Raimer Jochims

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Raimer Jochims bei der 200-Jahrfeier der Städelschule 2017.

Raimer Jochims (* 22. September 1935 in Kiel) ist ein deutscher Maler, Philosoph und Kunstwissenschaftler. Er war von 1971 bis 1985 Rektor der Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jochims beschäftigt sich seit 1956 als Autodidakt mit der Malerei, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Archäologie in München und promovierte 1968 über Konrad Fiedler. Er hatte seit 1967 Lehrtätigkeiten an der Kunstakademie Karlsruhe und der Kunstakademie München inne. Von 1971 bis 1997 war er Professor für Freie Malerei und Kunsttheorie an der Städelschule. Während seiner Amtszeit als Rektor der Städelschule von 1971 bis 1985, holte unter anderem die Künstler Thomas Bayrle, Willi Schmidt und Peter Kubelka als Lehrer an die Schule.

Jochims hatte bisher eine Vielzahl an Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland; außerdem Vorträge und Vorlesungsreihen zu kunsttheoretischen Aspekten der „Identitätserfahrung“. Jochims sagt, dass sich diese Identitätserfahrung in allen Kulturen der Erde finden lässt und sich über die Sinne des Menschen manifestiert. Als Maler interessiert er sich hierbei besonders für den visuellen Aspekt dieser Erfahrung. Jochims spürt den Formen, den Farben und der jeweiligen Identität der unterschiedlichsten Kulturen nach und versucht, das zugrundeliegende - und gemeinsame - theoretische Konstrukt dahinter zu entdecken. So ist Farbe für ihn nicht nur Farbe, Form nicht einfach nur irgendeine Form, sondern immer in erster Linie Leben. Dieses innewohnende Leben versucht er durch seine Kunst aufzuspüren.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen

  • 2012: Raimer Jochims, Johnen Galerie, Berlin
  • 2005: Bildobjekte, Kunstverein Würzburg, Würzburg
  • 2003: Bilder und Papierarbeiten, frühe Bilder, „Vorbilder“, Museum am Ostwall, Dortmund
  • 1994: Bilder/Paintings 1961–1993, Kunstmuseum Bonn
  • 1991: Bilder und Papierarbeiten, Galerie Christine König, Wien
  • 1990: Bilder und Vorbilder, Portikus, Frankfurt am Main
  • 1989: Zeichnungen nach der Natur, Folkwangmuseum Essen, Studio, Essen
  • 1987: Raimer Jochims - Bilder und Papierarbeiten, 1984–1986, Badischer Kunstverein, Karlsruhe
  • 1982: Jochims 1961–1982, Frankfurter Kunstverein, DE
  • 1980: Bilder, Papierarbeiten, Malbücher, Kunsthalle Mannheim, Mannheim
  • 1976: Jochims: Zeichnungen, Drawings 1956–1974, Institut für moderne Kunst Nürnberg
  • 1975: Raimer Jochims – Arbeiten 1961–1975, Städtisches Kunstmuseum, Bonn, DE
  • 1975: Raimer Jochims, Kunsthalle Bremerhaven, Bremerhaven
  • 1974: Schwarze Malerei 1961–1973, Galerie Krinzinger, Innsbruck
  • 1972: Galerie Verna, Zürich
  • 1970: Schwarze Malerei, Galerie Schöttle, München
  • 1969: Kabinett für aktuelle Kunst, Bremerhaven
  • 1968: Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

Gruppenausstellungen

  • 2007: Neue Tendenzen. Eine europäische Künstlerbewegung 1961–1973, Leopold Hoesch Museum, Düren, DE
  • 2006: Arena der Abstraktion, Museum Morsbroich, Leverkusen;
 Die Neuen Tendenzen, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
  • 2005: Eröffnungsausstellung SQUARE – Die Sammlung Marli Hoppe-Ritter, Museum Ritter, Waldenbuch
  • 1999: Die Farbe (rot) hat mich, Osthaus Museum, Hagen
  • 1989: In Kawara - wieder und wieder, Portikus, Frankfurt am Main

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015 Raimer Jochims – Sammlung zur Weltkunst: Stiftung Eliashof in Hochstadt, KANN Verlag, Frankfurt am Main, ISBN 978-3943619355
  • 2010 Bilder und Vorbilder, Gratianus Stiftung, Tübingen
  • 1998 Farbe Sehen, Parerga-Verlag, Bonn/Düsseldorf
  • 1996 Kunst und Identität, edition tertium, Ostfilder
  • 1994 Raimer Jochims - Bilder 1961-1993, Kunstmuseum Bonn, Bonn
  • 1990 Bilder und Vorbilder, Portikus, Frankfurt am Main; "Zueignung", Frankfurter Goethe-Museum, Frankfurt am Main
  • 1987 Bilder und Papierarbeiten, Ritter Verlag, Klagenfurt
  • 1984 Steine, Kunstverlag Weingarten, Weingarten
  • 1975 Visuelle Identität, Insel-Verlag, Frankfurt am Main

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]