SNCF Turbotrain

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ETG-Turbotrain in Nevers (1989)
RTG-Turbotrain in Houlgate an der Strecke von Deauville nach Dives (1989)
RTG-Turbotrain in Roanne (2004)

Als Turbotrains wird eine Gruppe früherer, durch Gasturbinen angetriebener französischer Hochgeschwindigkeitszüge für den Personenverkehr bezeichnet, darunter ein direkter Vorläufer des heutigen TGV. Die Triebwagen wurden ab 1967 in den Dienst der Staatsbahn SNCF gestellt und fuhren bis 2005.

Insgesamt gab es vier Turbotrain-Versionen:

  • Die zwischen 1969 und 1972 gebaute erste Turbotrain-Generation ETG (Elément à Turbine à Gaz) umfasste vierteilige Triebzüge mit 198 Sitzplätzen, die sowohl einen Dieselmotor als auch eine Gasturbine besaßen. Sie bestanden aus zwei Triebwagen, die der „Caravelle“-Familie – jedoch mit veränderten Fronten – entstammten, und zwei dazwischen gekuppelten Beiwagen. Nur in einem der Triebwagen war eine 736 kW leistende Gasturbine installiert, der andere hatte den 295 kW starken Dieselmotor der Baureihe X 4300. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 160 km/h.[1] Von der nachfolgenden Generation unterscheidbar waren die ETG durch die gesickten Seitenwände und das dritte Spitzenlicht. Die 14 Züge wurden ab 1971 zunächst auf der Strecke von Paris über Caen nach Cherbourg eingesetzt und bis 1999 ausgemustert.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georges Mathieu: Le matériel moteur de la SNCF. 1. Auflage. Éditions La Vie du Rail, Paris 1992, ISBN 2-902808-48-8, S. 212 f.
  2. Élements à Tourbine á Gaz (ETG) SNCF bei trains-europe.fr, abgerufen am 4. Februar 2018
  3. Georges Mathieu: op. cit., S. 214 f.
  4. Rames à Tourbine á Gaz (RTG) SNCF bei trains-europe.fr, abgerufen am 4. Februar 2018