Rüssel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rüssel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Rüsselspitze eines Elefanten

Ursprünglich bedeutet Rüssel (griech. προβοσκίς, proboskís, daher neulat. Proboscis) bei Tieren eine verlängerte, fleischige Nase mit den Nasenlöchern am unteren, freien Ende. Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff die in ähnlicher Art verlängerten Mundteile bei vielen anderen Tieren.

  • Bei Elefanten und anderen (fossilen) Angehörigen der Rüsseltiere (Proboscidea) stellt der Rüssel ein langes, äußerst bewegliches und mit feinem Tastgefühl begabtes muskuläres Organ dar, das sich im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte aus dem Zusammenwachsen von Oberlippe und Nase bildete. Neben seiner Funktion als Riechorgan dient es seinem Besitzer als Waffe, als Greifhand beim Fressen, als Saug- und Druckpumpe beim Trinken. Auch spielt der Rüssel eine wichtige Rolle in der sozialen Interaktion zwischen Elefanten (etwa im gegenseitigen Umschlingen der Rüssel als Zeichen der Begrüßung oder Zuwendung) und allgemeiner auch als zusätzliches Kommunikationsmittel (z. B. zum Signalisieren einer Drohgebärde oder Dominanzansprüchen durch einen nach oben gestreckten Rüssel). Gelegentlich wird der Elefantenrüssel beim Baden oder Schwimmen auch als eine Art Schnorchel eingesetzt.
  • Bei Tapiren ist der Rüssel weniger ausgeprägt als bei Elefanten, bei Schweinen nur gering.
  • Bei anderen Säugetieren wie Igel, Nasenbär und Ameisenbär spricht man wegen der optischen Ähnlichkeit häufig ebenfalls von einem Rüssel.
  • Bei Schmetterlingen besteht der teilweise sehr lange Saugrüssel aus den umgewandelten Unterkiefern. Er wird im Ruhezustand eingezogen oder eingerollt und dient zum Aufsaugen des Blütennektars oder (bei wenigen Arten) des Blutes warmblütiger Lebewesen, im Bedarfsfall auch zum Anritzen von Blüten oder der Haut.
  • Bei anderen Insekten, z. B. Fliegen und v. a. Wanzen, stellt der Saugrüssel ein Saugorgan dar, das im Bedarfsfall auch zum vorherigen Aufstechen von Oberflächen verwendet wird.
  • Bei Käfern wird die Verlängerung des Kopfes Rüssel genannt. Man findet sie vor allem bei den Rüsselkäfern, sie sind auch in wenigen anderen Käferfamilien ausgebildet. Die Mundwerkzeuge sitzen jedoch an der Spitze des unbeweglichen Rüssels
  • Auch manche Schnecken, Würmer, Krebse und Quallen besitzen Fortsätze, die in Aussehen und Funktion an einen Rüssel erinnern und deswegen so genannt werden.


 Wiktionary: Rüssel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen