Robert-Alexander Bohnke

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Robert-Alexander Bohnke (* 21. März 1927 in Berlin; † 17. Oktober 2004 in Tübingen) war Pianist und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohn des Komponisten, Dirigenten und Bratschisten Emil Bohnke und der Violinistin Lilli Bohnke, geb. von Mendelssohn. Seine Eltern starben 1928 bei einem Verkehrsunfall. Robert-Alexander Bohnke und seine beiden älteren Geschwister wuchsen bei den Großeltern Marie und Franz von Mendelssohn in Berlin auf. Der Großvater, ein direkter Nachfahre des Philosophen Moses Mendelssohn und Verwandter (Enkel des Cousins) des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, war Bankier und Präsident der Berliner Handelskammer. Bohnke erinnerte

Bohnke begann mit 7 Jahren Klavier zu spielen. Zuerst wurde er von der Schnabel-Schülerin Hansi Graudan-Freudberg, dann, nachdem sie 1935 Deutschland verlassen hatte, von Hans Erich Riebensahm, einem anderen Schnabel-Schüler, unterrichtet. Von 1939 bis 1941 war er Schüler von Wladimir Horbowski. Nach dem Abitur, das er 1946 am Uhland-Gymnasium Tübingen ablegte, studierte Bohnke an der Stuttgarter Musikhochschule Klavier bei Wladimir Horbowski und Komposition bei Georg von Albrecht. Als Schüler von Wladimir Horbowski war er Enkelschüler von Rachmaninoff und Busoni.

Er gewann mit 22 Jahren den 2. Preis bei einem Wettbewerb des Hessischen Rundfunks, 1953 den Kranichsteiner Musikpreis und 1956 die ersten Preise der internationalen Klavierwettbewerbe in München, Genf und Veralli. Außerdem bekam er sehr viele Konzertengagements und Angebote zu Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen. Es gibt aber von Bohnke nur wenige, allerdings hochkarätige Aufnahmen, da er sehr bald den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Hochschultätigkeit legte.

Bohnke hatte bereits 1965 eine Klavierprofessur an der Freiburger Musikhochschule erhalten, die er bis Anfang der 1990er-Jahre innehatte. Da er seinen ersten Wohnsitz in Tübingen, wo auch seine Familie wohnte, behielt, pendelte er wöchentlich zwischen Tübingen und Freiburg mit dem Zug durch den Schwarzwald. Er war in zweiter Ehe verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neue Musik Zeitung, 54. Jahrgang 2005, nmz 2005/02, Seite 47

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]