Ralph Towner

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Ralph Towner bei einem Konzert mit Paolo Fresu, Treibhaus Innsbruck 2010

Ralph Towner (* 1. März 1940 in Chehalis, Washington) ist ein US-amerikanischer Jazzgitarrist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Towner absolvierte eine klassische Trompetenausbildung und erlernte daneben autodidaktisch das Klavierspiel. Er absolvierte ab 1958 ein Kompositionsstudium an der University of Oregon und ging 1963 für ein Studium des klassischen Gitarrenspiels zu Karl Scheit nach Wien. Es schloss sich ein Studium bei Homer Keller an der University of Oregon an, 1967 folgte ein weiteres Studienjahr bei Scheit.

1968 ging er als Gitarrist und Pianist nach New York City, wo er 1970 Mitglied des Paul Winter Consort wurde. 1972 gründete er mit Glen Moore, Collin Walcott und Paul McCandless die Gruppe Oregon, mit der er im Lauf der Jahre mehr als dreißig Alben einspielte. Daneben arbeitete er auch mit Musikern wie Keith Jarrett, Joe Zawinul und Wayne Shorter (Weather Report), Egberto Gismonti, Gary Burton, John Abercrombie, Gary Peacock, Jack DeJohnette, Jan Hammer, Eddie Gomez, Elvin Jones, Freddie Hubbard, dem Trio Azimuth und 2009 im Duo mit Paolo Fresu (auf dem Enjoy Jazz-Festival).

Towner tritt weltweit auf, in Nord- und Südamerika, Asien, ganz Europa, Australien und Neuseeland. Er erhielt 1974 den Down-Beat-Kritiker-Poll und gewann 1976 mit Solstice und 1988 mit dem Oregon-Album Ecotopia den Deutschen Schallplattenpreis.

Er komponierte Orchesterwerke, die u.a. vom Stuttgarter Opernorchester, dem Indianapolis Symphony Orchestra und dem Freiburger Festivalorchester aufgeführt wurden, eine Solosuite für Gitarre sowie Kammermusik und Filmmusiken und verfasste ein Buch über Spieltechnik und Improvisation auf der klassischen Gitarre.

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Improvisation and Performance Techniques for Classical and Acoustic Guitar (1982)
  • Solo Guitar Works, vol. 1 (2002), ISBN 0971727805
  • Solo Guitar Works, vol. 2 (2006), GSP 01-910034

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trios Solos, 1973 (mit Glen Moore)
  • Diary, 1973
  • Matchbook, 1974 (mit Gary Burton)
  • Solstice, 1975 (mit Jan Garbarek, Eberhard Weber, Jon Christensen)
  • Sargasso Sea, 1976 (mit John Abercrombie)
  • Dis, 1976 (mit Jan Garbarek)
  • Solstice: Sounds & Shadows, 1977
  • Batik, 1978
  • Old Friends New Friends, 1979
  • Solo Concert, 1979
  • Five Years Later, 1981
  • Blue Sun, 1982
  • Works, Kompilation (ed. 1984)
  • Slide Show, 1985 (mit Gary Burton)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]