaiser Ferdinand I. von Österreich erhob mit Diplom, ausgegeben in Wien am 23. Februar 1839, den mecklenburg-schwerinschen Justizrat Moritz Christian Paepcke auf Lütgenhof mit dem Prädikat Edler von in den Adelstand. Die Anerkennung durch Großherzog Friedrich Franz II. erfolgte am 21. Oktober 1839.[1] Im Jahr 1840 wurde er in den Mecklenburgischen Adel rezipiert.

Die Familie blieb bis 1945 auf Lütgenhof und übernahm nach Flucht und Enteignung das Gut Bredeneek (Lehmkuhlen) aus der Erbschaft von Bodild von Paepcke, geb. Donner.

Besitzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1755–1901 Quassel
  • 1815–1945 Schloss Lütgenhof, mit Dassow, Vorwerk und Neuvorwerk
  • 1815–1945 Prieschendorf (heute Ortsteil von Dassow), mit Benedictenwerk (= Hanstorf, Ortsteil von Papenhusen), Flechtkrug und Anteil an Tramm (Roggenstorf)
  • 1917–1945 Holm
  • 1945–dato Bredeneek / Holstein (heute nur noch Hof; das Schloss wurde 2004 verkauft)
  • nach 1990: Tützpatz (nur Stallanlagen, Schweinezucht)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen ist gespalten. Es zeigt vorn in blauem Feld auf grünem Grund zwei üppige Kornpflanzen mit zwei Ähren in ihrer natürlichen Gestalt, hinten in goldenem Feld ein roter geschlossener rechtsgekehrter Adlerflug, jede Sachse mit einer von Silber und Blau geteilten Raute belegt. Auf dem gekrönten Helm die Kornähren und der Flug wie im Schild. Die Helmdecken sind rechts blau silbern, links gold und rot.[2]

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literarisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte. Nach amtlichen Quellen. II. Braunschweig bis Württemberg und Anhang und General-Register. Herzogthum Mecklenburg-Schwerin (Grossherzog Paul Friedrich.), 1839. 21. 10. Paepcke. C. A. Starke, Görlitz 1881, S. 592 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 6. Juni 2022]).
  2. Nach v. Lehsten (Lit.)
  3. Zerahn, Annelies: Leben und Wirken der Malerin Elisabeth Edle von Paepcke, geb. von Eicken. Nürnberg, 1942, unveröffentlichtes Manuskript im Archiv der Gemeinde Ahrenshoop, S. 13.
  4. Ruth Negendanck: Künstlerkolonie Ahrenshoop. Eine Landschaft für Künstler. Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2011, ISBN 978-3-88132-294-2, S. 55.
  5. Paepcke, Alexander, in: Kleines Adreßbuch für Jerichow und New York, abgerufen am 26. Dezember 2016