Regionalisierung (Wirtschaft)

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Regionalisierung ist

  • der Vorgang der Unterteilung eines Gebietes in Regionen oder
  • der Vorgang der Zuordnung unterschiedlicher Systeme, Prozesse und Produkte (oder unterschiedlicher Teile davon) zu unterschiedlichen Regionen eines Gebietes oder
  • ein Vorgang in fiktionalen Darstellungen oder in Darstellungen in Kunst oder Werbung, bei dem insbesondere Figuren, Handlungsweisen, Mentalitäten etc., die als realistisch gelten sollen, mit Hilfe ästhetischer (literarischer, künstlerischer etc.) Mittel als besonders „typisch“ für die jeweilige Region und zu ihr quasi „natürlich“ hinzugehörend präsentiert werden.

Regionalisierung von Systemen ist die Matrixbildung der Elemente und Funktionen dieser Systeme einerseits mit den Regionen eines Gebietes andererseits. Solche Systeme können beispielsweise Prozesse und Produkte sein, die gänzlich oder teilweise regionalen Bedürfnissen entsprechend angepasst oder segmentiert werden müssen.

Regionalisierung beziehungsweise Lokalisierung (L10N) von Produkten, Identitäten oder Selbstbildern kann den regionsspezifischen Interessen regionaler Bevölkerungen und Marktteilnehmer entgegenkommen, aber auch ihre Wahlfreiheit im globalen Markt der Waren oder Identitäten einschränken.

Regionalisierung ist ein Prozess, mit dem einerseits bestehende Grenzen regionaler Unterschiede mit dem Ziel der Anpassung an regionale Anforderungen erkannt werden, oder andererseits durch das Schaffen von Grenzen die Entwicklung regionale Unterschiede erst begünstigt wird.

Globalisierung und Internationalisierung sind nicht notwendigerweise Gegenpole zu Regionalisierung und Lokalisierung, sondern Regionalisierung und Lokalisierung sind Elemente von Marktsegmentierungs-Strategien unter den Bedingungen der Globalisierung und der Internationalisierung.