Salawat (Stadt)

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Stadt
Salawat
Салават (russisch)
Салауат (baschkirisch)
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Republik Baschkortostan
Stadtkreis Salawat
Oberhaupt Farit Gilmanow
Gegründet 1948
Stadt seit 1954
Fläche 100 km²
Bevölkerung 156.095 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1561 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 156 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7)34763
Postleitzahl 453250–453269
Kfz-Kennzeichen 02, 102
OKATO 80 439
Website http://www.salavat.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 53° 22′ N, 55° 56′ OKoordinaten: 53° 22′ 0″ N, 55° 56′ 0″ O
Salawat (Stadt) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Salawat (Stadt) (Republik Baschkortostan)
Red pog.svg
Lage in Baschkortostan
Liste der Städte in Russland

Salawat (russisch Салава́т [sʌlʌvʌt], baschkirisch Салауат) ist eine Großstadt mit 156.095 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Republik Baschkortostan (Russland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salawat befindet sich im Osten des europäischen Teils Russlands und im westlichen Teil des Süd-Urals, am linken Ufer des Flusses Belaja und rund 180 km südlich der Republikhauptstadt Ufa. Die nächstgelegene Stadt ist Ischimbai, 11 km nordöstlich von Salawat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salawat wurde im Jahre 1948 als Siedlung beim Bau eines neuen Erdölverarbeitungs- und Chemiekombinats gegründet, bei dem unter anderem auch Strafgefangene eingesetzt wurden. Im Jahre 1954 bekam der Ort seinen offiziellen Status als Stadt. Der Name Salawat wurde zu Ehren des baschkirischen Nationalhelden Salawat Julajew gewählt. In der oberen rechten Ecke des Stadtwappens ist ein Gasometer dargestellt, was die starke Ausrichtung der Stadt auf die Verarbeitung fossiler Rohstoffe symbolisieren soll.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 60.667
1970 113.932
1979 137.237
1989 149.627
2002 158.600
2010 156.095

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist die Stadt ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie. Das ehemalige Chemiekombinat, heute bekannt als Salawatnefteorgsintes, ist hier der wichtigste Betrieb. Er gehört teilweise dem Gazprom-Konzern und spezialisiert sich auf die Herstellung von Treibstoffen und anderen Endprodukten der Ölindustrie. Über ein Pipelinenetz ist die Produktionsstätte des Betriebes mit mehreren Öl- und Gasfeldern Baschkortostans und der Oblast Orenburg verbunden. Daneben gibt es in der Stadt Metallverarbeitungs- und Glasindustrie, außerdem kleinere Textilfabriken.

Salawat liegt an einer Straße von Ufa über Sterlitamak nach Orenburg sowie an der parallelen Bahnstrecke, an der es über einen Bahnhof verfügt. Innerhalb der Stadt ist seit 1957 ein eigenständiges Straßenbahnnetz in Betrieb.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salawat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)