pwd (Unix)

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pwd (Print Working Directory, im Deutschen etwa Drucke Arbeitsverzeichnis) ist ein Unix-Kommando, der den Namen des gerade verwendeten Verzeichnisses auf einer Kommandozeile ausgibt. Dies kann zur Orientierung verwendet werden, falls die Kommandozeile den Namen nicht ohnehin anzeigt. Der Befehl wird vor allem unter Unixen verwendet, findet sich aber auch in anderen Betriebssystemen wie Windows (dort verfügbar durch den Befehl chdir ohne Übergabe von Argumenten) oder OpenVMS (Befehl: show default).

Er ist unter anderem in der Bourne shell sowie der Bourne Again shell verfügbar und mit den POSIX-konformen C-Funktionen getcwd() oder getwd() leicht implementierbar.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abhängigkeit vom aktuellen Pfad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Befehl kann ohne jegliche Argumente aufgerufen werden. Zum Beispiel:

$ pwd
/home/foobar

Nach einem Wechsel in ein anderes Verzeichnis durch den cd-Befehl gibt pwd etwas anderes aus:

$ pwd
/home/foobar
$ cd /usr/bin
$ pwd
/usr/bin

Kommandozeilenargument[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alternativ kann der Befehl auch mit einem Argument ausgeführt werden. Hierbei kann der Aufrufer festlegen, ob entweder der logische Pfad oder der physikalische Pfad ausgegeben werden soll.

  • Mit '-L' als Argument gibt 'pwd' den logischen Pfad aus. Der logische Pfad entspricht den 'cd'-Parametern, die ursprünglich zum aktuellen Pfad geführt hatten.
  • Mit '-P' als Argument gibt 'pwd' den physikalischen Pfad aus. Der physikalische Pfad weicht vom logischen Pfad ab, falls der logische Pfad Symlinks enthält.

Im folgenden Beispiel ist /home ein symbolischer Link auf /mnt/home. Standardmäßig erzeugt 'pwd' die logische Ausgabe:

$ pwd
/home/foobar
$ pwd -L
/home/foobar

Mit einem '-P'-Argument gibt 'pwd' den physikalischen Pfad aus:

$ pwd -P
/mnt/home/foobar
$ ls -l /home
lrwxrwxrwx 1 root root 10 10. Dez 05:06 /home -> /mnt/home

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Befehl abgeleitet ist die von ksh93 eingeführte Umgebungsvariable PWD, die ebenfalls das aktuelle Arbeitsverzeichnis enthält, sich aber von Anwendungsprogrammen leichter auswerten lässt. Bei Microsoft ist das seit den Zeiten von MS-DOS die Umgebungsvariable CD.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]