Relief (Geologie)

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Zu weiteren Bedeutungen des Terminus siehe Relief (Begriffsklärung)


Relief des Schaumbergs bei Tholey

Unter Relief (frz. „das Hervorgehobene“) versteht man in der Geologie und Geografie die Oberflächengestalt der Erde, d. h. die Form des Geländes. Sie entsteht durch die Einwirkung innerer (endogener) und äußerer (exogener) Kräfte auf die Erde.

Endogene Kräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kräfte, die aus dem Erdinneren wirken (innenbürtige Kräfte): Die Erdkruste setzt sich nach der Theorie der Plattentektonik aus einer Anzahl größerer und kleiner Platten zusammen, die durch Magmaströme (Konvektionsströme) ihre Lage verändern und für Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben verantwortlich sind. Wo Platten aufeinanderstoßen, entstehen große Faltengebirge und Tiefseerinnen. Durch Ausgleichsbewegungen werden einzelne Gebirgsteile blockartig zu Horsten emporgehoben. Andere Teile wiederum sinken ab. Dadurch entstehen Gräben und Becken.

Exogene Kräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kräfte, die von außen auf die Oberfläche der Erde wirken (außenbürtige Kräfte): Die durch endogene Kräfte geschaffenen Gesteinsformationen werden durch die exogenen Kräfte stetig abgebaut (Verwitterung), abgetragen (Erosion) und abgelagert (Sedimentation). Äußere Kräfte sind etwa Wasser, Wind, Eis oder Lebewesen, vor allem Pflanzen. Auch der Mensch ist mittlerweile zu einem reliefbildenden Faktor geworden, indem er großflächige Geländemodellierungen durchführt, die Erosion beeinflusst oder Landgewinnung betreibt.

Großlandschaften - Reliefformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie sind das Ergebnis der endogenen Kräfte. Die Krustenteile, die über die Wasseroberfläche hinausragen, unterliegen den Einflüssen der exogenen Kräfte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landschaftsformen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien