Roggenstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Roggenstorf
Roggenstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Roggenstorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 55′ N, 11° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Grevesmühlen-Land
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 19,88 km2
Einwohner: 436 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23936
Vorwahl: 038824
Kfz-Kennzeichen: NWM, GDB, GVM, WIS
Gemeindeschlüssel: 13 0 74 069
Adresse der Amtsverwaltung: Rathausplatz 1
23936 Grevesmühlen
Webpräsenz: www.grevesmuehlen.de
Bürgermeister: Bernardus Straathof
Lage der Gemeinde Roggenstorf im Landkreis Nordwestmecklenburg
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Roggenstorf ist eine Gemeinde im Nordwesten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Grevesmühlen-Land mit Sitz in der Stadt Grevesmühlen, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt bildet, verwaltet. In Roggenstorf und Umgebung spielt die Landwirtschaft eine große Rolle. Die Nähe zur Ostsee ist aber auch für Touristen interessant.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Roggenstorf zieht sich vom Klützer Winkel im Norden bis zum Tal der Stepenitz hin. Die Steilküste der Ostsee liegt etwa zehn Kilometer Luftlinie von Roggenstorf entfernt. Die nächstliegenden Städte sind Dassow, Klütz und Grevesmühlen.

Zu Roggenstorf gehören die Ortsteile Alt-Greschendorf, Grevenstein, Rankendorf und Tramm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Grevenstein und Groß Voigtshagen eingegliedert.

Rankendorf: 1220 wurde die Familie von Both als Besitzer von Rankendorf genannt, die bis 1764 das Gut besaßen; danach die Familien von Bülow (18. Jh.), von Müller (bis 1890) und von Bobsien (bis 1945). Das zweigeschossige, sanierte Herrenhaus wurde um 1870 im Stil der Neorenaissance errichtet. Es war in den 1950er Jahren die zentrale Hermann-Litzendorf-Schule, dann bis 1990 ein Alten- und Pflegeheim wurde danach durch die Familie Bobsien zurückgekauft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde wurde am 20. Juni 2014 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 354 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: In Grün aus einem aufgeschlagenen silbernen Buch wachsend drei fächerartig gestellte goldene Roggenähren mit Halmblättern.[2]

Mit den Roggenähren lehnt sich das Wappen von der Phonetik her (nicht linguistisch) an den Ortsnamen an, während das aufgeschlagene Buch Bezug auf den Schriftsteller Fritz Reuter nimmt, der die hiesige Pastorentochter zur Frau nahm und eine Zeitlang im Ort weilte. Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Roggenstorf

Dorfkirche Ostern 2008
Speckturm

Die Dorfkirche Roggenstorf stammt aus dem 14. Jahrhundert, hier heirateten 1851 der bedeutende niederdeutsche Schriftsteller Fritz Reuter und Luise Kuntze, die Tochter des Roggenstorfer Pfarrers. Daran erinnert eine Gedenktafel am Pfarrhaus der Kirche.

Im Ortsteil Rankendorf gibt es ein inzwischen saniertes ehemaliges Gutshaus, in einem Gästehaus kann man alte landwirtschaftliche Arbeitsgeräte besichtigen. Der aus Feldsteinen 1856 erbaute Speckturm in Rankendorf mutet etwas kurios an; es handelte sich um ein Gebäude das ursprünglich allen Bewohnern Rankendorfs zum Räuchern diente. Es erinnert äußerlich an eine mittelalterliche Dorfkirche, deren Schiff in Wohnungen unterteilt wurde. In der 1903 errichteten Windmühle im Ortsteil Grevenstein wird eine mineralogische Sammlung gezeigt. Statt der Kappe besitzt sie einen Aussichtsturm. In naher Zukunft wird in einer ehemaligen Kiesgrube ein Findlingsgarten entstehen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Süden des Gemeindegebietes (Ortsteil Tramm) führt die Bundesstraße 105 von Wismar nach Lübeck. In Tramm begann in der DDR-Zeit das Sperrgebiet zur Bundesrepublik Deutschland - fast 20 km vor dem damaligen Grenzübergang Selmsdorf / Lübeck-Schlutup. Die Auffahrt Schönberg an der A 20 liegt in ca. 15 km Entfernung, der nächste Bahnhof befindet sich in Grieben (Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wappengenehmigung auf www.grevesmuehlen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roggenstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien