Richard Howard

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Richard Joseph Howard (Geburtsname: Richard Joseph Orwitz; * 13. Oktober 1929 in Cleveland, Ohio) ist ein US-amerikanischer Lyriker, Literaturkritiker und Hochschullehrer, der 1970 für seinen Gedichtband Untitled Subjects den Pulitzer-Preis für Dichtung erhielt. Er war auch als Übersetzer tätig und erhielt 1983 den National Book Award für eine Übersetzung von Les Fleurs du Mal von Charles Baudelaire.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Joseph Orwitz wurde als Kind adoptiert und nahm den Namen seiner Adoptiveltern Howard an. Nach dem Schulbesuch begann er ein grundständiges Studium an der Columbia University bei Mark Van Doren, das er mit einem Bachelor of Arts (B.A.) beendete. Ein darauf folgendes postgraduales Studium an der Columbia University schloss er 1952 mit einem Master of Arts (M.A.) ab und absolvierte im Anschluss zwischen 1952 und 1953 einen Studienaufenthalt an der Sorbonne, der Universität von Paris. Er erhielt ein Guggenheim-Stipendium und begann seine schriftstellerische Tätigkeit als Lyriker sowie Literaturkritiker und war des Weiteren Lyrikredakteur der Literaturzeitschrift The Paris Review, die im Frühjahr 1953 erstmals erschien, sowie des bereits 1914 gegründeten politischen Magazins The New Republic. Er war des Weiteren als Professor an der University of Cincinnati sowie als Professor für die englische Sprache an der University of Houston tätig.

1962 erschien mit Quantities Howards erster Gedichtband. Für seinen 1969 erschienenen Gedichtband Untitled Subjects erhielt er 1970 den Pulitzer-Preis für Dichtung[1] und 2000 den Lambda Literary Award für Trappings. Er war auch als Übersetzer tätig und erhielt 1983 den National Book Award für eine Übersetzung von Les Fleurs du Mal von Charles Baudelaire.[2] 1988 wurde Howard in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.[3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedichtsammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quantities, 1962
  • The Damages, 1967
  • Untitled Subjects, 1969
  • Findings, 1971
  • Two-Part Inventions, 1974
  • Fellow Feelings, 1976
  • Misgivings, 1979
  • Lining Up, 1984
  • No Traveller, 1989
  • Selected Poems, 1991
  • Like Most Revelations, 1994
  • Trappings, 1999
  • Talking Cures, 2002
  • Inner Voices, 2004
  • The Silent Treatment, 2005
  • Without Saying, 2008
  • A Progressive Education, 2014

Literaturkritische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alone with America: Essays on the Art of Poetry in the United States Since 1950, 1969
  • Preferences: 51 American poets choose poems from their own work and from the past. Commentary on the choices and an introd, 1974
  • Travel Writing of Henry James, 1994
  • Paper Trail: Selected Prose 1965–2003, 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pulitzer Prize for Poetry: Winners
  2. National Book Award Winners: 1950 – 2015
  3. Book of Members 1780–present, Chapter H. In: American Academy of Arts and Sciences (amacad.org). Abgerufen am 18. Juni 2018 (PDF; 1,3 MB, englisch).