Hochschule für Musik Freiburg

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Hochschule für Musik Freiburg
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Gründung 1946
Trägerschaft staatlich
Ort Freiburg im Breisgau
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektor Rüdiger Nolte (bis 2017, Nachfolger Ludwig Holtmeier)[1]
Studenten 517 WS 2012/13[2]
Professoren 75, 120 Lehrbeauftragte
Website www.mh-freiburg.de
Die Musikhochschule in Freiburg
Kunst am Haupteingang der Musikhochschule

Die Hochschule für Musik Freiburg ist eine vom Land Baden-Württemberg getragene Hochschule zur wissenschaftlichen Forschung und künstlerischen und pädagogischen Ausbildung im Bereich Musik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1898 existierte mit dem Freiburger Musik-Konservatorium eine Musikhochschule in Freiburg.[3] Die heutige Hochschule für Musik wurde 1946 zunächst als städtische Einrichtung unter der Leitung von Gustav Scheck gegründet. Schon zwei Jahre später ging sie aber in die Trägerschaft des Landes Baden über. Ihre räumliche Grundlage waren zwei intakte Altstadthäuser in der weitgehend zerstörten Freiburger Innenstadt.

Unter den Studierenden waren viele später renommierte Musiker wie etwa Fritz Wunderlich. Gelehrt haben hier zahlreiche herausragende Instrumentalsolisten und Pädagogen, u.a. Harald Genzmer,(Ulrich Grehling) Aurèle Nicolet, Ulrich Koch, Wolfgang Marschner, Ludwig Doerr, Carl Seemann, Erich und Elma Doflein, Edith Picht-Axenfeld und James Avery. Jörg Brena hatte hier sowohl erst studiert als auch anschließend gelehrt.

1954 gründete Wolfgang Fortner an der Hochschule das Institut für Neue Musik, das seinerzeit Pionierarbeit leistete. Es kam zur Zusammenarbeit mit dem elektronischen Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung im Freiburger Haus des Südwestfunks (SWF) (heute Südwestrundfunk).

Nachdem die Hochschule über viele Gebäude im gesamten Stadtgebiet verteilt gewesen war, konnte sie – mittlerweile in Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg – 1983 einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Neubau beziehen.

Im Freiburger Institut für Musikermedizin − gegründet 2005 − gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg, um einen bisher weniger beachteten Zusammenhang von Musikausübung und Gesundheit zu erforschen, zu lehren und eine spezifische Patientenversorgung zu ermöglichen.

Internationale Partnerschaften gibt es mit den Musikhochschulen in Odessa, Rochester (USA), Warschau, Sydney und Kyoto.

Ein Hagelsturm am 13. Mai 2015 verursachte am Dach des Konzertsaales einen Schaden von vermutlich mehr als einer Million Euro. Für knapp ein Jahr konnte der Konzertsaal nicht genutzt werden. Dieser heißt künftig Wolfgang-Hoffmann-Saal, benannt nach dem Freiburger Oberbürgermeister der Nachkriegszeit, der die Gründung der Musikhochschule vorantrieb.[4]

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn des Wintersemesters 2006/07 stellte die Hochschule als eine der ersten deutschen Musikhochschulen den Großteil ihrer Studiengänge auf das europaweit vorgesehene Bachelor/Master-System um. Die derzeitigen Studiengänge „Diplommusiklehrer“ und „Künstlerische Ausbildung“ werden damit allmählich abgelöst von einem integrierten BA/MA-Studiengang.

  • Bachelor/Masterstudium
  • Diplom/Künstlerische Ausbildung
  • Diplom/Musiklehrer
  • Schulmusik
  • Master of music
  • Master of performance
  • Master contemporary music performance
  • Advanced studies diploma
  • Soloist diploma
  • Aufbaustudium Kirchenmusik A
  • Promotionen

An der Hochschule sind fünf Institute mit besonderen Schwerpunkten eingerichtet: das Institut für Neue Musik, das Institut für Musiktheater, das Institut für Historische Aufführungspraxis, das Freiburger Institut für Musikermedizin und die Freiburger Akademie zur Begabtenförderung.

Rektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Dozenten und Studenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Dick: Rüdiger Nolte, Freiburgs Musikhochschulrektor, geht in Pension - Klassik - Badische Zeitung. Badische Zeitung, 7. Juli 2017, abgerufen am 7. Juli 2017.
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66–113 (abgerufen am 3. November 2013)
  3. Ursula Huggle: Die Freiburger Musikhochschule und ihre Vorläufer, in: Schau-ins-Land 121, 2002, S. 209–252.
  4. Freiburg: Nach Unwetter: Dachschaden: Musikhochschule kann Saal länger nicht nutzen - badische-zeitung.de. Abgerufen am 1. Juli 2015.; Hochschule für Musik Freiburg: Nachrichten. Abgerufen am 10. Mai 2016.; Alexander Dick: Freiburg: 70-Jahr-Jubiläum: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sieht für die Freiburger Musikhochschule internationale Perspektiven. Badische Zeitung, 10. Mai 2016, abgerufen am 10. Mai 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Musik Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 59′ 21″ N, 7° 52′ 21″ O