Schreiersgrün

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Schreiersgrün
Stadt Treuen
Koordinaten: 50° 31′ 29″ N, 12° 19′ 48″ O
Höhe: 457 m ü. NHN
Fläche: 4,59 km²[1]
Einwohner: 829 (31. Dez. 1993)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 08233
Vorwahl: 037468
Schreiersgrün (Sachsen)
Schreiersgrün

Lage von Schreiersgrün in Sachsen

Schreiersgrün ist ein ehemaliges Waldhufendorf im Vogtlandkreis in Südwestsachsen. Politisch gehört es seit der Gemeindegebietsreform 1994 als Ortsteil zur Stadt Treuen. In Schreiersgrün leben seit der Erschließung eines etwa 15 Hektar großen Wohngebietes nach 1990 etwa 1000 Einwohner[2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichtlich wurde Schreiersgrün erstmals 1413 in einer Belehnungsurkunde des Beczold von Mylau erwähnt.[3] Schreiersgrün gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Plauen.[4] 1856 wurde der Ort dem Gerichtsamt Treuen und 1875 der Amtshauptmannschaft Auerbach angegliedert.[5] Als Einnahmequellen der Bevölkerung diente die Landwirtschaft, die Tätigkeiten in nahegelegenen Steinbrüchen (Granit und Schiefer) und die Stickerei im ortsansässigen Betrieb und in Heimarbeit. Um 1900 arbeiten im Ort 200 Steinmetze.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Schreiersgrün im Jahr 1952 zum Kreis Auerbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer „Landkreis Auerbach“ fortgeführt wurde. Schreiersgrün wurde 1972 dem Gemeindeverband Treuener Land unter Wahrung der Selbstständigkeit angegliedert. Am 1. Januar 1994 wurde der Ort nach Treuen eingemeindet.[6][7] Seit 1996 gehört der Ort zum Vogtlandkreis.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ort gehören die Ortsteile Kuxenberg und Fronberg. Schreiersgrün besaß bis 2007 eine Grundschule. Das imposante Schulgebäude liegt in der Ortsmitte und prägt das Ortsbild. Es wurde 1907 erbaut. Auf der Weltausstellung in Brüssel wurde die Architektur als Beste Landschule ausgezeichnet.[8] Der Vogtlandwanderweg führt durch den Ort.

Kultur und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schreiersgrün existieren einige Kultur- und Sportvereine:

  • Schreiersgrüner Dorfverein e. V.
  • Seniorenclub Schreiersgrün
  • Sportverein Fronberg Schreiersgrün e. V.
  • Kuxenberg e. V.

Das jährliche Dorf- und Heimatfest findet Mitte Juni statt, der Weihnachtsmarkt in der zweiten Dezemberwoche.

SV Fronberg Schreiersgrün e. V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport in Schreiersgrün hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Es existieren Zeitdokumente von Turnriegen um 1901. Zurzeit hat der Sportverein Fronberg Schreiersgrün e. V. etwa 300 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball und Gymnastik. Die Abteilungen Fußball und Tischtennis spielen im Wettspielbetrieb mit mehreren Mannschaften auf Bezirks- und Kreisebene. Die Volleyballer nehmen an Freizeitturnieren teil.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Angaben zu Schreiersgrün im Regionalregister Sachsen. Abgerufen am 6. April 2016.
  2. Schreiersgrün auf der Internetseite der Stadt Treuen. Abgerufen am 6. April 2016.
  3. Lothar Trampau: Urkundliche Ersterwähnung des Dorfes Schreiersgrün im Vogtland. in: Sächsische Heimatblätter 54(2009)1, S. 52
  4. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 76 f.
  5. Die Amtshauptmannschaft Auerbach im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. http://www.schreiersgruener-dorfverein.de/chronik/
  7. Schreiersgrün auf gov.genealogy.net
  8. Foto der Schule. Archiviert vom Original am 29. September 2007, abgerufen am 11. Mai 2007.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schreiersgrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schreiersgrün im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen