Regattastrecke

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Blick über die Regattastrecke Fühlinger See.

Eine Regattastrecke ist eine Wettkampfstrecke für den Kanu- und Rudersport auf der unter anderem Regatten stattfinden. Künstliche Regattastrecken (auch Regattabahn genannt) sind der Regel ca. 2300m (mit Start- und Zielbereich) lang und ca. 150m breit. Diese Größe ist durch die für Ruderwettkämpfe erforderliche Wettkampfstreckenlänge von 2000m und die für bisher sechs Bahnen und ab 2011 acht Bahnen à 12,5m bis 15m erforderliche Mindestbreite von ca. 90m bedingt und durch den Ruder-Weltverband FISA vorgegeben. Im Kanusport sind in der Regel neun Bahnen mit einer Mindestbreite von neun Metern vorgesehen. Um Kanu- und Rudersport auf einer Strecke gut kombinieren zu können, sind die Ruderbahnen typisch 13,5m breit, damit sechs Ruderbahnen zu neun Kanubahnen umgebaut werden können. Die einzelnen Bahnen sind meist mit Bojenketten (Albano-System) markiert, alle 250 m gibt es eine Entfernungsangabe. Zur Verbesserung der Startbedingungen kommen Startanlagen zum Einsatz.

Da die international üblichen Streckenlängen im Kanurennsport und Drachenboot maximal 1000 Meter betragen, wird im Kanusport nur der zielnähere Bereich für Wettkämpfe benutzt, der Rest für Aufwärmübungen der Sportler.

Auf Regattastrecken werden auch Motorbootrennen durchgeführt, für eine Rundstrecke beträgt der Abstand zwischen den Wendebojen je nach Klasse 600 bis 1000 Meter.

Da die Herstellungskosten für künstliche Regattastrecken schnell zweistellige Millionenbeträge erreichen, gehören Regattastrecken zu den größeren Kostenfaktoren, wenn diese für Olympischen Spielen neu errichtet werden müssen. Sie werden daher stets so konzipiert, dass sie sich sowohl für das Rudern als auch den Kanusport eignen.

In Deutschland gibt es in München, Köln und Duisburg künstliche Regattastrecken.

Außerdem sind Regattastrecken auf natürlichen Gewässern eingerichtet, z.B. in Hamburg, Berlin und Brandenburg.

Wettkampfstätten für den Kanuslalom werden nicht Regattastrecke, sondern Wildwasseranlage genannt.