Scharzfeld

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Koordinaten: 51° 37′ 48″ N, 10° 22′ 56″ O

Scharzfeld
Wappen des Ortsteils Scharzfeld
Höhe: 220 m ü. NN
Einwohner: 1640 (1. Mrz. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 37412
Blick auf Scharzfeld vom Ritterstein

Blick auf Scharzfeld vom Ritterstein

Ev. Luth. St.-Thomas-Kirche

Scharzfeld ist ein Dorf am Oberharz­rand und Ortsteil von Herzberg am Harz im Landkreis Göttingen (ehemals Osterode) in Südniedersachsen (Deutschland) mit 1.633 Einwohnern (1. Oktober 2014). Am südlichen Ortsrand fließt die Oder durch das Naturschutzgebiet Oderaue.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung von Scharzfeld ist in einer Urkunde überliefert, die sich auf das Jahr 952 bezieht und wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gefälscht wurde. Darin wird Schartfelde neben anderen Orten von Otto dem Großen als Besitz des Klosters Pöhlde bestätigt.[3][4] In der näheren Umgebung von Scharzfeld liegen die mittelalterlichen Wüstungen Königshagen und Smerbeke.

Am 1. Juli 1972 wurde Scharzfeld in die Stadt Herzberg am Harz eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsratswahl[6]
Wahlbeteiligung: 58,25
(− 6,57 %p)
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,82 %
41,04 %
8,15 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 10
   8
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-0,62 %p
-7,52 %p
+8,15 %p

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 11. September 2016 aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren wie folgt zusammen (Veränderungen zu 2011):

  • CDU: 7 Sitze (±0)
  • SPD: 5 Sitze (−1)
  • Grüne: 1 Sitz (+1)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsmäßig angeschlossen ist der Ort über die K 9 (PöhldeBarbis); in Scharzfeld selbst ist sie die ehemalige B 27/B 243, welche heute allerdings nördlich verlaufen.
Scharzfeld hat einen Bahnhof am Abzweig der Odertalbahn von der Südharzstrecke. Seit 2005 wird dieser jedoch ohne Halt durchfahren. Noch früher gab es einen weiteren Haltepunkt an der Südharzstrecke. Die nächstgelegenen Eisenbahnzugangstellen sind heute der Haltepunkt Bad Lauterberg-Barbis und der Bahnhof Herzberg (Harz).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst August Spangenberg (* ca. 1687; † 1784), Jurist und Bürgermeister der Stadt Göttingen
  • Von 1863 bis zu seinem Tod erhielt der Dichter und Pfarrer Georg Schulze „die gute Pfarrstelle zu Scharzfeld“.[9]
  • Ralf Nielbock (* 1954), Geologe und Betriebsleiter der Einhornhöhle

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Scharzfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Scharzfeld – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.herzberg.de/staticsite/staticsite.php?menuid=241&topmenu=34 Daten, Zahlen, Fakten
  2. Naturschutzgebiet „Oderaue“. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  3. Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Osterode. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB). Teil II. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-370-6, S. 146 ff.
  4. Die Urkunden Konrad I. Heinrich I. und Otto I.. In: Monumenta Germaniae Historica, Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser, Band 1. Hannover 1879-1894. Nr. 439, S. 593f. In der Einleitung der Urkunde (S. 593 (gif)) wird die Fälschung diskutiert.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 215.
  6. Webseite der Kommunalen Dienste Göttingen, abgerufen am 29. September 2016
  7. Naturschutzgebiet „Steinberg“. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  8. Homepage der Osterfeuergemeinschaft Scharzfeld. Osterfeuergemeinschaft Scharzfeld, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  9. Heinrich Pröhle: Schulze, Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 775 f.