Samar Yazbek

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Samar Yazbek, 2017

Samar Yazbek (geboren 18. August 1970 in Dschabla, Syrien) ist eine syrische Journalistin, Bürgerrechtsaktivistin und Autorin.[1] Ihre Werke wurden aus dem arabischen Original auf Deutsch und in anderen Sprachen veröffentlicht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yazbek stammt aus einer großbürgerlichen alawitischen Familie.[2] Sie heiratete mit 16 Jahren, bekam ein Kind und verließ ihren Ehemann.[3] Danach studierte sie arabische Literatur an der Universität Latakia. Sie veröffentlicht Romane und Erzählungen und schreibt Beiträge und Skripte für das Fernsehen, für das sie auch als Moderatorin arbeitet. Sie war Herausgeberin der arabischen Online-Zeitschrift „Frauen von Syrien“. Yazbek wurde 2010 für die Liste der arabischen Nachwuchsschriftsteller der Gruppe Beirut 39 benannt.

Yazbek engagiert sich als Journalistin für Bürgerrechte und die Rechte der Frauen in Syrien. Bei Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 schrieb sie Berichte und protokollierte Aussagen. Nachdem sie vom syrischen Geheimdienst massiv eingeschüchtert worden war, floh sie mit ihrer Tochter im Juni 2011 nach Frankreich,[2] wo sie seither lebt.[4]

2012 erhielt sie den britischen PEN/Pinter Prize International writer of courage und in Schweden den Tucholsky-Preis.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schrei nach Freiheit. Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution. Mit einem Vorwort von Rafik Schami. Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Nagel & Kimche, Zürich 2012, ISBN 978-3-312-00531-4.
  • Die Fremde im Spiegel : Roman. Aus dem Arab. von Larissa Bender. Nagel & Kimche, München 2014 (Ra'ihat al-Qirfah. (ar) 2010)
  • Salsal. 2008 (ar)
  • Tiflat as-Sama.
  • Die Welt erwacht – Das Morden geht weiter. In: NZZ. 7. September 2013, S. 21. nzz.ch Zuerst bei Svenska Dagbladet, Ett monster med tio huvuden. 3. September 2013, aus dem Arabischen von Ingvar Rydberg.
  • Die gestohlene Revolution. Reise in mein zerstörtes Syrien. Aus dem Arabischen von Larissa Bender. Nagel & Kimche, München 2015, ISBN 978-3-312-00685-4.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Samuel Shimon (Hrsg.): Beirut 39: New Writing from the Arab World. Bloomsbury, 2010, ISBN 978-1-4088-0612-8.
  • Andreas Fanizadeh: Sie leben mit dem Tod, aber lieben das Leben. Interview, aus dem Arabischen von Larissa Bender. In: taz. 10. Oktober 2015, S. 12 f. (taz.de)
  • Lena Bopp: Ein Land wird zersetzt. Interview. In: FAZ. 26. September 2015, S. B6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Samar Yazbek, bei Hanser Verlag
  2. a b Andreas Rossmann: Syrische Autorin Samar Yazbek. Schreie nach Freiheit. In: FAZ. 5. Juni 2012. (faz.net)
  3. Verena Mayer: Die Kunst und die Gewalt. In: Süddeutsche Zeitung. 20. September 2014, S. 17.
  4. Andrew Hussey: Samar Yazbek: ‘Syria has been hung, drawn and quartered’. In: The Observer. 28. Juni 2015, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
  5. Samar Yazbek (Memento vom 30. September 2013 im Webarchiv archive.today), Kulturhuset Stockholm
  6. Angela Schader: Wo der Krieg das Zepter führt. Aufzeichnungen von Samar Yazbek und Atef Abu Saif. „Atef Abu Saif erlebte im Gazastreifen den verheerenden Waffengang von 2014, Samar Yazbek reiste durchs zerrissene Syrien: Ihre Berichte zeigen das Grauen, dem Kriegsflüchtlinge zu entkommen suchen“, NZZ, 22. September 2015, Internationale Ausgabe, S. 19.