Ressen (Neu-Seeland)

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Gemeinde Neu-Seeland
Koordinaten: 51° 37′ 50″ N, 14° 7′ 50″ O
Höhe: 105 m
Fläche: 3,9 km²
Einwohner: 150 (1. Jan. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 2002
Postleitzahl: 03103
Vorwahl: 035751
Dorfkirche in Ressen
Dorfkirche in Ressen

Ressen, niedersorbisch Rašyn, ist ein Ort im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Ort ist Teil der Gemeinde Neu-Seeland, die zum Amt Altdöbern gehört und zählt zum amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ressen liegt in der Niederlausitz. Der Ort ist der nördliche Teil der Gemeinde Neu-Seeland. Im Osten und Südosten grenzt der Ort an Neupetershain. Im Norden liegt der Ortsteil Greifenhain der Stadt Drebkau und im Nordwesten der Ortsteil Pritzen des Ortes Altdöbern. Im Westen und Südwesten schließen sich die Gemeindeteile von Neu-Seeland Lubochow und Bahnsdorf an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Ressens stammt aus dem Jahre 1582 mit dem heute bekannten Namen.

Die Dorfkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert, sie ist in die Landesdenkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen. In Ressen gab es sechs Teiche. Durch die um den Ort aufgeschlossenen Tagebaue und dem damit verbundenen Absinken des Grundwasserspiegels sind jedoch fünf Teiche ausgetrocknet.

Ursprünglich sprach die Ressener Bevölkerung niedersorbisch (wendisch). Der allmähliche Sprachwechsel zum Deutschen vollzog sich im 19. Jahrhundert. 1884 zählte Arnošt Muka unter 159 Einwohnern noch 40 Sorben (25 %).[2]

Bis zum Jahr 1816 gehörte Ressen zum brandenburgisch-preußischen Cottbuser Kreis, dann von 1816 bis 1950 zum Landkreis Calau, der 1950 in Landkreis Senftenberg umbenannt wurde. In der Kreisreform von 1952 kam Ressen zum neu zugeschnittenen Kreis Calau.

Im Zuge der brandenburgischen Gemeindegebietsreform kam es zum 1. Februar 2002 zur Bildung der Gemeinde Neu-Seeland aus den Gemeinden Lindchen, Lubochow und Bahnsdorf sowie Ressen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Ressen von 1875 bis 2001[4]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 165 1890 147 1910 187 1925 186
1933 173 1939 165 1946 215 1950 211
1964 189 1971 239 1981 206 1985 189
1989 175 1990 174 1991 167 1992 168
1993 172 1994 162 1995 160 1996 153
1997 151 1998 162 1999 162 2000 157
2001 153

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Ressen gehört zu den Baudenkmalen in Neu-Seeland.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012: Vollständiges Ortslexikon. 33. überarb. und erw. Ausg., Walter de Gruyter, Berlin und Boston 2012, ISBN 978-3-11-027420-2, Online bei Google Books, S. 1143
  2. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 68
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Statistik Brandenburg (PDF)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg Nr. 1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]