Psychasthenie

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Klassifikation nach ICD-10
F48.8 Psychasthenie
300.89 Psychasthenie
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Psychasthenie ist eine psychische Störung, die derzeit als Neurose (ICD-10 F48.8; ICD-9-CM 300.89) klassifiziert wird. In der modernen Klassifizierung von Persönlichkeitsstörungen ist die genaue Entsprechung für Psychasthenie die „psychasthenische Psychopathie“ und gehört zu einer Persönlichkeitsstörung. Charakteristisch für Psychasthenie sind ständige Angst, gestörte Selbstwertgefühl, Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, Depersonalisation, schwach ausgeprägte Sensibilität. Typische für Psychasthenie ist die ständig andauernde Selbstanalyse, Analyse Anderer, Zusammenhänge oder Situationen, sowie Misstrauen den anderen gegenüber oder hinterfragen der Umstände. Psychastheniker sind pausenlos damit beschäftigt, „wie sie auf andere wirken“ und analysieren in der Gegenwart schon geschehene Vorgänge. Aus diesem Grund wirken sie meist abwesend, unkonzentriert und haben deshalb meist Probleme mit der Umgebung/aktuellen Geschehnissen. Sie machen sich selber Vorwürfe, dass sie in Situationen sich besser verhalten hätten sollen oder durchplanen eine bevorstehende Situation. Das gelingt nicht, zieht Depressionen und sozialen Rückzug nach sich, weil sie den „möglichen“ Problemen aus dem Weg gehen möchten. Betroffene fühlen sich oft falsch verstanden. Eine psychiatrische oder psychoanalytische Behandlung gestaltet sich als schwierig und kann scheitern. Der an Psychastenie Erkrankte sieht zwar ein, dass er Hilfe braucht, analysiert aber sogar während der Sitzung den Analytiker und die Situation. Meistens nehmen sie aber keine Hilfe an, weil ihnen das Vertrauen schon von vornherein fehlt. Die Verschlossenheit und Misstrauen anderen gegenüber ist dafür der hauptsächliche Grund. Vertrauensbasis zum Gegenüber kann langwierig aufgebaut werden, jedoch schnell wieder zerstört werden, weil sie alles hinterfragen. Psychasthenie grenzt sich von der Kritik insofern ab, dass sie im Gegensatz zu spontaner Kritik, andauernd abläuft und dabei gleichzeitig sowohl nach innen, als auch nach aussen gerichtet ist. Auslöser für Psychastenie können frühkindliche Entwicklungsstörungen (Urvertrauen) oder schlechte Erfahrungen (Traumata) im Erwachsenenalter sein.

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!