Schleuse Bevergern

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Schleuse Bevergern
Blick auf das Oberhaupt

Blick auf das Oberhaupt

Lage
Schleuse Bevergern (Nordrhein-Westfalen)
Schleuse Bevergern
Koordinaten 52° 16′ 39″ N, 7° 35′ 23″ OKoordinaten: 52° 16′ 39″ N, 7° 35′ 23″ O
Land: DeutschlandDeutschland Deutschland / Nordrhein-Westfalen
Ort: HörstelBevergern
Gewässer: Dortmund-Ems-Kanal
Gewässerkilometer: km 109,3
Daten
Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland
Betreiber: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Zuständiges WSA: Westdeutsche Kanäle
Bauzeit: 1914–1916
Betriebsbeginn: 1916
Schleuse
Typ: Sparschleuse
Kategorie: Klasse IV (Europawasserstraße)
Wird gesteuert von: Leitzentrale Bergeshövede
Nutzlänge: 163,31 m
Nutzbreite: 9,93 m
Höhe Oberwasser: 50,3 m ü. NN
Durchschnittliche
Fallhöhe:
8,1 m
Untertor: Stemmtor
Kammer füllen; leeren: 27 Minuten
Sonstiges
Stand: September 2017

Die Schleuse Bevergern ist eine Schleuse am Dortmund-Ems-Kanal (DEK), in der Nähe des Nassen Dreiecks. Sie ist benannt nach der ehemaligen Stadt Bevergern, die seit 1975 Stadtteil von Hörstel im Kreis Steinfurt ist.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schleuse Bevergern (DEK-km 109,3) ist das südlichste Bauwerk der so genannten Schleusentreppe Rheine. Auf diesem rund 29 Kilometer langen Kanalabschnitt wird bis zur Schleuse Gleesen (DEK-km 137,9) ein Höhenunterschied von knapp 29 Metern überwunden. Auf dem Wasserweg von Bevergern nach Gleesen müssen noch vier weitere Schleusen passiert werden: Rodde (DEK-km 112,5), Altenrheine (DEK-km 118,0), Venhaus (DEK-km 126,6) und Hesselte (DEK-Km 134,5).[1]

Die Schleuse Bevergern wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle betrieben und täglich, außer an Feiertagen, zwischen 06:00 und 22:00 Uhr von der Leitzentrale Bergeshövede bedient und überwacht.[2]

Schleusenkammern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleine Schleuse

Die erste Schleuse (DEK-km 109,7) wurde 1898, zusammen mit der Schleuse Bergeshövede (DEK-km 108,6), erbaut. Beide Schleusenkammern sind fast 67 m lang, 8,60 m breit und stehen der Schifffahrt nicht mehr zur Verfügung. In Bevergern betrug die mittlere Fallhöhe 4,0 m, in Bergeshövede 4,1 m.

Große Schleuse

Bereits 1916 wurde eine größere Sparschleusenkammer in Betrieb genommen. Sie ist 163,31 m lang, 9,93 m breit und überwindet die Fallhöhe von 8,1 m mit einem Schleusengang. Aufgrund ihrer Breite ist die Schleuse maximal für Europaschiffe geeignet.

Ersatzbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln hat mit Datum vom 22. September 2017 den Planfeststellungsbeschluss erlangt, am Standort der alten Schleusen eine neue Schleusenkammer zu errichten. Mit einer Nutzlänge von 140 m und einer Breite von 12,5 m wird sie die Passage von Großmotorgüterschiffen ermöglichen. Sie wird in der alten Fahrt parallel und nördlich der Schleppzugschleuse als Sparschleuse gebaut werden. Dazu muss die nicht mehr betriebene alte Kleine Schleuse Bevergern abgebrochen werden. Die stillgelegte alte Kleine Schleuse Bergeshövede wird umgebaut und teilverfüllt wie auch die daran anschließende Alte Fahrt. Nach Fertigstellung der Neuen Schleuse wird die Schleppzugschleuse abgebrochen und die Vorhäfen werden angepasst.[3]

Die Vorarbeiten haben begonnen und die Fertigstellung und Freigabe für die Schifffahrt ist ab 2025 geplant.

Nächste Schleusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleusenfolge Dortmund-Ems-Kanal
Kanal-km aufwärts Haltung Lage km 109,7 Haltung abwärts Kanal-km
km 71,5 Schleuse Münster 38,2 km Schleuse Bevergern 2,8 km Schleuse Rodde km 112,5

Etwas oberhalb liegt bei DEK-km 108,6 die stillgelegte Schleuse Bergeshövede in unmittelbarer Nähe des Nassen Dreiecks. Kurz unterhalb der alten Schleppzugschleuse liegt die Kleine Schleuse Bevergern in der Alten Fahrt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schleuse Bevergern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DEK Nordstrecke. WNA Datteln, 29. Oktober 2012, abgerufen am 9. April 2015.
  2. Betriebszeiten Schleuse Bevergern. ELWIS, abgerufen am 27. November 2017.
  3. Planfeststellungsbeschluss auf gdws.wsv.bund.de, abgerufen am 4. Mai 2021