Schäfersee

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Schäfersee
Schaefersee-bootsverleih.JPG
Der Schäfersee in Berlin-Reinickendorf
Geographische Lage Berlin-Reinickendorf
Daten
Koordinaten 52° 33′ 52″ N, 13° 21′ 40″ OKoordinaten: 52° 33′ 52″ N, 13° 21′ 40″ O
Schäfersee (Berlin)
Schäfersee
Höhe über Meeresspiegel 37,56 m ü. NN[1]
Fläche 4,139 5 ha[1]
Volumen 171.508 m³ [1]
Umfang 760 m[1]
Maximale Tiefe 7,22 m[1]
Mittlere Tiefe 4,14[1]
Schaefersee-suedufer.JPG
Blick aufs Südufer

Der Schäfersee ist ein rund 4,5 Hektar großer, rund sieben Meter tiefer, nahezu kreisrunder See in Berlin-Reinickendorf.

Namensgebung, Geschichte, Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See ist nach einer früheren, im 18. Jahrhundert am Seeufer angesiedelten Schäferei benannt. Die Schäferei ist auf einem Stadtplan von 1921 noch eingezeichnet, danach nicht mehr.

Der Park um den See wurde 1928 fertiggestellt, er ist heute eine geschützte Grünanlage und ein Gartendenkmal. Das Schilf im Westteil wurde durch einen Wassergraben geschützt, es sollte als Rückzugs- und Brutplatz für die Wasservögel dienen.

Ein Café und ein Minigolfplatz bieten Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten für die Reinickendorfer Bevölkerung. Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz. Der Bootsverleih ist geschlossen.

Im Westen schließen sich ein Sportplatz und eine Kleingartenanlage an; der Rundweg um den See ist dort mit Exemplaren von Bäumen des Jahres gesäumt.

Im Norden befinden sich die denkmalgeschützte Stadtbibliothek (1962 eingeweiht), ein Freizeit- und ein Seniorenheim. Unmittelbar östlich des Sees befindet sich der U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz der Linie U8.

Park am Schäfersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schäfersee ist zusammen mit seinem denkmalgeschützten Park im Rahmen des Förderprogramms aktive Zentren[2] in das Projekt Zukunft Residenzstraße[3] einbezogen.

Das Projekt strebt u. a. eine vollständige Umgestaltung des gesamten Seebereiches an. Dazu fand im Jahr 2018 ein nichtoffener landschaftsplanerischer Wettbewerb statt.[4] Die Ergebnisse werden im (neuen) Rathaus Eichborndamm 215 bis zm 18. März 2019 gezeigt. Eine neunköpfige Fachjury hat aus den eingereichten 17 Beiträgen den Entwurf des Planungsbüros Levin Monsigny Landschaftsarchitekten als Sieger gewählt.[5] Der Siegerentwurf sieht vor, dass der umlaufende Uferweg neu gestaltet wird und die verschiedenen Funktionen als Fuß-, Rad- und Erholungsweg besser erlebbar macht. Gleichzeitig werden die Zugangsbereiche an der Residenzstraße und an der Stargardtstraße großzügiger ausgebaut und damit der See selbst wieder freier zugängig sein. Natur- und Biotopschutz finden dabei Beachtung. Für die Arbeiten stehen rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung und sollen in mehreren Bauabschnitten bis zum Jahr 2020 abgeschlossen werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Gewässeratlas von Berlin. 1. Auflage. Berlin 2005, S. 10 und 88 (stadtentwicklung.berlin.de [PDF; 5,3 MB; abgerufen am 30. März 2017]).
  2. Siehe dazu Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen von Berlin [1] und Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz [2].
  3. https://www.zukunft-residenzstrasse.de/
  4. a b Wettbewerb für den Freiraum am Schäfersee, abgerufen am 28. Februar 2019.
  5. Schäfersee vor Umgestaltung. In: Berliner Zeitung, 28. Februar 2019, S. 10.