STS-51-F

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Missionsemblem
Missionsemblem STS-51-F
Missionsdaten
Mission: STS-51-F
NSSDC ID: 1985-063A
Space Shuttle: Challenger OV-99
Besatzung: 7
Start: 29. Juli 1985, 21:00:00 UTC
Startplatz: Kennedy Space Center, LC-39A
Landung: 6. August 1985, 19:45:26 UTC
Landeplatz: Edwards Air Force Base, Bahn 23
Flugdauer: 7d 22h 45min 26s
Erdumkreisungen: 127
Bahnhöhe: 320 km
Bahnneigung: 49,5°
Zurückgelegte Strecke: 5,2 Mio. km
Nutzlast: Spacelab
Mannschaftsfoto
 v. l. n. r. Anthony England, Karl Henize, Story Musgrave, Gordon Fullerton, Loren Acton, Roy Bridges, John-David Bartoe
v. l. n. r. Anthony England, Karl Henize, Story Musgrave, Gordon Fullerton, Loren Acton, Roy Bridges, John-David Bartoe
Navigation
Vorherige
Mission:
STS-51-G
Nachfolgende
Mission:
STS-51-I

STS-51-F (englisch Space Transportation System) ist eine Missionsbezeichnung für den US-amerikanischen Space Shuttle Challenger (OV-99) der NASA. Der Start erfolgte am 29. Juli 1985. Es war die 19. Space-Shuttle-Mission und der achte Flug der Raumfähre Challenger.

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Missionsüberblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spacelab 2 in der Ladebucht

Der erste Startversuch am 12. Juli 1985 wurde drei Sekunden vor dem Abheben abgebrochen, weil das Kühlmittelventil der Hauptbrennkammer des linken Space-Shuttle-Triebwerks (Triebwerk Nr. 2) nicht wie vorgesehen funktionierte. Die bereits arbeitenden Triebwerke wurden wieder abgeschaltet.

Der Start am 29. Juli verzögerte sich wegen eines falschen Kommandos an einen Flugsteuerungscomputer um 97 Minuten. Nach einer Flugzeit von fünf Minuten und 43 Sekunden zeigten beide Temperatursensoren der Hochdruckpumpe am mittleren Triebwerk (Nr. 1) zu hohe Werte an, was zu einer automatischen Triebwerksabschaltung führte. Gut 8 Minuten nach dem Start stand wegen Problemen mit zwei weiteren Sensoren auch das rechte Triebwerk (Nr. 3) kurz vor der Abschaltung. Dies hätte den Abbruch der Mission in einem Zustand erzwungen, in dem weder eine Umkehr und reguläre Landung noch das Erreichen einer Erdumlaufbahn möglich gewesen wäre. Die Bodenkontrolle schloss aus anderen Messwerten, dass wahrscheinlich die Sensoren defekt waren, und wies die Crew umgehend an, die automatische Triebwerksabschaltung zu deaktivieren.[1][2] Aufgrund des einfachen Triebwerkausfalls konnte die geplante Flughöhe nicht erreicht werden. Das Raumfahrzeug befand sich jedoch in einer stabilen Umlaufbahn. Dieser Vorfall war der einzige „Abort to orbit“ des Shuttle-Programms und das einzige Versagen eines Haupttriebwerks während des Flugs.

Die Missionsleitung erarbeitete in der Folge einen neuen Flugplan, welcher 17 zusätzliche Erdumkreisungen vorsah. Trotz der Schwierigkeiten beim Start konnten alle vorgesehenen Ziele erreicht werden. Es handelte sich um Experimente aus den verschiedensten Bereichen der Naturwissenschaft, welche im mitgeführten Weltraumlabor Spacelab der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) durchgeführt wurden.

Die Landung erfolgte planmäßig in Edwards AFB in Kalifornien. Die Challenger wurde fünf Tage später mit dem Shuttle Carrier Aircraft nach Cape Canaveral, Florida zurücktransportiert.

Folgen der Sensorprobleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon bei früheren Shuttle-Flügen waren Probleme mit den betreffenden Temperatursensoren aufgetreten. Nach der Mission STS-51-F beschloss die NASA, einen neuen Sensor zu entwickeln, der ab Mission STS-51-I zum Einsatz kommen sollte.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: STS-51-F – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STF 51-F National Space Transport System Mission Report. NASA – Lyndon B. Johnson Space Center, September 1985.
  2. a b Welch, Brian: Limits to inhibit (English) (PDF; 1,2 MB), Space News Roundup 9. August 1985, NASA Lyndon B. Johnson Space Center, Houston, S. 1,3, abgerufen am 7. Mai 2010.