Prophets of Rage

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Dieser Artikel behandelt die US-amerikanische Band. Für ihr gleichnamiges Album, siehe Prophets of Rage (Album).
Prophets of Rage
Prophets of Rage Live 2017
Prophets of Rage Live 2017
Allgemeine Informationen
Herkunft Los Angeles, USA
Gründung 2016
Website prophetsofrage.com
Aktuelle Besetzung
B-Real
Gesang
Chuck D
Tom Morello
Tim Commerford
Brad Wilk
DJ Lord
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Prophets of Rage
  DE 14 22.09.2017 (3 Wo.)
  AT 12 29.09.2017 (3 Wo.)
  CH 3 24.09.2017 (… Wo.)
  UK 6 28.09.2017 (… Wo.)
  US 16 07.10.2017 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Prophets of Rage ist eine US-amerikanische Crossover-Band aus Los Angeles, die aus Mitgliedern der Bands Rage Against the Machine, Public Enemy und Cypress Hill besteht und gelegentlich als Supergroup bezeichnet wird. Die im Jahre 2016 gegründete Band veröffentlichte bislang ein Studioalbum und eine EP.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 kontaktierten die ehemaligen Rage-Against-the-Machine-Musiker Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Schlagzeug) den Public-Enemy-Rapper Chuck D, um ein neues musikalisches Projekt zu starten. Bei der Diskussion fiel der Name des Cypress-Hill-Rappers B-Real, der sich ebenso wie der Public-Enemy-DJ DJ Lord den Musikern anschloss. Der Rage-Against-the-Machine-Sänger Zack de la Rocha gehört nicht der neuen Band an. Laut Morello, Commerford und Wilk wurde de la Rocha nicht gefragt, ob er mitmachen wolle. Allerdings fügten sie hinzu, dass de la Rocha mit dem neuen Projekt seiner Bandkollegen einverstanden ist.[2]

Die beiden Rapbands spielten eine große Rolle in der Geschichte von Rage Against the Machine, die ihr erstes Konzert im Vorprogramm von Public Enemy spielten und 1994 gemeinsam mit Cypress Hill auf Amerikatournee gingen. Der Bandname stammt von einem Public-Enemy-Lied von dem Album It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back.[3] Hinter dem Projekt steht laut Tom Morello die Idee, dass in der vom ihm als „kritisch“ bezeichneten gegenwärtigen Zeit die Musik der Stammbands „dreimal so laut gehört werden sollte wie sonst“. Morello bezieht sich dabei auf Themen wie die wachsende Armut, Polizeigewalt sowie die Präsidentschaftskandidatur des umstrittenen Geschäftsmanns Donald Trump.

Ihr erstes Konzert spielten Prophets of Rage am 31. Mai 2016 im Whisky a Go Go in West Hollywood.[4] Am 19. Juli 2016 veröffentlichte die Band die Single The Party’s Over. Am Tag zuvor spielten Prophets of Rage ein Konzert bei der Demonstration End Poverty Now: March For Economic Justice (engl.: Jetzt die Armut beenden: Marsch für ökonomische Gerechtigkeit) in Cleveland. Die Band marschierte mit den anderen Teilnehmern zum Cleveland Public Square, rund eine halbe Meile von der Quicken Loans Arena entfernt. Dort begann gleichzeitig der Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei, bei der Donald Trump zum Kandidaten gewählt wurde.[5]

Die ebenfalls The Party’s Over benannte EP erschien dann am 19. August 2016. Neben den Liedern Prophets of Rage und The Party’s Over enthält die EP live aufgenommene Coverversionen der Lieder Killing in the Name (Rage Against the Machine), Shut ’em Down (Public Enemy) sowie No Sleep ’til Cleveland, eine Interpretation des Liedes No Sleep ’til Brooklyn der Beastie Boys.[6] Produziert wurde die EP von Brendan O’Brien. Gleichzeitig begann eine Tournee durch Nordamerika. Im Sommer 2017 spielte die Band bei den europäischen Festivals Rock am Ring, Rock im Park, Nova Rock, Hellfest und dem Bråvalla Festival. Das Debütalbum Prophets of Rage erschien am 14. September 2017 und erreichte Platz sechs der britischen und Platz 14 der deutschen Albumcharts.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland - Österreich - Schweiz - UK
  2. Dominik Sliskovic: Warum Zack de la Rocha nicht Teil der Prophets Of Rage ist. Musikexpress, abgerufen am 13. September 2016.
  3. Martin Burger: Partycrasher. In: Visions, Ausgabe 282, Seite 24
  4. PROPHETS OF RAGE Feat. RAGE AGAINST THE MACHINE Members: Video Footage Of Live Debut. Blabbermouth.net, abgerufen am 13. September 2016 (englisch).
  5. Watch PROPHETS OF RAGE Perform In Protest Of Republican National Convention. Blabbermouth.net, abgerufen am 13. September 2016 (englisch).
  6. PROPHETS OF RAGE To Release 'The Party's Over' Five-Song EP. Blabbermouth.net, abgerufen am 13. September 2016 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prophets of Rage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien