Rolf Cavael

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Rolf Cavael (* 27. Februar 1898 in Königsberg; † 6. November 1979 in München) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der ungegenständlichen Malerei in Deutschland.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Registrierungskarte von Rolf Cavael als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau

Zunächst studierte Cavael Typografie und angewandte Grafik an der Städelschule in Frankfurt, danach arbeitete er ab 1926 als Lehrer für angewandte Grafik an der dortigen Handelsschule. 1931 traf er Wassily Kandinsky, von dem seine spätere Malerei stark beeinflusst wurde. Er ließ sich in Berlin als freischaffender Künstler nieder, wo er auch 1933 seine erste große Ausstellung hatte. Noch am Eröffnungstag wurde diese jedoch geschlossen und Cavael mit einem Ausstellungsverbot belegt. Er zog nach Garmisch, wo er weiter im Verborgenen abstrakt arbeitete. Durch einen Denunzianten kam Cavael für neun Monate in das KZ Dachau und erhielt Malverbot.

Nach Kriegsende nahm er die Arbeit wieder auf und gehörte 1949 zu den Gründern der Gruppe ZEN 49. Nach seinem Umzug 1954 nach München lehrte er von 1956 bis 1973 an der dortigen Münchner Volkshochschule.

Der Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München (1957) und der Lovis-Corinth-Preis (1978) zählen zu den vielen späten Ehrungen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cavael, Rolf. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 408.
  • Gerhard Leistner (Bearb.): Rolf Cavael (1898–1979). Ein Künstler des deutschen Informel. Retrospektive zum 100. Geburtstag. Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg 1998, ISBN 3-89188-083-9 (Ausstellungskatalog).
  • Carolin Weber (Hrsg.): Rolf Cavael. Abstraktion als lebendiger Kosmos. Galerie Maulberger, München 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 30, Nr. 172, 13. September 1978.