Pankratius

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Darstellung des St. Pankratius in der Pfarrkirche St. Pankratius (Degmarn)
Der Katakombenheilige Pankratius von Wil
Darstellung in der Kirche
St. Pankratius (Körbecke) mit Türken zu seinen Füßen nach dem Sieg über die Türken bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung

Der heilige Pankratius (* um 290 in Phrygien; † um 304 in Rom) war ein römischer Märtyrer der frühen christlichen Kirche. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet Der alles Beherrschende.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pankratius war der Sohn eines wohlhabenden Phrygiers aus der Gegend von Synnada und wurde der Legende nach als 14-jähriger Waise zu seinem Onkel nach Rom gebracht. Dort wurde er schon bald unter der Herrschaft des Diokletian wegen seines Glaubens enthauptet.[1]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Chronographie wird er bereits 354 erwähnt. Um 500 erbaute der römische Bischof Symmachus ihm zu Ehren an der Via Aurelia eine Basilika. Seine Verehrung war europaweit verbreitet. Er zählt zu den fünf Eisheiligen.

Gedenktag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernregel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dem Gedenktag des Eisheiligen entsprechende Bauernregel lautet:

  • Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.
  • Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von St. Pankraz (OÖ)
Der Heilige im Wappen der Stadt Iserlohn

Der Hl. Pankratius wird oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme dargestellt.

Verehrung, Orte und Namen die mit Pankratius in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 500 erbaute Papst Symmachus ihm zu Ehren an der Via Aurelia die Basilika San Pancrazio.

Nach dem Heiligen werden – oft in der Kurzform Pankraz – Orte, Kirchen und Menschen benannt. Dazu gehört St. Pankraz in Oberösterreich, in dessen Wappen das silberne Schwert auf ihn hindeutet. Weitere Orte sind der Prager Stadtteil Pankrác sowie St. Pankraz in Salzburg mit der Kirche St. Pankraz am Haunsberg, St. Pankraz in Südtirol und mehrere San Pancrazio in Italien, ferner das Wallfahrtsziel St. Pankraz (Karlstein). Eine diesbezügliche Gesamtübersicht findet sich unter Pankratiuskirche.

Der Benediktiner Pankraz Stollenmayer (1889–1980) wählte den Heiligennamen als Ordensnamen, desgleichen der Salvatorianer Pankratius Pfeiffer (1872–1945), der Engel von Rom. Der Schweizer Politiker Pankraz Freitag (1952–2013) trug Pankraz als Vornamen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hl. Pankratius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Pankratius – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pankratius. Kathpedia. Die freie katholische Enzyklopädie