Paul Dierkes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paul Dierkes (* 4. August 1907 in Cloppenburg; † 25. März 1968 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Grafiker.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn eines Cloppenburger Steinmetzen geboren, absolvierte er zunächst eine handwerkliche Ausbildung bevor er an den Kunstakademien in Königsberg und Berlin studierte. 1931 ließ er sich in Berlin nieder, das seine künstlerische Heimat wurde und für ihn als das „eigentliche deutsche Bildhauerzentrum“ (Dr. Jürgen Weichardt, Kunstkritiker) galt. Während der nationalsozialistischen Herrschaft verließ er Berlin, kehrte aber kurz nach Kriegsende (1945) erst in das idyllische Groß Glienicke, dann - nach einer Grenzverschiebung 1952 - nach Berlin (West) zurück.

1947 wurde er an die Berliner Hochschule für Bildende Künste berufen, 1948 zum Professor ernannt und leitete bis zu seinem Tod den Fachbereich Holz und Stein. Die Begegnungen mit Karl Hofer, Werner Gilles und Werner Heldt gaben seiner Kunst neue, entscheidende Impulse. Heute gilt er als einer der wichtigen deutschen Bildhauer und Grafiker der Nachkriegszeit. Weichardt meint, dass Paul Dierkes eine „spannungsreiche Brücke zwischen höchster Abstraktion, symbolhafter Zeichensetzung und schlichter plastischer Grundthematik schlägt.“ In seiner Ausdrucks- und Gestaltungskraft scheint er Richard Haizmann wesensverwandt zu sein.

Paul Dierkes hat in Berlin nachhaltige Spuren hinterlassen und bei bedeutenden Projekten mit den Architekten Egon Eiermann, Peter Poelzig und Sep Ruf zusammengewirkt. Er war ab 1950 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes sowie in der Berliner und Münchner Neuen Gruppe.

Arbeiten im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]