Reinhold Wittig

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Spiellokomotive in Göttingen

Reinhold Wittig (* 1937 in Göttingen) ist ein deutscher Künstler und Spieleautor[1] sowie Planeten-Geologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnenuhr in Göttingen
Bronze gegossene Stele von Reinhold Wittigs Planetenweg in Göttingen (Goetheallee)

Reinhold Wittig ist hauptberuflich Geologe, der bis zu seiner Pensionierung am Geologischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen beschäftigt war.

Wittig ist Leiter der von ihm 1976 gegründeten Edition Perlhuhn und Mitinitiator des Göttinger Kunstmarktes. Ursprünglich zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Karin (geb. Mieth) organisiert er die seit 1983 stattfindenden Spieleautorentreffen in Göttingen. Aus dem Spieleautorentreffen ging 1991 der Verein Spiele-Autoren-Zunft hervor sowie das Fachblatt Spiel & Autor. Weiterhin tritt Wittig regelmäßig als Bildender Künstler in den verschiedensten Bereichen in Göttingen in Erscheinung. Außerdem ist er Initiator des Göttinger Planetenweges und wirkte am Göttinger Geopark mit.

Vor wenigen Jahren hat Wittig zusammen mit dem kleinen Kunsthandwerks-Familienbetrieb Driehoek im Norden Namibias einen afrikanischen Ableger seiner Edition Perlhuhn als Namibian Games gegründet.[2] In der Herstellung werden Buschleute beschäftigt, die auch an der angepassten „afrikanischen“ Konzeption beteiligt werden. Es werden landestypische Materialien – Lederspielpläne, Schnitzereien aus Weichholz, Makalani-Nüsse, Schmucksteine – genutzt. Beispielsweise wurden die Nilpferde aus dem gleichnamigen Spiel von 1983 in der namibischen Neuausgabe Etoscha durch in den wüstenartigen, ariden Regionen besser bekannte Tierarten ersetzt. Ein rundes Dutzend an neuen Spielen mit eigenständig namibischen Themen wird von Wittig als „im konkreten Planungsstadium“ steckend angekündigt.[2]

Edition Perlhuhn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. September 1976 wurde der Spielekleinverlag Edition Perlhuhn von Wittig gegründet. Inzwischen sind dort über 100 Spiele erschienen, von denen mehrere durch die Jury Spiel des Jahres ausgezeichnet wurden. Seit den achtziger Jahren wurden neben den Wittig-Spielen auch Spiele von fremden Autoren ins Programm aufgenommen. Der Sitz der Edition Perlhuhn „Spiel und Kunst“ ist in Göttingen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müller & Sohn

Neben der Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen im Jahr 2003, erhielt Wittig für folgende Spiele diverse Auszeichnungen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reinhold Wittig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max J. Kobbert: Kulturgut Spiel. Daedalus Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-89126-252-8, S. 75.
  2. a b Namibian Games auf der Perlhuhn Website