Schafstädt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 51° 22′ 55″ N, 11° 46′ 34″ O

Schafstädt
Wappen von Schafstädt
Höhe: 147 m ü. NN
Fläche: 22,94 km²
Einwohner: 2015 (31. Mrz. 2015)
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2008
Postleitzahl: 06246
Vorwahl: 034636
Delitz am Berge Klobikau Milzau Schafstädt Bad Lauchstädt SaalekreisKarte
Über dieses Bild
Lage von Schafstädt in Bad Lauchstädt

Schafstädt ist ein Ortsteil der Stadt Bad Lauchstädt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schafstädt liegt im Tal der Laucha, in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Lößlehmgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche
Gutshaus Schafstädt

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Schafstädt als zehntpflichtiger Ort Scabstedi im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1558 wurde Schafstädt das Stadtrecht verliehen und demnach 2008 450 Jahre Stadtrecht zelebriert. Am 6. November 1747 gegen 1 Uhr morgens schlug ein Blitz in den Kirchturm von Schafstädt ein und entzündete diesen. Der Turm brannte nieder, wobei auch die Kirchenglocken zerschmolzen sind.

Schafstädt gehörte bis 1815 zum hochstiftlich-merseburgischen Amt Lauchstädt, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte.[1] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde dem Kreis Merseburg[2] im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte. Seit 1952 gehörte Schafstädt zum Kreis Merseburg, der 1994 im Landkreis Merseburg-Querfurt und 2007 im Saalekreis aufging.

Am 1. Januar 2008 wurde die ehemals selbständige Stadt Schafstädt nach Bad Lauchstädt eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister des Ortsteils Schafstädt ist Klaus Andres (CDU).

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Signifikante Grabstätten auf dem Ortsfriedhof:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Bahnhofsgebäude (2007)

Der Bahnhof Schafstädt war Endpunkt der Bahnstrecke Merseburg–Schafstädt, welche über Bad Lauchstädt eine Verbindung zum Bahnhof Merseburg an der Thüringer Bahn herstellte. Zum 31. Dezember 2007 sollte diese Strecke eingestellt werden - wurde aber vom Ministerium des Innern LSA befristet verlängert worden. Da das Bahnhofsgebäude nicht mehr genutzt wird, wurde die Bahnstrecke um 250 m verkürzt. Seitdem hielten die Züge an einem neu angelegten Bahnsteig auf der dem Bahnhofsgebäude gegenüber liegenden Seite an der alten Rübenwaschanlage. Die Strecke wurde zum Fahrplanwechsel Dezember 2014[4] eingestellt. Schafstädt ist heute durch den Landesbus 728 der Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt erreichbar [5][6].

Am 5. Dezember 2008 wurde die Autobahn A38 im Bereich nördlich von Schafstädt fertiggestellt und entlastet die Ortsdurchfahrung der L 172. Nach Schafstädt ist eine Abfahrt benannt.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SG Schafstädt 99 (Tennis und Volleyball)
  • SV Germania Schafstädt (Fußball, Kegeln, Tischtennis)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schafstädt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0;S. 84 f.
  2. Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  4. Nahverkehr: Auf drei Strecken fährt künftig Bus statt Zug
  5. Bus 728 verbindet als Landeslinie künftig Merseburg mit Bad Lauchstädt und Schafstädt
  6. Fahrplan 2015: Die wichtigsten Neuerungen im Bahn-Bus-Landesnetz