Sara Japhet

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Sara Japhet 2010

Sara Japhet (שרה יפת), alternative Transkription: Sarah Yefet, (* 1934 in Petach Tikwa), geborene Isaacson, ist eine israelische Bibelwissenschaftlerin. Sie war sowohl die erste Doktorandin als auch die erste Professorin dieses Fachbereichs an der Hebräischen Universität Jerusalem. Japhet wurde 2004 mit dem Israel-Preis in der Sektion Bibelstudien ausgezeichnet.

Leben und Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Eltern vermittelten Sara Isaacson eine Liebe zu Büchern. Der Vater, Samuel Isaacson, war mit 18 Jahren nach Palästina ausgewandert und verdiente seinen Lebensunterhalt als Landarbeiter. Die Mutter Chana, geb. Chwojnik, stammte aus Ruzhany (heute Weißrussland) und emigrierte 1930 in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina. Ihr Onkel Arie Leib Chwojnik hatte ein Hospital in Tel Aviv gegründet, in dem Chana Chwojnik als Krankenschwester arbeitete.[1][2]

Sara Isaacson besuchte das Gymnasium in Herzlia. Nach dem Abitur begann sie eine Ausbildung am Jerusalemer David-Jelin-Lehrerseminar. Zusätzlich zu ihrem pädagogischen Abschluss erwarb sie auch den Grad des Bachelor in Bibelstudien und Hebräischer Literatur an der Hebräischen Universität. Als ihren akademischen Lehrer bezeichnete sie Isac Leo Seeligmann.[3] 1973 promovierte sie (summa cum laude). Sie gehörte danach zum Lehrkörper der Fakultät für Bibelwissenschaften, zunächst als Dozentin, seit 1987 bis zu ihrer Emeritierung 2003 als Professorin (Yehezkel Kaufmann Professor of Bible). Sie hatte Gastprofessuren an der University of California, der Harvard University und dem Jewish Theological Seminary. 2003 übernahm sie die Leitung der Israelischen Nationalbibliothek.

Der Forschungsschwerpunkt von Sara Japhet sind die biblischen Bücher der Chronik und die Geschichte Israels in der Perserzeit.

Sara Japhet war verheiratet und ist Mutter von vier Kindern. Einer ihrer Söhne ist Gilad Japhet, Gründer und später CEO der genealogischen Internet-Plattform MyHeritage.[2]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Supposed Common Authorship of Chronicles and Ezra-Nehemiah Investigated Anew. In: Vetus Testamentum 18 (1968), S. 332–372.
  • Research and Academic Teaching of the Bible in Israel. In: Jewish Studies, 1992, S. 13–24.
  • 1. Chronik (HThKAT). Herder, Freiburg im Breisgau u. a. 2002. ISBN 3-451-26816-7.
  • 2. Chronik (HThKAT). Herder, Freiburg im Breisgau u. a. 2003. ISBN 3-451-26817-5.
  • From the Rivers of Babylon to the Highlands of Judah: Collected Studies on the Restoration Period. Eisenbrauns, Winona Lake 2006. ISBN 978-1-57506-121-4.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für ihre Forschungen zu perserzeitlicher jüdischer Literatur, insbesondere den Büchern der Chronik, wurde ihr 2004 der Israel-Preis verliehen.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b קורות חיים שרה יפת (deutsch: Lebenslauf Sarah Yefet), In: cms.education.gov.il (hebräisch)
  2. a b MyHeritageBlog: Our CEO Gilad Japhet Tells the Stories of His Ancestors Who Were Victims of the Holocaust, 27. Januar 2018.
  3. An Interview with Sara Japhet