Portal:COVID-19/Neuigkeiten

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In China erfolgte im März 2022 coronabedingt die Abriegelung mehrerer Regionen, darunter die gesamte Metropole Shanghai mit etwa 25 Millionen Einwohnern. Grund ist die steigende Zahl von Neuinfektionen mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2. Trotz Abriegelung und Ausgangssperre wurden in Shanghai Anfang April 2022 die meisten COVID-19-Neuerkankungen seit Februar 2020 innerhalb eines Tages festgestellt. Im April mehrten sich Hilfeschreie in der Bevölkerung aufgrund fehlender Versorgung infolge der Null-Toleranz-Strategie des Landes. morgenpost.de scmp.com, nachrichten.at, zdf.de, handelsblatt.com, n-tv.de, rnd.de
9. April 2022


In Deutschland gibt es keine bundesweit geltenden Kontaktbeschränkungen und keine allgemeine Maskenpflicht mehr. Die bundesweiten Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie in Deutschland waren gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) bis zum 19. März 2022 befristet. Ein Basisschutz soll aber weiterhin vor allem vulnerable Gruppen vor schweren COVID-19-Erkrankungen schützen; dazu gehören Maskenpflichten in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens, in bestimmten Gemeinschaftsunterkünften und im Öffentlichen Personennahverkehr. Bundesweit bleiben Maskenpflichten im Luft- und Personenfernverkehr bestehen. Für den Erlass von Gesetzen und Verordnungen durch die Landesregierungen und -parlamente wurden durch die am 18. März verabschiedete Änderung des IfSG nunmehr enge Grenzen gesetzt. Ab Mai 2022 soll die bisher gesetzlich festgeschriebene Pflicht zur häuslichen Absonderung von Infizierten und deren Kontaktpersonen gelockert werden; gleichzeitig sollen jedoch strengere Quarantänevorgaben für infizierte Personen gelten, die im Gesundheitswesen und der Pflege arbeiten. Zeit.de, Änderungsgesetz zum IfSG vom 18. März 2022, BMG
8. April 2022


Für den proteinbasierten COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid begann die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) am 30. März 2022 mit der Begutachtung des Antrages der Firma Novavax zur Ausweitung der Anwendung auf Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Nuvaxovid war im Dezember 2021 als insgesamt fünfter COVID-19-Impfstoff in der Europäischen Union für Personen ab 18 Jahren zugelassen worden. Der Impfstoff enthält eine labortechnisch hergestellte Version des Spike-Proteins sowie ein Adjuvans zur Verstärkung der Immunreaktion. EMAEMA (FAQ zum Impfstoff)
3. April 2022


Die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 kann sich Studien zufolge bis zu einem gewissen Grad der Schutzwirkung von Antikörpern entziehen, die im Ergebnis von Impfungen oder einer natürliche Infektion im Körper gebildet wurden. Im Vergleich zu anderen Virusvarianten scheinen Omikron-Infektionen zu weniger schweren COVID-19-Verläufen zu führen als Infektionen mit anderen Variante von SARS-CoV-2. In weniger Fällen erfolgt demzufolge nach einer Omikron-Infektion die Einweisung in ein Krankenhaus oder die Aufnahme in eine Intensivstation. Obwohl die 14-Tage-Melderate (die gebräuchliche Kennziffer für die Inzidenz in bestimmten Regionen der EU) Ende Januar 2022 mit insgesamt 2.621 Fällen pro 100.000 Einwohner in der EU und dem EWR dreimal höher war als der bisher während der Pandemie beobachtete Höchstwert, liegen die Rate der Krankenhauseinweisungen und Sterblichkeit unter den beobachteten Werten in früheren Pandemiewellen. Allerdings erkrankten ältere Menschen in mehreren EU-/EWR-Ländern in letzter Zeit öfter an COVID-19 als zuvor; dies könnte mit einer gewissen Verzögerung zu einem Anstieg der Zahl schwer Erkrankter und der Zahl der mit oder durch COVID-19 verursachten Todesfälle führen. Bislang liegen noch keine Daten zur Häufigkeit der auf Omikron zurückzuführen Post-COVID-Fälle vor. Das betrifft auch Aussagen darüber, ob sich deren Häufigkeit von den durch die zuvor zirkulierende Varianten von SARS-CoV-2 verursachten Post-Covid-Fällen unterscheiden wird. ECDC
4. April 2022

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Weitere Meldungen[Quelltext bearbeiten]

Resümè seit dem ersten Auftreten von COVID-19 im Dezember 2019 – Infektionen mit verschiedenen Varianten von SARS-CoV-2 unterscheiden sich im Schweregrad bei akuten Erkran­kungen an COVID-19 und hinsichtlich der Folgen. Im ersten Jahr der weltweiten Corona-Pandemie (2020) kam es bei Infektionen mit dem Wildtyp des Virus zu vielen Todesfällen. Erkrankungen, die im Folgejahr durch die Alpha-Variante verursacht wurden, fielen etwas schwächer aus. Wie Mediziner aus Italien jetzt auf dem European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases (ECCMID 2022) darlegten, hatten Infektionen mit der Alpha-Variante aber offenbar andere postakute Folgen (PASC) – auch als „Long-COVID“ bezeichnet. Bei Infektionen mit der Delta-Variante stieg die Pathogenität von COVID-19 an, während die Krankheit bei einer Infektion mit der derzeit grassierenden Omikron-Variante häufig milder verläuft. Die italienischen Mediziner werteten die Daten von 428 Patienten aus, die sich wegen anhaltender Beschwerden an eine Post-COVID-Ambulanz der Universitätsklinik Florenz gewendet hatten. Risikofaktoren für das Auftreten postakuter Folgen nach einer COVID-19-Erkrankung waren eine Sauerstoffunterstützung in der akuten Phase der Erkrankung und der Einsatz von Immunsuppressiva wie Tocilizumab bei schweren Krankheitsverläufen. Frauen scheinen offenbar anfälliger für Long-Covid zu sein als Männer, während Patienten mit Typ-2-Diabetes anscheinend seltener betroffen sind. Michele Spinicci, der Leiter der Studie, schränkte jedoch ein, dass eine Beobachtungsstudie keine Kausalität herstellen könne. Ärzteblatt
31. März 2022


Die Antikörperkombination Evusheld (Wirkstoffe: Tixagevimab und Cilgavimab) des Pharmaunternehmens Astrazeneca wurde am 25. März 2022 in der Europäischen Union zugelassen zum Schutz vor einer Infektion (Präexpositionsprophylaxe) mit SARS-CoV-2 („Corona“) bei Risikopatienten, die nicht geimpft werden können. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA stützte sich bei der Bewertung des Zulassungsantrages auf Daten einer Studie mit 5000 Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Ansteckung nach dem Erhalt von zwei Injektionen um 77 Prozent gesenkt werden konnte. Der Schutz hielt mindestens sechs Monate an, die Nebenwirkungen waren im Allgemeinen gering. Die Studiendaten wurden vor dem Aufkommen der SARS-CoV-2-Variante Omikron erhoben, die derzeit weltweit zu COVID-19-Infektionen führt. Da Laborstudien gezeigt haben, dass die Omikron BA.1-Variante in der zugelassenen Dosis weniger empfindlich auf Tixagevimab und Cilgavimab reagiert als die Omikron BA.2-Variante, will die EMA in den kommenden Wochen prüfen, ob ein alternatives Dosierungsschema für die Prävention von COVID-19 aufgrund der neuen Varianten geeignet sein könnte. Zeit EMA
28. März 2022


In einer Studie von Benjamin Friedrichson und seinen Mitarbeitern, veröffentlicht im European Journal of Anaesthesiologie (EJA) am 17. Februar 2022, wurden alle 4279 ECMO-Behandlungen, die bei COVID-19-Patienten an deutschen Krankenhäusern im Zeitraum von Januar 2020 bis Ende September 2021 erfolgt sind, analysiert. Es konnte nachgewiesen werden, dass diese intensivmedizinische Therapie in den darauf spezialisierten Zentren bei der Behandlung von COVID-19 meist erfolgreicher angewendet wurde, als in Kliniken mit breiterem Behandlungsspektrum; die Sterberate in den auf die ECMO-Therapie spezialisierten Kliniken betrug, je nach Art der angewendeten ECMO-Therapie – venovenöse ECMO-Therapie (VV-ECMO) oder venoarterielle ECMO-Therapie (VA-ECMO) – rund 37 beziehungsweise 53 Prozent im Gegensatz zur Sterberate in den nicht spezialisierten Kliniken, in denen rund 72 beziehungsweise 66 Prozent der mit ECMO therapierten COVID-19-Patienten starben. Die Studiengruppe um Benjamin Friedrichson zog aus den Ergebnissen der Studie das Fazit, dass in Deutschland ein großer Teil älterer COVID-19-Patienten, die mit der ECMO-Therapie behandelt wurden, eine inakzeptabel hohe Krankenhaussterblichkeit aufwies. In Anbetracht der Datenlage muss daher die bedingungslose Anwendung der ECMO-Therapie bei COVID-19 sorgfältig abgewogen werden. Ein fortgeschrittenes Alter sollte als relative Kontraindikation betrachtet werden. Sächsische Zeitung, European Journal of Anaesthesiologie
18. März 2022


Der Virologe Christian Drosten erläuterte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung aktuelle Erkenntnisse zum Ursprung des Coronavirus SARS-CoV-2. Publizierte Projektberichte würden zeigen, dass „in Wuhan durchaus Sachen gemacht wurden, die man als gefährlich bezeichnen könnte. Das hätte echt nicht sein müssen. Aber dabei hätte nicht das SARS-CoV-2-Virus herauskommen können“, so Drosten. Das Institut für Virologie in Wuhan habe demnach in einem Projekt der US-amerikanischen NGO Ecohealth Alliance Gain-of-function-Experimente gemacht, bei denen Fledermausviren mittels Gentechnik neue Spikeproteine eingebaut wurden. Es zeigte sich, dass die so konstruierten Viren sich besser vermehren konnten. Die Welt
13. Februar 2022.


Die Forderung nach höheren Krankenkassenbeiträgen für Ungeimpfte lehnt die AOK ab. „Mit einer Malus-Regelung schießt man über das Ziel hinaus und gefährdet das Solidarprinzip“, so die Vorstandschefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann. „Wir dürfen es uns nicht von ein paar Impfgegnern zerstören lassen, dass wir solidarisch alle zu den gleichen Konditionen versichern.“ Reimann warnt davor, das Solidarprinzip aufzugeben: „Wenn man höhere Beiträge für Ungeimpfte einführen würde, müsste man auch für Diabetiker, Raucher und Risikosportler einen anderen Tarif haben. Dann sind wir bei einer privaten Krankenversicherung.“ StN
9. Februar 2022.


Eine Studie (Peer-Reviewed, aber einer nur relativ kleinen Kohorte) des Massachusetts General Hospital (MGH) ergab, dass die meisten Säuglinge von COVID-geimpften Müttern nach sechs Monaten anhaltende Anti-S-Antikörper aufwiesen, im Gegensatz zu Säuglingen, die von Müttern geboren wurden, die eine SARS-CoV-2-Virusinfektion durchgemacht hatten. Die Studie umfasst Personen, die mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs geimpft worden sind, gegenüber Schwangeren, die in der 20. bis 32. Schwangerschaftswoche infiziert worden sind – im Zeitpunkt, als die Übertragung von Antikörpern durch die Plazenta ihren Höhepunkt erreichte. Nach zwei Monaten hatten 98 % der Säuglinge, die von geimpften Müttern geboren wurden, nachweisbare Spiegel von schützendem Immunglobulin G (IgG), dem am häufigsten im Blut gefundenen Antikörper. Nach sechs Monaten hatten 57 % immer noch nachweisbares IgGs. In der Gruppe der infizierten Mütter wurde dies bei nur 8 % der Säuglinge gefunden. JAMA
9. Februar 2022.


Impfgegner sollten nach Einschätzung des Präsidenten des Bundessozialgerichts (BSG), Rainer Schlegel, nicht automatisch darauf vertrauen, dass das Gesundheitssystem stets für alle Gesundheitskosten einer Covid-19-Erkrankung aufkommt. Der Gesetzgeber könne für nicht gegen das Corona-Virus geimpfte Personen durchaus eine angemessene Kostenbeteiligung bei einer Krankenbehandlung beschließen. Zweifellos müssten auch nicht Geimpfte Anspruch auf eine volle Behandlung haben. Bei ausreichendem Einkommen oder Vermögen sei es aber in einem solidarischen Gesundheitssystem zulässig, solche Versicherte an den Behandlungskosten zu beteiligen. Tagesschau
8. Februar 2022.


Der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Rainer Schlegel, hält die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angekündigte Aussetzung der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen für unzulässig. Wenn ein Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet worden sei, könne man nicht einfach sagen, ich setze das aus. Für eventuelle Korrekturen könne der Gesetzgeber nur ein neues Gesetz beschließen oder zumindest mit einer eigenen Regelung zunächst das Inkrafttreten terminlich hinauszögern. Das Infektionsschutzgesetz sei eindeutig. Der Beschäftigte müsse dem Arbeitgeber den entsprechenden Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Es gehe hier um den Schutz der Pflegebedürftigen in Kliniken und Pflegeheimen. Ob mit der Impfpflicht ein Personalengpass entstehe, spiele nach der gesetzlichen Regelung keine Rolle. Tagesschau
8. Februar 2022.


Chinesische Forscher präsentieren einen Corona-Schnelltest mit PCR-Genauigkeit, der so schnell wie ein Antigentest und so genau wie ein PCR-Test ist. Bei dem Verfahren wird genetisches Material auf Teststäbchen mikroelektronisch untersucht und innerhalb von wenigen Minuten ein genaues Ergebnis erzielt. Der elektromechanische Biosensor sei tragbar und liefere binnen vier Minuten ein zuverlässiges Testergebnis. Für die Studie hatten die Forscher Proben von 33 Corona-Infizierten in Shanghai genommen und mit ihrem Sensor analysiert. Parallel dazu wurden PCR-Tests vorgenommen. Nature Biomedical Engineering
8. Februar 2022.


Der Russian Direct Investment Fund gibt bekannt, dass der Impfstoff Sputnik V vom russischen Gesundheitsministerium vollständig und dauerhaft zugelassen wurde. Sputnik V erhielt am 11. August 2020 eine vorläufige Zulassung und war damit der weltweit erste Impfstoff gegen COVID-19, dem eine Notfallgenehmigung erteilt wurde. Sputnik V wurde in 71 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von über 4 Milliarden Menschen zugelassen. Seine Einkomponentenversion, Sputnik Light, ist in über 30 Ländern sowohl als eigenständiger Impfstoff als auch als universeller Booster für andere Impfstoffe zugelassen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Sputnik-V-Impfstoff jedoch bisher (Stand 4. Februar 2022) nicht für eine Zulassung vorgesehen, im Gegensatz zu zehn weiteren COVID-19-Impfstoffen. Am 27. Januar 2022 berichtete das U.S. NIH OpenData Portal über die therapeutische In-vitro-Aktivität des Sputnik-V-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2-Coronavirus-Varianten. PM Sputnik, WHO, NIH
5. Februar 2022.


Aufgrund von steigenden Infektionszahlen kommt es derzeit zu Engpässen bei Frauenhäusern. Werden in einem Frauenhaus Coronafälle registriert, kommt es häufig zu einem Aufnahmestopp, da aufgrund gemeinsam genutzter Räume keine Isolation möglich ist. Das Problem der häuslichen Gewalt hat sich durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft. Während das Bundeskriminalamt bisher von einem pandemiebedingten Anstieg von 4,4 Prozent ausging, legen Daten des Münchner Ifo-Instituts basierend auf Google-Suchanfragen nahe, dass der Anstieg deutlich höher sein könnte. In einem aus der Stadt London stammenden Datensatz vom März 2020 wurde 40 Prozent häufiger nach relevanten Schlagworten gesucht als vor der Pandemie. Die Dunkelziffer sei demnach sehr hoch. taz, RND
4. Februar 2022.


Eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang empfohlene Kombination von Casirivimab/Imdevimab hilft nach neuen Studien nicht bei Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind. Die Kombination von Baricitinib und Sotrovimab sei jedoch als Therapie mit monoklonalen Antikörpern wirksam. Die Kombinationspräparate sollen an Patienten verabreicht werden, die infiziert und noch nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko haben, ins Krankenhaus zu müssen – etwa Ältere, Vorerkrankte und Ungeimpfte. Ebenfalls empfohlen wurden die Präparate für schwer kranke Covid-19-Patienten, die keine Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt haben. Tagesschau
4. Februar 2022.


Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff Spikevax des amerikanischen Herstellers Moderna am 31. Januar 2022 die vollständige Zulassung erteilt. Bereits im August 2021 hatte der Impfstoff Comirnaty des deutschen Herstellers Biontech als erster Corona-Impfstoff in den Vereinigten Staaten die volle Zulassung bekommen. Zuvor waren beide Impfstoffe – anders als in Europa – mit Notfallzulassungen im Einsatz. DAZ.online, FDA
4. Februar 2022


Sozial und ökonomisch benachteiligte Menschen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko und versterben mit höherer Wahrscheinlichkeit an COVID-19; zu diesem Ergebnis kamen die Autoren einer Studie der Universität Hannover. Sie untersuchten die 46 Stadtteile der Stadt Duisburg, in denen jeweils Menschen mit unterschiedlichem Einkommen und in unterschiedlichen Wohnverhältnissen leben. Die Studie hatte das Ziel, die Konzeption von Maßnahmen anzuregen, die sozio-ökonomisch benachteiligte Menschen in der Gesellschaft besser schützen können. NDR, Straßburger el al.
3. Februar 2022.


Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für den Einsatz des Corona-Impfstoffs Nuvaxovid des Unternehmens Novavax für Menschen ab 18 aus. Zur Grundimmunisierung gegen COVID-19 sollen von diesem Proteinimpfstoff – Proteinimpfstoffe enthalten virale Proteine oder Protein-Untereinheiten – entsprechend STIKO-Empfehlung zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen verimpft werden. Zudem spricht sich die STIKO für eine Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) von gesundheitlich besonders gefährdeten und exponierten Gruppen aus. Für Personen ab 70 Jahren, Bewohner von Pflegeeinrichten, Personen mit Immunschwäche sowie für Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Booster-Impfung geben. Die zweite Auffrischimpfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens 3 Monate nach der ersten Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen soll die zweite Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an bestimmte Fachkreise und die Bundesländer gegangen; Änderungen sind noch möglich. RKI
3. Februar 2022.


Eine jüngste Studie hat gezeigt, dass die durch aktuelle COVID-19-Impfstoffe induzierte zelluläre Immunität, die sowohl durch die Delta-Variante als auch durch die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 erzeugt wird, einen robusten Schutz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 bietet. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Omikron-spezifische Immunantwort der CD8-tragenden Immunzellen zu mehr als 80 % kreuzreaktiv mit der Antwort auf die Wildtyp-Vatianten von SARS-CoV-2 war. In ähnlicher Weise zeigten mehr als 80 % der Omikron-spezifischen, CD4-tragenden Immunzellen eine Kreuzreaktivität, obwohl die Reaktionen von Person zu Person unterschiedlich sein können. Angesichts der Rolle von CD8-tragenden Immunzellen bei den Virusinfektionen ist es wahrscheinlich, dass die zelluläre Immunität wesentlich zum Impfschutz gegen einen schweren Verlauf der SARS-CoV-2-Erkrankung beiträgt. nature
3. Februar 2022.


BioNTech/Pfizer haben in den USA die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs Comirnaty für Kinder unter fünf Jahren beantragt. Die Notfallzulassung soll für Kinder ab sechs Monaten gelten. Sie erhalten eine Impfdosis, die ein Zehntel des Wirkstoffs einer Erwachsenendosis enthält. In einem außergewöhnlichen Schritt hatte die Behörde die Unternehmen BioNTech und Pfizer dazu aufgefordert, den Antrag früher zu stellen als von den Unternehmen geplant. Offen ist noch, wie viele Spritzen des Impfstoffs benötigt werden. Daten zu einer dritten Dosis, die mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht werde, würden in den kommenden Monaten erwartet und der FDA vorgelegt, so Pfizer. Tests mit zwei Impfungen hatten sich als stark genug für Babys, aber nicht für Vorschulkinder erwiesen. Tagesschau
2. Februar 2022.


In einer fünften Stellungnahme schlägt der Corona-Expertenrat der Bundesregierung den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur vor, um die Bevölkerung evidenzbasiert, schnell und effektiv zu informieren: 1. die Generierung des besten verfügbaren Wissens, 2. die Übersetzung der relevanten Daten in zielgruppenspezifische und verständliche Informationsformate, 3. die Verbreitung der Inhalte über die multiplen Kanäle einer modernen Informationsgesellschaft und 4. die Evaluation der erzielten Effekte und falls notwendig die Anpassung der Strategie. Expertenrat
31. Januar 2022.


Das Pharmaunternehmen BioNTech, Zulassungsinhaber des COVID-19-Impfstoffs Comirnaty, beantwortete der Berliner Zeitung (BZ) einige der Fragen von vier Chemie-Professoren zum Impfstoff. Die Wissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz hinterfragten unter anderem die als grau-weiß beschriebene Farbe der Impfstoffflüssigkeit.
BioNTech stellte klar: „Die Wahrnehmung einer Färbung des Impfstoffs ist im Beipackzettel beschrieben und kein Hinweis auf mögliche Verunreinigungen. […] Die Trübung beeinflusst die Qualität des Impfstoffes nicht, sondern ergibt sich lediglich aus der Lichtstreuung an den Lipid-Nanopartikeln […] Die Kombination von Lipid-Nanopartikeln und mRNA wird seit einigen Jahrzehnten untersucht und ist in einer Vielzahl von Publikationen dokumentiert. […] Die Qualität jeder Charge wird umfangreich durch den Hersteller sowie unabhängig davon, zudem durch die zuständige Bundesbehörde geprüft. In Deutschland ist dies das Paul-Ehrlich-Institut. Die Behauptung, dass die Impfstoffkomponenten ‚nicht direkt zur Anwendung am oder im menschlichen Körper zugelassen‘ seien, wurde bereits in den letzten Wochen als irreführende Information identifiziert. […] Die im Impfstoff verwendeten Materialien werden unter Anwendung der gültigen Qualitätsanforderungen (Good Manufacturing Practice) hergestellt und geprüft. Sie sind als Bestandteil unseres COVID-19 Impfstoffs für die Anwendung am oder im Menschen zugelassen.“ Zu angeblich beobachteten unterschiedlichen Nebenwirkungen nach Verimpfung von verschiedenen Chargen des Impfstoffs äußerte die Sprecherin des Unternehmens: „Leider wurde diese Behauptung ohne Quellenangabe veröffentlicht. Bis heute sind BioNTech keine Chargen-spezifischen Nebenwirkungsmeldungen bekannt.“
Die BZ hat die Fragen der vier Professoren auch an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gerichtet, jedoch noch keine Antwort erhalten. BZ 26.01.22, BZ 28.01.22
30. Januar 2022.


Am 28. Januar 2022 erteilte die EU-Kommission dem Kombinationsarzneimittel Paxlovid, einer Kombination der Wirkstoffe Nirmatrelvir und Ritonavir, die bedingte Zulassung für die EU. Das Anwendungsgebiet ist die Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt. Paxlovid ist das erste Medikament gegen COVID-19, das oral eingenommen werden kann, und gilt als sehr effektiv. EMA aerzteblatt
28. Januar 2022.


Ab 8. Februar 2022 kann auch in Apotheken bundesweit gegen Corona geimpft werden. Damit soll das Impfangebot vereinfacht und verbreitert werden. Laut Gabriele Overwiening, der Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) seien inzwischen die Voraussetzungen dafür geschaffen worden. Seit Januar seien die Apothekerinnen und Apotheker geschult worden, parallel habe man die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut (RKI) zu melden. Die letzten offenen Punkte – die Impfstoff-Kontingente und der Bestellzyklus – seien geklärt. ABDA
28. Januar 2022.


Laut dem Virologen Christian Drosten gebe es unter den Industrieländern in Europa kein anderes Land mit einer so großen Impflücke wie Deutschland. Werde die Impflücke nicht geschlossen, habe man im nächsten Winter wieder ein ähnliches Problem. Die Booster-Impfung sei effizient zur Prävention gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung, die Grundimmunisierung allein dagegen nicht. Bisher Ungeimpfte trügen ein hohes Risiko, an COVID-19 zu erkranken. „Wir haben zu viele ungeimpfte Leute in Deutschland, gerade auch über 60; und die sind natürlich richtig in Gefahr“, so Drosten. In der Konsequenz wird das auch verhindern, dass wir in Deutschland in die endemische Phase eintreten können. Das aber sei ein zunehmendes gesellschaftliches Problem und werde zu einem extremen wirtschaftlichen Nachteil gegenüber anderen Ländern führen. Deutschlandfunk
27. Januar 2022.


In populistisch regierten Staaten sei das Sterberisiko bei einer COVID-19-Erkrankung einer Studie unter Mitwirkung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zufolge deutlich höher als in anderen, nicht populistisch regierten Ländern. Insgesamt 11 Regierungen stuften die Autoren dabei als populistisch ein, darunter die in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Brasilien und Indien. Die Übersterblichkeit sei dort im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch und werde durch eine zu hohe Mobilität getrieben, die wiederum auf fehlende Beschränkungen und Anti-Corona-Propaganda zurückzuführen sei. Auch seien Populisten für viele vermeidbare Todesfälle in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich, da sie weniger Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus – insbesondere zur Kontaktbeschränkung – veranlassen würden und ihre Kommunikation darauf ausgelegt sei, die Gefahren durch das SARS-CoV-2-Virus zu verharmlosen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskreditieren. IfW
27. Januar 2022.


Israel hat die Berechtigung für eine vierte Corona-Impfung ausgeweitet. Berechtigt sind nun auch Erwachsene unter 60 Jahren mit Vorerkrankungen, ihre Betreuerinnen und Betreuer sowie Personen über 18 Jahren mit einem erhöhten Covid-19-Risiko. Anfang des Jahres hatte Israel damit begonnen, Menschen über 60 Jahren eine vierte Impfdosis – einen zweiten Booster – des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs Comirnaty anzubieten. Tagesschau
26. Januar 2022.


BioNTech/Pfizer gaben den Beginn einer klinischen Studie zur Bewertung eines Impfstoffkandidaten auf Basis der Omicron-Variante von SARS-CoV-2 bekannt. Die Studie wird etwa 1400 gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 Jahren in drei Kohorten umfassen und verschiedene Behandlungsschemata des auf Omikron basierten Impfstoffs untersuchen. Die Studienteilnehmer erhalten eine Grundimmunisierungsserie von zwei Dosen und eine Auffrischungsdosis. BioNTech/Pfizer hatten zuvor angekündigt, dass sie im Jahr 2022 voraussichtlich vier Milliarden Dosen Comirnaty produzieren werden. Precision Vaccinations
26. Januar 2022.


Vor dem Holocaust-Gedenktag, der am 27. Januar 2022 stattfindet, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen antisemitische Auswüchse scharf verurteilt. Laut einem Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte vom November standen alleine in Deutschland in den ersten Monaten der Pandemie 2020 rund 44 Prozent der registrierten antisemitischen Vorfälle im Zusammenhang mit der Pandemie. Yahoo Nachrichten
26. Januar 2022.


Der Corona-Expertenrat der deutschen Bundesregierung fordert in seiner 3. Stellungnahme die Politik zum Handeln auf: Wenn weitere kritische Marken wie etwa eine hohe Hospitalisierungsrate erreicht würden, seien weitergehende Schutzmaßnahmen nötig. Diese Maßnahmen sollten daher jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können. Der Expertenrat kritisiert eine zu dünne Datenlage bei der Pandemiebeobachtung in Deutschland und mahnt dringende Maßnahmen für eine verbesserte Datenerhebung und Digitalisierung an. Unter den aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen steigen die Inzidenzen weiter und es sei anzunehmen, dass die medizinische Versorgung zumindest regional eingeschränkt sein wird. Dies könne relevante Gefährdungen, zum Beispiel bei der Versorgung von Patienten mit anderen Krankheiten, zur Folge haben. Sollte jedoch die Grundimmunität in der Bevölkerung zunehmen und die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern zurückgehen, sollten die Kontaktbeschränkungen wieder stufenweise zurückgefahren werden. Expertenrat
23. Januar 2022.


In Italien sind 1913 Ärzte und Zahnärzte vom Dienst suspendiert worden, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte die nationale Ärzte- und Zahnärztekammer (FNOMCeO) mit. In Italien gilt seit April 2021 eine Impfpflicht im Gesundheitswesen. Tagesschau
21. Januar 2022.


Im Sicherheitsüberwachungsplan des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wird berichtet, dass bis Anfang Januar 2022 mehr als 735 Millionen COVID-19-Impfstoffdosen an Menschen in der Europäischen Union (EU) und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verabreicht worden sind. Die vermuteten Nebenwirkungen sind medizinische Ereignisse, die nach der COVID-19-Impfung beobachtet wurden, aber nicht unbedingt mit dem Impfstoff zusammenhängen oder durch ihn verursacht werden. Insgesamt wurden über 900.000 Nebenwirkungen als Verdachtsfälle gemeldet, die sich wie folgt verteilen:

  • Comirnaty – 545.000.000 Dosen mit 522.530 gemeldeten Nebenwirkungen (0,1 %),
  • SpikeVax – 103.000.000 Dosen mit 124.410 gemeldeten Nebenwirkungen (0,1 %),
  • Vaxzevria – 69.000.000 Dosen mit 231.363 gemeldeten Nebenwirkungen (0,3 %)
  • Janssen-Impfstoff – 18.700.000 Dosen mit 35.027 gemeldeten Nebenwirkungen (0,2 %).

EMA, Precision vaccinations
21. Januar 2022.


Österreich hat als erstes EU-Land eine Corona-Impfpflicht beschlossen. Der Nationalrat stimmte dem Gesetzentwurf zur Einführung der COVID-19-Impfpflicht in Österreich mit großer Mehrheit zu. Der Bundesrat muss dem Gesetz am 3. Februar 2022 noch zustimmen. Damit wird dann ab Anfang Februar die Corona-Schutzimpfung für alle Erwachsenen ab 18 Jahren Pflicht. Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, droht ab Mitte März eine Geldstrafe bis zu 3.600 Euro. Ausgenommen sind nur Schwangere und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sowie Genesene für einen Zeitraum von sechs Monaten. Eine Lotterie mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro soll auch Impfskeptikern einen Anreiz bieten. Pro Teilimpfung sind 500 Euro zu gewinnen, die als Gutscheine in der Gastronomie oder im Handel eingelöst werden können. Tagesschau
21. Januar 2022.


Dass Kontaktpersonen von Corona-Infizierten, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, sich nicht mehr in Quarantäne begeben müssen, sei aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll – so die Virologin Sandra Ciesek im NDR-Podcast Coronavirus-Update. Die Booster-Impfung schütze zwar vor einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung, aber offenbar nicht vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante. Bei der Delta-Variante habe die Corona-Schutzimpfung noch als „Infektions-Bremse“ gewirkt; diese sei aber offenbar durch Omikron ausgehebelt worden.FAZ
19. Januar 2022.


Nach Angaben der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) verursachen mRNA-Impfstoffe keine Komplikationen bei werdenden Müttern und ihren Babys. Die Impfung senke das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Schwangeren ebenso wirksam wie bei Nicht-Schwangeren, erklärt die EMA nach einer Auswertung von Studien mit rund 65.000 Schwangerschaften in verschiedenen Stadien. Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfstoffe entsprachen demnach denen der geimpften Bevölkerung insgesamt. Schwangeren oder Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden könnten, wird empfohlen, sich gemäß den nationalen Empfehlungen impfen zu lassen. EMA
18. Januar 2022.


Bis Anfang Februar sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson&Johnson angepasst werden. Impfzertifikate sind dann in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus gültig. Bei einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson gilt zukünftig als geimpft mit vollständigem Grundschutz nur derjenige, der eine zweite Impfung möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten hat. Tagesschau
18. Januar 2022.


Laut dem Virologen Christian Drosten sei die Impflücke das größte Hindernis, „um das Virus in Deutschland laufen zu lassen“. Über drei Millionen über 60-Jährige seien hier noch immer ohne Impfung und wahrscheinlich ohne Infektion. Zudem hätten Studien gezeigt, dass für einen vollständigen Schutz vor der Omikron-Variante eine dritte Impfung notwendig sei. Dies mit eingerechnet, seien in Deutschland in der gefährdeten Altersgruppe der über 60-Jährigen neun Millionen Menschen ohne Impfschutz. MDR
18. Januar 2022.


Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in einer neuen Version 2.16.1 in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Die neue Version, beziehungsweise ein Update, ist bereits im App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Android-Smartphones soll die Version bis zum Mittwochabend, den 18. Januar 2022, zur Verfügung stehen. Damit die unterschiedlichen Zertifikate richtig zu einem Gesamtstatus zusammengefasst werden können, müssen die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft Daten wie das Geburtsdatum, sämtliche Vornamen und die Schreibweise des Namens. In der App werden dann vier verschiedene Kombi-Anzeigen dargestellt: „2G“, „2G+“, „3G“ und „3G+“. Die Corona-Warn-App wurde bisher mehr als 40 Millionen Mal heruntergeladen. Die neuste Version der Corona-Warn-App ignoriert jedoch alle Menschen, die ihre dritte Corona-Impfung bekommen haben – in Deutschland knapp 50 Prozent der Bevölkerung. Bei 2G+-Vorschriften müssen sich diese Personen nicht mehr tagesaktuell testen lassen. Sie gelten sozusagen automatisch als getestet. Allerdings wird das in der App so nicht angezeigt. Dort firmieren Geboosterte unter der Bezeichnung 2G – womit sie von nur zweifach Geimpften nicht zu unterscheiden sind. Tagesschau; Bundesregierung, SWR
18. Januar 2022.


Die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung sieht Erleichterungen und Ausnahmen für Geimpfte und Genesene vor. Seit 15. Januar 2022 gilt in Deutschland der Genesenenstatus nach einer SARS-CoV-2-Infektion nur noch drei Monate (bisher sechs Monate). Weiter müssen Genesenennachweise bestimmten Kriterien entsprechen, die das Robert Koch-Institut (RKI) auf einer Internetseite bekannt macht. Die Umsetzung erfolgt durch Rechtsverordnungen der Länder. Der Genesenenstatus ist ebenso wie der Impfstatus maßgeblich für Quarantäne- und Einreisevorschriften. RKI
17. Januar 2022.


Nach Inkrafttreten der Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter/-innen in Gesundheits- und Pflegeberufen am 15. März 2022 müssen auch Beschäftigte in Hausarztpraxen einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis voweisen. Ausgenommen davon sind Mitarbeiter/-innen, die ein ärztliches Zeugnis darüber vorweisen können, dass sie auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Bei Fehlen der geforderten Nachweise müssen die betreffenden Personen mit einer Abmahnung und in letzter Konsequenz mit ihrer Entlassung rechnen. Der Praxisinhaber muss vom Fehlen der geforderten Nachweise unverzüglich das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die Arztpraxis befindet, informieren und ihm die personenbezogenen Daten der betreffenden Personen übermitteln. Falls Mitarbeiter/-innen das Vorweisen der Dokumente verweigern, kann das Gesundheitsamt ihnen verbieten, die Arztpraxis zu betreten oder darin tätig zu sein; in der Regel entfällt dann ihr Entgeltanspruch. Hausärzteverband
17. Januar 2022.


Novak Đoković (Nr. 1 der Tennis-Weltrangliste) darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss umgehend ausreisen. Wie ein Bundesgericht in Australien entschied, wurde der Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt. Đoković ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und war mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung eingereist. Er ist bekennender Impfgegner. Seine Ausnahmegenehmigung begründete er mit einer überstandenen COVID-19-Infektion. Jedoch gab es Ungereimtheiten um den PCR-Test vom Dezember vergangenen Jahres, auch hatte er falsche Angaben auf dem Einreiseformular gemacht. Drei Jahre Einreiseverbot drohen zudem. Update (17. Januar 2022): In Frankreich dürfen ab sofort nur Sportler und Sportlerinnen antreten, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Damit wird eine Teilnahme Đokovićs auch an den French Open unwahrscheinlicher.Tagesschau, Tagesschau, Eurosport, Spiegel
16. Januar 2022.


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