Rue Royale

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Dieser Artikel behandelt eine Straße in Paris. Gleichnamige Straßen existieren in Brüssel, Calais, Lille, Lyon und Orléans. Zur gleichnamigen Band siehe Rue Royale (Band).
Die Rue Royale von der Place de la Concorde aus gesehen, im Hintergrund die Kirche La Madeleine

Rue Royale ist der Name einer zwischen der Place de la Concorde und der Place de la Madeleine verlaufenden Straße im 8. Arrondissement von Paris.

Rue Royale (September 2017)
Galerie Royale (September 2017)

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie der Plan de Turgot aus dem Jahre 1736 zeigt, erforderte der Bau der Rue Royale keinen Durchbruch und auch keine besondere Arrondierung des Geländes, denn dort befand sich auch 1754 noch die Rue de la Bonne Merue.[1] Die Straßenbaugenehmigung für die Rue Royale erteilte die Stadtverwaltung am 22. April 1732; nach der Fertigstellung der Place de la Concorde im Jahre 1776 sollte sie diesen Platz mit der Kirche La Madeleine in nördlicher Richtung verbinden. Die Arbeiten an der Kirche wurden im Dezember 1791 aufgrund der Französischen Revolution zwar unterbrochen, doch behinderte dies nicht den Weiterbau der Straße. Nach der Fertigstellung erhielt sie am 11. März 1768 zu Ehren des amtierenden Königs Ludwig XV. zunächst den Namen Rue Royale. Während der Revolution hieß sie ab Juli 1792 Rue de la Révolution, danach kurzzeitig Rue Royale Saint-Honoré. Ab 1795 nannte man sie Rue de la Concorde, seit dem 27. April 1814 heißt sie wieder Rue Royale.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Südseite der Rue Royale ragen die an der Place de la Concorde stehenden und zu ihr gehörenden monumentalen Gebäude von Hôtel de Crillon und Marineministerium hinein. In Nr. 3 rue Royale stand das ehemalige Hôtel Richelieu, an dessen Stelle sich seit April 1893 das berühmte Restaurant Maxim’s befindet (mit Dekor und Ambiente der Belle Epoque), das Haus gehört seit 1981 Pierre Cardin. Dieser führt unter seinem Namen in Nr. 5 eine Parfümerie. Zuerst seit 1897 in Nr. 8-12 untergebracht, liegt seit 1992 der Hauptsitz des Luxus-Besteckherstellers Christofle heute in Nr. 9. In Nr. 11 stand seit 1781 ein Hotel, heute ist dort seit 1935 der Luxusgut-Handel Lalique beheimatet, ebenso auch der Porzellanladen der 1863 gegründeten Marke Bernardaud. Sie befinden sich im Eingang zur Galerie Royale, die bis zur Rue Boissy d’Anglas führt. Die Adresse der Nr. 13 besitzt die Cristallerie de Saint-Louis, die von Ludwig XV. gegründet wurde. Villeroy & Boch liegt in Nr. 21.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 282 Meter lange und 22 Meter breite Rue Royale liegt im Rive Droite von Paris im Quartier de la Madeleine des 8. Arrondissements und besitzt eine einzige Straßenkreuzung, durch die die Rue Royale die Rue Saint-Honoré von der Rue du Faubourg Saint-Honoré trennt. Von der Place de la Concorde gibt die Rue Royale den Blick auf La Madeleine frei.

Die Rue Royale ist mit den Métrolinien 1, 8 und 12 am U-Bahnhof Concorde sowie durch die Linien 8, 12 und 14 am U-Bahnhof Madeleine erreichbar. Unter der Straße liegen die Strecken der Métrolinien 8 und 12.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Etienne Teisserenc, Geographie Parisienne en forme de dictionnaire, 1754, S. 48

Koordinaten: 48° 52′ 4,3″ N, 2° 19′ 22,4″ O