Scott Adams (Spieleentwickler)

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Scott Adams (* 10. Juli 1952 in Miami, Florida) ist ein US-amerikanischer Programmierer und Computerspiel-Pionier, der mit seiner Firma Adventure International ab 1978 als erster, noch vor Infocom, kommerzielle Textadventures für die damals neuen Heimcomputer auf den Markt brachte und so mithalf, diese Spielgattung (und Computerspiele überhaupt) vom Studentenhobby zum marktfähigen Produkt zu bringen.

Seine Spiele zeichneten sich durch eine Reduktion aufs Wesentliche mit einer beinahe telegrammartigen Sprache aus und passten erst dadurch in den kleinen Speicher der frühen Heimcomputer. Sie hatten dabei aber oft trotzdem eine komplexe Handlung mit gut durchdachten Rätseln und Aufgabenstellungen. Scott Adams’ Spiele gab es nur in englischer Sprache; Übersetzungen wurden zwar mehrfach versucht (so im Auftrag der Firma Tandy Radio Shack), scheiterten aber an der für andere Sprachen ungeeigneten vereinfachten Grammatik der Spiele. Zum Teil waren die Ergebnisse gar nicht komplett spielbar, da durch die Übersetzung entstandene Ambiguitäten nicht programmtechnisch berücksichtigt worden waren. Das zu Grunde liegende Speicher sparende Programmsystem wurde in Form eines Adventure-Generator-Programms und des ersten Spiels, Adventureland in der BASIC-Fassung nach einigen Jahren in einer spezialisierten Zeitschrift (später in Buchform) veröffentlicht und in Folge Basis vieler anderer Adventure-Spiele; bis zu diesem Zeitpunkt hatten aber viele Fans die Spiele bereits durch Reverse Engineering auf eigene Faust entschlüsselt und basierend auf ihren Erkenntnissen eigene Programmsysteme entwickelt. Durch den immer weniger schwer wiegenden Faktor Speicher verloren Scott Adams’ Spiele bereits nach wenigen Jahren völlig an Bedeutung. Beispielsweise war das Großrechner-basierte Fortran-Programm Adventure, aus dem sein Spiel Adventureland hervorging, mittlerweile selbst auf Heimcomputern spielbar geworden.

Seit den 1980er-Jahren arbeitete Adams als Programmierer für eine Softwarefirma in Platteville. 2013 veröffentlichte er ein Textadventure namens The Inheritance, das technisch an seine alten Werke anknüpfte und sich inhaltlich mit Religion beschäftigte.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adventureland (1978)
  • Pirate Adventure (1978–1979)
  • Secret Mission (1979)
  • Voodoo Castle
  • The Count (1979)
  • Strange Odyssey (1979)
  • Mystery Fun House (1979)
  • Pyramid of Doom (1979)
  • Ghost Town (1981)
  • Savage Island, Part I (1982)
  • Savage Island, Part II(1982)
  • Golden Voyage (1982)
  • Sorcerer of Claymorgue Castle (1982)
  • Return to Pirate's Isle (1983)
  • Questprobe:
    • Questprobe #1: The Hulk (1984)
    • Questprobe #2: Spider-Man (1984)
    • Questprobe #3: The Fantastic Four (1984)
  • The Adventures of Buckaroo Banzai (1984)
  • Return to Pirate's Island 2 (2000)
  • The Inheritance (2013)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AdventureGamers.com: The Inheritance Review. Abgerufen am 8. August 2016.