Reiner Hoffmann

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Reiner Hoffmann (* 30. Mai 1955 in Wuppertal) ist ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär. Seit Mai 2014 ist er Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmann ist der Sohn eines Maurers; seine Mutter arbeitete als Putzfrau.[1] Nach der Volksschule und der Handelsschule besuchte er die Fachoberschule für Wirtschaft. Seinen Zivildienst machte er in der chirurgischen Abteilung eines städtischen Krankenhauses in Wuppertal.[2] 1972 trat er der SPD bei sowie der IG Chemie-Papier-Keramik (seit 1997 IG Bergbau, Chemie, Energie, IG BCE).

Bei der Hoechst AG war er als Groß- und Außenhandelskaufmann tätig. Nach dem Zivildienst am Klinikum Wuppertal studierte er an der Gesamthochschule Wuppertal mit dem Abschluss 1982 als Diplom-Ökonom. Nach Tätigkeiten als Assistent beim Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA) der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Gesamthochschule Wuppertal arbeitete er ab 1984 bei der Hans-Böckler-Stiftung und war dort bis 1994 Leiter der Abteilung Forschungsförderung.

Von Oktober 1994 bis Mai 2003 war er Direktor des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (EGI), danach bis 2003 stellvertretender Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB). Ab 2009 war er Leiter des Landesbezirks Nordrhein der IG BCE. Im Oktober 2013 wurde er zum Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes des DGB gewählt und trat dieses Amt im Februar 2014 als Nachfolger von Claus Matecki an. Am 15. Januar 2014 nominierten ihn die Vorsitzenden der acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB offiziell für die Position an der Spitze des Gewerkschaftsbundes.[3] Im Mai 2014 wurde er vom DGB-Bundeskongress gewählt.[4] Er erhielt 93,1 Prozent der Delegiertenstimmen.[5] Hoffmann trat die Nachfolge von Michael Sommer an. Zusammen mit Kerstin Jürgens und Christina Hoffmann hat er 2017 den Band Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission »Arbeit der Zukunft« herausgegeben.

Hoffmann sitzt in Aufsichtsräten mehrerer Unternehmen, unter anderem der Bayer AG. Er ist Witwer und hat zwei erwachsene Kinder.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eva Völpel, Barbara Dribbusch: „Ich sage ganz klar: Geiz ist nicht geil“. In: die Tageszeitung, 12. Mai 2014, S. 4
  2. T. Bendikowski: Helfen. Warum wir für andere da sind. München 2016. S. 244.
  3. http://einblick.dgb.de/themen/++co++47c9ce48-81c6-11e3-a630-52540023ef1a
  4. http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/bundeskongress/20-ordentlicher-bundeskongress
  5. Hoffmann mit 93,1 Prozent zum DGB-Chef gewählt, Rheinische Post online, abgerufen am 12. Mai 2014
  6. http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/organisation-und-bundesvorstand/reiner-hoffmann/?tab=tab_0_0#tabnav