Renate von Mangoldt

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Renate von Mangoldt (* 15. Dezember 1940 in Berlin) ist eine deutsche Fotografin, die sich vornehmlich auf Schriftstellerporträts spezialisiert hat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renate von Mangoldt wuchs in Erlangen auf und besuchte, angeregt durch den Erlanger Bildhauer und Fotografen Helmut Lederer, der ihr Vorbild war, nach dem Abitur die Bayerische Staatslehranstalt für Fotografie in München. Zunächst galt ihr künstlerisches Interesse Steinen, Dolmen und Menhiren sowie Schwarzweißstrukturen (z. B. Hopfenstangen im Schnee in der Holledau).

Als sie 1963 den Schriftsteller Walter Höllerer kennenlernte, folgte sie ihm in sein neu gegründetes Literarisches Colloquium (LCB) nach Berlin. Dort baute sie das LCB-Fotoarchiv auf, das sie bis heute betreut.[1][2] Der Literaturwissenschaftler Hans-Joachim Neubauer schrieb über sie: „Nur wenige Fotografinnen oder Fotografen haben das Bild – und damit das Gedächtnis – der jüngeren deutschen Literatur seit den 60er Jahren so geprägt wie Renate von Mangoldt. Sie gehört zu den großen Chronistinnen ihrer Generation (…) Wer an Autoren wie Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Uwe Johnson, Heiner Müller oder Günter Grass denkt, hat ihre Bilder vor Augen.[3]

Renate von Mangoldt war von 1965 bis zu seinem Tod 2003 mit Walter Höllerer verheiratet, das Paar hat zwei Söhne.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renate von Mangoldt. Berlin – Erlangen, hin und zurück. 100 Schwarz–weiß-Photographien. Kunstmuseum Erlangen. 12. Oktober bis 9. November 2008
  • Renate von Mangoldt - Schwarzweiß-Fotografien aus vier Jahrzehnten. 18. Januar - 24. April 2009, Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin literarisch – 120 Autoren aus Ost und West (1988) Covers der LCB-Editionen 1968–1989 (enthält Autorenfotos von R.v.M.)
  • Berlin (1977), Fotografien
  • Übern Damm und durch die Dörfer (1978), 382 Fotografien.
  • Die Berlinerin (mit Porträtfotos von R.v.M.) 2. Auflage 1994, 24 Hefte der LCB-Reihe Text und Porträt (1990–1996)
  • Nachtrag zur S-Bahn, Göttingen (Steidl) 2010 ISBN 978-3-86930-190-7
  • Autoren - Fotografien 1963-2012 , Göttingen (Steidl) 2013 ISBN 978-3-86930-526-4 [4].

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katalog zur Ausstellung: Renate von Mangoldt. Berlin - Erlangen, hin und zurück. 100 Schwarz-weiß Photographien. 12. Oktober bis 9. November 2008. Kunstmuseum Erlangen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.lcb.de/fotos/
  2. http://www.lcb.de/ueberuns/mitarbeiter/
  3. Aus: Ein Haus in der Mitte der Literatur. Berlin 2003, S.19
  4. Rezension von Insa Wilke am 25. Juni 2013 in der Zeit: Dichter, Buchlawinen, Labyrinthe. Abgerufen am 29. Juni 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]