Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin

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Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

Ostteil Sanssouci.jpg
Schloss Sanssouci
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: i,ii.iv
Referenz-Nr.: 532 C
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1990  (Sitzung 12. Dezember 1990)
Erweiterung: 1992 und 1999

Die Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Umfang der Welterbestätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eintragung der Potsdamer Schlösser und Gärten in die UNESCO-Welterbeliste hatte die Deutsche Demokratische Republik am 29. September 1989 beantragt. Die Bundesrepublik Deutschland ihrerseits schlug am 14. Juni 1990 den Teil der Havellandschaft mit den Schloss- und Gartenanlagen in Glienicke sowie die Pfaueninsel zur Eintragung vor. Grundlage für die Aufnahme waren die Antragsunterlagen und die dazu abgegebenen Stellungnahmen von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) vom April 1990 für Potsdam und vom Oktober 1990 für Berlin. Die Welterbestätte wurde zweimal erweitert. 1992 kamen das Schloss und der Park Sacrow mit der Heilandskirche hinzu. 1999 wurden als weitere Areale integriert: die Lindenallee westlich des Neuen Palais, die ehemalige Gärtnerlehranstalt sowie der ehemalige Kaiserbahnhof und dessen Umgebung, das Schloss und der Park Lindstedt mit umgebender Niederung, die Dorflage Bornstedt mit Kirche und Friedhof, der Voltaireweg als Verbindungsweg zwischen Park Sanssouci und Neuem Garten, die Allee nach Sanssouci als Eingangsbereich des Parks Sanssouci, die Kolonie Alexandrowka mit ihrem Kapellenberg, das Belvedere auf dem Pfingstberg mit Pomonatempel, die Villa Henkel mit Garten, das Mirbachwäldchen als Verbindung zwischen Pfingstberg und Neuem Garten, der Garten der Villa Alexander sowie das Gelände an der Sternwarte in Babelsberg. Insgesamt umfasst die UNESCO-Welterbestätte 2.064 ha.[1]

Beeinträchtigungen durch Grenzziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Welterbe lag im deutsch-deutschen Grenzgebiet. Im Zuge der Grenzabsicherung wurden 30 ha historische Uferansichten der Berlin-Brandenburger Gartenanlagen Sacrow, Babelsberg und Neuer Garten durch die ab 1961 errichteten Sperranlagen mit der 3,60 Meter hohen Mauer, asphaltierten Kolonnenstraßen und Wachtürmen zerstört und verfielen Gebäude in der Sperrzone. Nach dem Fall der Grenzbefestigungen wurden diese Schäden behoben.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UNESCO-Welterbe, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
  2. 2016 Ausstellung Ars Sacrow e.V.: Gärtner führen keine Kriege. Gezeigt in RBB am 17. Juli und ARD-alpha am 17. Dezember 2016, 20:15–21:00. Rbb 2016.
  3. Jens Arndt: Gärtner führen keine Kriege. Preußens Arkadien und die deutsche Teilung. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung. ISBN 978-3-939629-47-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien